Silizium und Cholesterin vs. Unverträglichkeit von Fetten im Zusammenhang mit Histaminose. Hier: besonders Silizium als Silicium Subtilis oder Pure oder Liquid.

Meine Beobachtungen dazu sind folgende.

Endprodukt des Aminosäurenstoffwechsels ist: Ammoniak NH3.
Ein kleines, stockbasisches und damit starkes Nucleophil, das allzu gerne Säuren neutralisiert.
Das bedeutet für die Leber: mehr Arbeit.
Bedeutet aber auch, dass Ammoniak als kleines sehr reaktives Molekül mit sehr vielem reagieren kann. Und wird. Deshalb bildet die Leber ja auch Harnstoff H2N(CO)NH2, der dann über Blut und Nieren ausgeschieden wird.
Geschieht das unvollständig, kann das bei Übersäuerung zu Gicht führen (Harnsäurekristallbildung, vorwiegend in Zehen- oder fingergrundgelenen wie Daumen und Zeigefinger/Großzeh. S. Podagra.). Physiologisch übrigens bei Vögeln (Harnausscheidung vie Harnsäure).
Durch Amin-Oxidation kann sich NO bilden, aber bei oxidativem Stress mittels OH-Radikale auchNO2 bzw. NOX, also N2O3, N2O4, N2O5 usw..
Da das auch bei bzw. in uns geschieht, kann das im wesentlichen nur die Leber regulieren.Kann sie das NICHT, wird vermehrt Cholesterin produziert – als Zellmembranmaterial und Hormongrundstoff sowie Ausgangsstoff für Gallensäuren, die Fette emulgieren können.
Ist aber die Kapazität der Leber sehr beschränkt UND die Geschwindigkeit der Gallenflüssigkeit reduziert, kann es zum Gallenstau kommen.
Bedeutet: die Geschwindigkeit des Gallenflusses wird reduziert und damit konzentriert sich der Gallensaft so sehr, dass manchmal das Lösllichkeitsprodukt überschritten wird.
Resultat bei zu viel Calcium im System bzw,. zu wenig Kraft um die Ca-Ionen- bzw. Gradienten zu regulieren: Gallensteine.

Bestehend aus Ca-Oxalat, Bilirubin, Cholesterin…

Das bedeutet aber auch für den enterohepatischen Kreislauf: zu viel Histamin im Darm – vor allem im Dünndarm.
Das wiederum hängt mit GABA (gamma-Aminobuttersäure), überhöhtem Stress (Histamin ist eigentlich ein Hormon!), einem schlechten Glutaminstoffwechsel (!), zu wenig Elektronen und einer schlechten Darmperistaltik zusammen. Oder einer schlecht regulierten (Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall, nervös bedingt. ‚Reizdarm‘.) Verdauung durch permanente nervöse ‚Vagusreizung‘.
Bei extremen Histaminosen bzw. dem von der Schulmedizin als MCAS bezeichteten Mastozytose/Mastzellaktivierungssyndrom sind die Mastzellen randvoll mit Histamin und jeder Impuls von außen kann die Mastzellen überfordern bzw. massiv Mengen an Histamin freisetzen.
Außerdem liegen die Nerven meist sehr blank. Weil B-Vitamine und deren Stoffwechsel desolat schlecht sind.
Oft sind auf Nachfrage bei den Betroffenen auch die Transaminasen oder Leberwerte allgemein erhöht.

Vor allem GOT Glutamat Oxalacetat Transaminase (ASAT Aspartat Aminotransferase) und GPT Glutamat-Pyruvat- Aminotransferase (ALAT, Alanin-Aminotransferase) und das Verhältnis zueinander sind hier diskutiert als Außmaß einer Leberschädigung oder einen regelrechten Funktion (de Ritis-Quotient ASAT/ALAT, hier nat sich wieder jemand verewigt. s. https://de.wikipedia.org/wiki/De-Ritis-Quotient .

Eng verbunden damit sind kurzkettige Fettsäuren, zb. vermindertes GABA= Gamma-Aminobuttersäure (Gegenspieler zu Glutamat!), Pantothensäure, aber auch B3, Omega3 und – zentral – Silizium als Kieselsäure.
Denn auch Kieselsäure kann zu einer Cholesterinsenkung beitragen, genau wie MCT (durch Anschieben des Fettsäurestoffwechsels/des ketogenen Stoffwechsels/Bildung kurzkettiger Fettsäuren zb. im Rahmen eines Fastens) oder auch einer Regulation der Omega3-Pfade (zb. Arachidonsäure/EPA bzw. im Rahmen des HS-Index nach Harris und Schacky).
Das berührt dann auch schon Wege dessen, wie man eine HIT – Histaminintoleranz – wieder regulieren bzw. reduzieren kann: natürliche Cholesterinsenker sind im Allgemeinen auch Histaminsenker.
Das berührt dann auch weitere – klinische – Parameter wie Homocystein (C4-Köper, ebenso wie GABA und , Lipoprotein (a) und LDL(-CHolesterin).

Das kann ich aber in einem kurzen Blogbeitrag unmöglich ganz abbilden.

Speziell zum Omega3:
Hier ist – neben der Tatsache, dass O(mega)3-Fettsäuren Cholesterin senken können und dass O3 ein Nahrungsmittel und keine NahrungsERGÄNZUNG ist… – die Beobachtung sehr interessant, dass die Qualität des gegebenen Omega3 die Verträglichkeit scheinbar enorm beeinflusst.
Minderwertige O3s und ranzige Öle verstärken Würgereiz und die Bereitschaft überhaupt Omega3 zuzuführen.
Manche merkien schlicht nicht, dass der Fettstoffwechsel am Boden ist UND sie ein schlechtes O3-Produkt haben.

Ein Doppelwumms der schlechten Art.

Diese überaus interessante Beobachtung hat ihre Erklärung in folgender einfacher Überlegung:
ein reines Omega3 hat geringe Totox-Werte und ist demzufolge elektronehnreich als auch ortho-molekular und enthält keine oder vernachlässigbar kleine Mengen Transfettsäuren, macht also in dieser Weise auch keine zusätzliche Arbeit für die Leber.
Auch nicht für die Galle. Auch nicht für den Dünndarm bzw. den enterohepatischen Kreislauf. Noch dazu werden fettlösliche Vitalstoffe besser verstoffwechselt – hier besonders Vitamin ADEK. Auch Q10 gehört dazu.
Man könnte sogar noch weiter gehen und sagen: mehr DHA ist mehr an antioxidativer Kraft – allerdings finde ich das etwas übers Ziel hinausgeschossen, weil das Verhältnis zählt.
Dazu ist auch bekannt, dass zb. Bacillus subtilis Histamin aktiv senken kann – via Aktivierung der Enzymwege, so dass Histamin sich erst gar nicht anreichern kann.
Damit erfolgt auch ein Hormonausgleich und eine Verminderung des Stresslevels.
Die Peristaltikanregung erfolgt also nicht nur durch Kieselsäure allein.
Kieselsäure an sich bindet sehr gerne an Amine bzw. auch Eiweiße.

Das bedeutet, es MUSS Einfluss auf den Aminosäurenstoffwechsel haben (Bindung an Proteine zu etwa 60%, bei Fetten zu ca. 30 %, s. ältere Literatur nach Hugo Schulz, a. Kühn, Butenandt usw.).

Eine komplette Auflistung würde hier den Rahmen sprengen; deshalb habe ich mal einoige Literaturstellen zu Bacillus subtilis und Histamin zusammengesucht und diese in den richtigen Fokus gerückt. Weil das sonst vermutlich in den ganzen Marketingsttrategien untergeht.
Bei alledem: wer sich nicht schont und seinen Stress reduziert, den werden die OH-Radikale früher oder später beschäftigen.

Das hat nicht nur H. Heine erkannt.

Tipp: mir haben Silicium Subtilis und ein wirklich gutes Omega3 mit Olivenöl und Lutein sehr gut weitergeholfen.
Gegebenenfalls macht ein Testen der Produkte mit einscheichend steigender Dosierung viel Sinn, um Unverträglichkeiten und Allergien zu minimieren.
Aber selbst bei heftigen Histaminosen scheint das ein tragfähiges Konzept zu sein, das wahlweise durch MSM in homöopathischer un/oder geringer Dosierung unterstützt werden kann.
Dabei macht es außerdem Sinn, Dosierungen und Kombinationen vorher kinesiologisch auszutesten.

Histamin (Abbauprodukt von Histidin) ist ein biogenes Amin, das ähnlich wie Tyramin (letzteres wird durch Decarboxylierung aus Tyrosin gebildet) hormonartige Funktionen hat.

Welche Rolle hat Silizium hier – und lässt sich das irgendwie belegen?
Welche Produkte wären hier geeignet für eine Histaminsenkung?

Erstmal: Histamin kommt nicht nur in Mastzellen, sondern auch in Epidermiszellen der Magenschleimhaut und in Nervenzellen vor.
Also überall dort, wo Proteinstoffwechsel stattfindet.

Das bedeutet ganz allgemein: wenn der Proteinstoffwechsel nicht komplett durch’organisiert‘ funktioniert, kann sich Histamin bilden. Das ist sicherlich zusätzlich über (Peptid?)hormone gesteuert bzw. diese sind darin involviert.
Fest steht auf jeden Fall: wir brauchen Histamin für die Regulation entzündlicher Prozesse.
Ohne geht’s nicht. Mit zu viel auch nicht…
Aber was ist ein gesunder Rahmen bzw. eine gesunde Bandbreite?
Wenn der Stoffwechsel schlecht funktioniert, kann das zu einer Ansammlung von Histamin – vor allem in den Mastzellen – kommen.

Mastzellen kommen im Bindegewebe vor (s. wikipedia, das man ausnahmsweise hier auch mal als Quelle angeben kann); bei entsprechenden Erkrankungen des Bindegewebes ist also oftmals auch eine Mastzellaktivierung beteiligt, um mit dem entzündlichen Prozess Krankheitserreger auszutreiben.
Das ist erstmal nichts Schlechtes, wenn die Entzündung nur vorübergehen ist und keine Dauerentzündung aufgrund zu hoher Lokalkonzentrationen von Histamin entsteht.
Auch allseits bekannt als das Mastzell-Aktivierungs-Syndrom.
Was aber tun, wenn sich zu viel Histamin angesammelt hat, weil der Körper zu schwach aufgestellt ist, das Histamin zu regulieren?
Was tun, wenn durch dieses ZU viel an Histamin eine chronisch-entzündliche Stoffwechsellage mit Schmerzen resultiert bzw. schon eingetreten ist?
Die schlüssige und naheliegende Antwort wäre: Histamin abbauen.

Marker: DAO (Diaminoxidase) und/oder HNMT (Histamin-N-Methyltransferase) – zwei Enzyme, die in den Nieren gebildet werden.
Also genau da, wo Silizium im Rahmen einer kolloidalen Supplementierung ‚durchspült‘.
Dafür gibt es mehrere Ansätze:
entzündungsarm essen (histaminarm), Vitalstoffe ‚auffüllen‘ (wobei das limitierende Kriterium ja oftmals schon im Magen beginnt – Histamin bildende Zellen sitzen auch in der Magenschleimhaut!

Die Funktionen von Silizium für den Magen sind hinreichend erforscht und unglaublich spannend; gleichzeitig aber auch hoffnungsvoll. Denn: Magensäure lässt sich ‚besser‘ bekommen. Mit: Kieselsäure.
Die weiteren sehr komplexen Zusammenhänge – der Magen ist SAUER und funktioniert anders als alle anderen Stoffwechselorgane des Körpers – sind an anderer Stelle genannt; deshalb kann das hier nicht im Detail ausgeführt werden.

Aber Silizium hat im Darm auch eine Funktion; die der Schleimhautstärkung und der Symbioselenkung.
Das bedeutet: auch histaminbildende Bakterien werden reguliert. Auf biochemischer, aber auch genetischer Ebene.
Die Histamintoleranz und ‚Spitzen‘ einer Überproduktion können reguliert werden auf ein normales Maß, das Symptome einer Dauerentzündung lindert oder manchmal auch ganz beseitigt.
Das heißt nicht unbedingt, dass man völlig gesund ist, aber man ist zumindest symptomfrei und kann sich somit einer deutlich besseren Lebensqualität freuen.

Die Funktion von Bacillus subtilis

Bacillus subtilis funktioniert hier als symbioselenkendes ‚Mittel‘ der enzymatischen Spaltung und des Abbaus von Histamin.
Das bezieht sich auf die Peristaltik der Mastzellen (die periodisch Histamin ausschütten), aber auch des biochemischen Abbaus im Lumen des Darms (Magens weniger, weil ein aktives Bacillus subtilis im Magen so nicht lebensfähig ist! Darin liegt zB. ein entscheidender Vorteil sporenbildender Probiotika).

Bei entsprechenden Kombipräparaten muss diese Synergie zwischen Silizium und den Bakterien unbedingt berücksichtigt werden. Denn: Symptome einer Histaminintoleranz HIT beinhalten nahezu IMMER eine komplexe Darmproblematik mit Multimorbidität, also zB. Bindegewebs- oder Nervenbeteiligung.
Das betrifft zum Beispiel auch das enterische Nervensystem und psychiatrische Symptome.
Insofern sind hier zusätzlich Mittel zu wählen, die Histamin abbauen können und die einen vollständigen zeitnahen Abbau der Proteine und der histaminhaltigen Speisen ermöglichen. Damit fällt man auch nicht gleich auf Null, was Histamin angeht.

Es gibt einige hoffnungsvolle Erfahrungsberichte insbesondere mit dem Silicium Subtilis von Rilling Healthcare.
Allerdings kann auch dieses Mittel nicht zaubern.
Sinnvolle Interventionen habe ich zB. auch mit einem Retard-Niacin (=Inositolhexaniacinat = No-Flush-Niacin. Meint alles dasselbe) gesehen – in geeigneter Kombination mit dem natürlichen ‚Antihistaminikum‘ Vitamin C (Verbindung zu psychiatrischen Therapiekonzepten – s. A. Hoffer); ein weiterer Kandidat sind schwefelhaltige Aminosäuren in entsprechender Form (zB. SAMe, NAC) bzw. eine geeignete Schwefelquelle.
Die kann auch aus MSM bestehen; ggf. sind weitere Konzepte mit einzubeziehen. Schwefel ist halt ein zweischneidiges Thema: einerseits brauchen wir das in Form von Glutathion als essenzielles Tripeptid; andererseits sind Thiole und Mercaptane auch nicht grundsätzlich ‚gesund‘.
Art und Dosis der Mittel in Kombination kann nicht vorhergesagt werden; dafür ist die biochemische Individualität zu unterschiedlich.

Was tun bei Vorliegen von Entgiftungsstörungen

Hier ist ein multimodaler Ansatz nach Symptomlage gefordert. Je nach Zustand des Organismus müssen dieser zuerst aufgebaut oder entsprechende Krankheitserreger aus dem Körper geschafft werden.
Das beinhaltet immer auch eine Verbesserung des Immunsystems, um entsprechende Stoffwechselleistungen erbringen zu können.

Dazu macht es nach meinem Verständnis Sinn, von der Quelle bis zur Mündung vorzugehen. Der Magen spielt hier für mich eine zentrale Rolle. Auch weil hier eine zentrale Station für die Auswirkung von Stress gegeben ist.

Achtung: Silizium kann – und wird irgendwann – den Bedarf anderer Vitalstoffe erhöhen. Demgegenüber steht eine Verbesserung der Integrität der Darmschleimhaut. Hier stellt sich nach den bisherigen Erfahrungen ein Gleichgewicht ein – was auch theoretisch Sinn macht. Langfristig darf eine Verbesserung erwartet werden – ggf. in Verbindung mit entsprechend individuell auszugestaltenden Therapiekonzepten.

Unverträglichkeitsreaktionen sind nicht notwendigerweise Allergien gleichzusetzen.
Eine Übersicht biogener Amine und entsprechender Gehalte findet sich etwa bei eucell.de.
Das Interessante: Fermentierte Lebensmittel wie Käse enthalten ziemlich viel davon.
Darin liegt das Problem – aber auch die Lösung.
Nämlich die Regulation des Mikrobioms.

Fazit
Es gibt viele Wege, einer Histaminose und damit einer HIT und einem Mastzellaktivierungssymndrom zu begegnen.
Wer das schafft, dem geht es nicht nur physisch, sondern auch psychisch besser.

Literatur (Auswahl):

1. https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin

2. Lee YC, Lin CS, Liu FL, Huang TC, Tsai YH. Degradation of histamine by Bacillus polymyxa isolated from salted fish products. J Food Drug Anal. 2015 Dec;23(4):836-844. doi: 10.1016/j.jfda.2015.02.003. Epub 2015 Mar 21. PMID: 28911502; PMCID: PMC9345454.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28911502/

3. Jeong Seon Eom 1, Bo Young Seo 1 and Hye Sun Choi 1*; Biogenic Amine Degradation by Bacillus Species Isolated from Traditional Fermented Soybean Food and Detection of Decarboxylase-Related Genes
https://www.jmb.or.kr/journal/view.html?doi=10.4014/jmb.1506.06006

4. OSEF KIMHI$ AND BORIS MAGASANIK, Genetic Basis of Histidine Degradation in Bacillus subtilis*
THE JOURNAL OF BIOLOGICAL CHEMISTRY, Vol. 245, No. 14, Issue of July 25, pp. 3545-3548, 1970.

5. Li, L., Ruan, L., Ji, A. et al. Biogenic amines analysis and microbial contribution in traditional fermented food of Douchi. Sci Rep 8, 12567 (2018). https://doi.org/10.1038/s41598-018-30456-z
https://www.nature.com/articles/s41598-018-30456-z

6. Pištěková, H., Jančová, P., Buňková, L. et al. Detection and relative quantification of amine oxidase gene (yobN) in Bacillus subtilis: application of real-time quantitative PCR. J Food Sci Technol 59, 909–916 (2022). https://doi.org/10.1007/s13197-021-05090-9

7. Yang, H.-J.; Zhang, T.; Yue, Y.; Jeong, S.-J.; Ryu, M.-S.; Wu, X.; Li, C.; Jeong, D.-Y.; Park, S. Protective Effect of Long-Term Fermented Soybeans with Abundant Bacillus subtilis on Glucose and Bone Metabolism and Memory Function in Ovariectomized Rats: Modulation of the Gut Microbiota. Foods 2023, 12, 2958. https://doi.org/10.3390/foods12152958
https://www.mdpi.com/2304-8158/12/15/2958

8. Butor, I.; Jančová, P.; Purevdorj, K.; Klementová, L.; Kluz, M.; Huňová, I.; Pištěková, H.; Buňka, F.; Buňková, L. Effect of Selected Factors Influencing Biogenic Amines Degradation by Bacillus subtilis Isolated from Food. Microorganisms 2023, 11, 1091. https://doi.org/10.3390/microorganisms11041091

9. K. Kauffmann, Der Histamin-Irrtum, Weg von Radikaldiäten und Verbotslisten – die Formel für ein gesundes Leben MIT Histamin, VAk-Verlag (2021).

10. A. Hoffer, A. W. Saul, W.B. Parsons, Niacin in der Behandlung, Aba Verlag (2018).
https://abaverlag.de/shop/produkt-anzeigen/niacin-in-der-behandlung/1676
https://bruno-kugel.de/vitamin-b3-das-wichtigste-b-vitamin/

11. https://www.eucell.de/ernaehrung/lebensmittellisten/biogene-amine/tyramin

 

Nattokinase, Bacillus subtilis, Silizium und seine Wirkungen auf das Blut.
Wie sind die Zusammenhänge?
Muss ich Nattokinase einsetzen und ein Bacillus subtliis oder ist das zu viel des Guten?
Diese und weitere Fragen sind – inklusive der Produkte – quasi in aller Munde.Das ist ein unglaublich spannendes Feld, das ich erst beginne zu verstehen. Weil es hier sehr viel Hintergrundwissen und Feinfühligkeit braucht.
Das wäre übrigens auch der Schlüssel, um das (kolloidale Silizium) i.v. einzusetzen (was vor bereits 100 Jahren auch gemacht wurde – mit erstaunlichen Ergebnissen!).
Die Lebensdauer eines Erys beträgt bekanntlich ca. 120 Tage.

So lange wäre eigentlich sinnvoll, eine Kur zu machen (von seiten eines Omega3, aber auch von seiten eines fettlöslichen Siliziumkolloids!).

Das ist auch auch Gründen anderer Vitalstoffe und deren Abbauprodukten empfehlenswert: Vitamin C, Zucker (HbA1c!), Omega3 (HS-Index bzw. Omega3-Analytik), Magnesium, Selen (!, wichtiger Synerget von Vitamin E und Omega3. Achtung; es gibt hier Unterschiede in den Halbwertszeiten organischer und anorganischer Formen!) und vermutlich noch einige mehr.
Was macht nun ausgerechnet die Kieselsäure so besonders?
Sie ist schneller unterwegs als alle anderen Mineralien/Spurenelemente, sie bindet an Oberflächen, verbessert dort die Biophotonenaktivität, ermöglicht bessere Grenzflächenaktivitäten – und damit den Blutstoffwechsel, verhindert ein Verklumpen einzelner Zellen, indem gerade Erythrozyten elastisch gehalten werden durch die Wasserregulation der Kieselsäure und das Aufrechterhalten von Protein-, Lipoprotein- und Zuckerstrukturen.
Für den Darm ist das vielfach beschrieben worden; allerdings gelten für das Blut ähnliche Gesetze.

Dabei sind die Gefäßwände strikt von den Blutzellen zu trennen.

Warum das so schwierig ist:
Ein ZU viel kann austrocknen; deswegen favorisiere ich u.a. kolloidale Formulierungen.
Bitte KEINE Selbstversuche mit irgendwelchen Kieselsäurepräparatinfusionen!!!
Kieselsäure wirkt aber noch weiter: es kann die Blutbildung anregen, den Eisenstoffwechsel verbessern, die Immunität fördern (Bildung, ‚Intelligenz‘ und Effektivität weißer Blutkörperchen) und auch die Blutgerinnung positiv beeinflussen (Verhindern des Verklebens einzelner Erythrozyten und damit Verhindern der klassischen Geldrollenbildung im Dunkelfeldmikroskop; dabei Gewährleistung einer gesunden Blutgerinnung innerhalb entsprechender ‚Leitplanken‘. Achtung, INR und ‚Quick‘ sind gegenläufig; auch das verwirrt etwas!).
Deshalb könnte es auch bei Blutkrebs seine Rolle ausüben; hier greift Si regulatorisch ein und verhindert eine Leukozytose und eine gesunde Bildung von Blutzellen ohne ‚Linksverschiebung‘ oder ‚Seneszenz‘.

Ein Bildchen spare ich mir mal; ich denke, da hat jeder die klassischen Dunkelfeldbilder vor Augen.

Teil 2
Thema Natto und Nattokinase.

Wie die allermeisten wissen, ist Natto fermentierte Sojabohne.
Dabei kommt es unter anderem auch auf Qualität der Bohnen an und auf die Genstabilität. Leider wurde Soja ziemlich verzüchtet bis genmanipuliert.
Es geht mir aber hier um etwas anderes: den Fermentationsprozess.
Es sind die Bakterien, die die Fermentation bestimmen.
Genau wie beim Bier – oder Wein – kommt es auf die Hefe an, die ihrerseits Bakterien beinhaltet.
Bei der Sojabohne ist das noch was Anderes.

Hier ist zB. das Heubakterium Bacillus subtilis natto (ein ‚Künstlername‘, genau wie die Nattokinase keine exakte Bezeichnung ist!) entscheidend. Neben den Bedingungen der Fermentierungsprozesse (Salzgehalt, genauer pH-Wert, Substratspezifität usw.), denn: Fermenation ist ein enzymatischer Prozess!

Das bedeutet, dass auch innerhalb des Natto – wenn man das selbst fermentiert – unterschiedliche Mengen der Nattokinase enthalten sind.
Es ist außerdem – logisch daraus abgeleitet – NICHT die Sojabohne, die hier entscheidend ist, sondern: das Bakterienspektrum (das wieder ein bestimmtes Enzymspektrum hat, welches zur Gärung beiträgt).
Das bedeutet auch:
Es gibt viele Dinge, die man fermentieren kann. Wenn Subtilisbakterien zugegen sind, wird mit einiger Sicherheit auch ein bestimmtes Spektrum an Serinproteasen gebildet, darunter auch Nattokinase.
Das bedeutet weiterhin: Auch Bacillus subtilis DSM21097 produziert Serinproteasen, darunter auch Nattokinase.
Der Clou an der Sache: auch Silizium wird im leicht sauren pH-Wert freigesetzt und kann damit als Unterstützer des Energiestoffwechsels der Bakterien die Fermentation günstig beinflussen.
Wie sehr, hängt auch von der Art des Fermentierten ab. Rote Bete oder Sauerkraut fermentiert anders als zB. Kimchi oder anderes Gemüse.
Man kann viel fermentieren und auch der Geschmack bzw. die Sensorik, das Aussehen und der Geruch sind je nach verwendetem Bakterienspektrum ANDERS.

Das sollte eigentlich klar sein.

‚Saures‘ Kraut ist übrigens kein Sauerkraut – meint: ein essigsauer eingelegtes Sauerkraut ist nicht fermentiert und kann weit unbekömmlicher sein als ein fermentiertes Sauerkraut. Das ist schon an der Konsistenz zu erkennen: saures Kraut ist meist noch faserig und außerdem meist deutlich saurer schmeckend als Sauerkraut (stellvertretend für andere Gemüse).

Jetzt noch ein weiterer Punkt als FAQ – aus aktuellem Anlass, weil ich sehr sehr viele Anfragen dazu bekomme:

Muss ich zusätzlich Nattokinase einnehmen, wenn ich einen Bacillus subtilis einnehme?

Antwort:
Nein, das ist nicht zwingend erforderlich.
1. weil das Enzymspektrum eines Subtilis sehr breitgefächert ist und Serinproteasen eine enzymfamilie darstellen, die eigentlich alle eine ziemlich hohe Potenz besitzen. Beispielsweise zählt hier auch Serrapeptase dazu (ebenfalls ein Künstlername!).
2. insbesondere bei Konsumenten von Blutverdünnern empfiehlt es sich, den INR (früher: Quick. Achtung, die sind numerisch gegenläufig…ein hoher Quick-Wert entspricht einem niedrigen INR!) zumindest anfangs engmaschiger kontrollieren zu lassen, BEVOR größere Mengen Nattokinase und Bacillus subtilis konsumiert werden.
Das hängt AUCH mit der Produktion von Vitamin K2 zusammen, die im Zuge der Fermentation ebenfalls in größeren Mengen entsteht.
K2 wirkt potentiell blutverdünnend und hämatokritregulierend.
Wenn jetzt aber obendrauf noch eine Nattokinase gegeben wird, die zusätzlich ‚lysiert‘ und damit Peptide abbaut (–> ‚Proteasen‘ bauen Eiweiße ab zu kleinmolekularen Aminosäuren!), kann das summative Effekte haben, die ZUVIEL verdünnen können und im Einzelfall zu Blutungen führen.

Das ist übrigens auch schon der Fall bei schlecht eingestellten Patienten mit Blutverdünnern. Ein bekanntes Problem zB. bei Diabetikern.

Für die Knochengesundheit: auch Kieselsäure hat Auswirkungen auf Osteocalcin – ganz OHNE Bacillus subtilis oder Nattokinase (!) – ein wenig bekanntes, aber in meinen Augen sehr wichtiges Detail.

Fazit:
Ein Silicium Subtilis/Rilling (die Frage bezog sich sehr sehr oft darauf) kann hier regulativ wirken, denn: das Silizium darin wirkt nicht per se nur blutverdünnend und erythrozytenelastizitätsfördernd, sondern auch bei zu dünnem Blut eher in die andere Richtung: blutbildend, blutzellenvermehrend und damit sauerstoffverbessernd, aber gleichzeitig blut’verdickend‘, wenn das Blut zu dünn ist.
Das war der zweite Teil zum Thema Blut.

(ich hatte dazu in der Siliziumgruppe schon einmal geschrieben).

Noch was zum Thema Lumbrokinase.
Einigen Aussagen zufolge soll diese noch besser – effektiver, wirksamer, bioverfügbarer, aktiver (bitte hier die entsprechenden Vokabeln einfügen) sein.
Ob das WIRKLICH so ist, sei dahingestellt.
Ich möchte an der Stelle nur sagen: der Mensch und seine Immunität sowie dessen Stoffwechsel hat Grenzen.
Und: Bakterien produzieren Enzyme, sind also in meinen Augen wichtiger. Denn: sie nehmen aufgrund ihrer Symbiose mit uns dem menschlichen Stoffwechsel die Arbeit gewissermaßen ab.
Abgesehen davon ist die Bandbreite der Enzyme, die uns hoffentlich helfen können, von der Bandbreite ‚gesunder, guter‘ Bakterien abhängig. Am Anfang stehen also eher die hoher gestellten Bakterien und nicht die lysierenden Enzyme. Die können uns allerdings andererseits auch initial helfen, sind aber auch überdosierbar (meine persönliche Meinung!), wenn sie isoliert hochdosiert eingesetzt werden. Die Bandbreite an anwesenden guten Bakterien verhindert auch eine Überdosierung und im Fale von zB. Nattokinase eine Überreaktion in Richtung zu dünnes Blut.

Dieser Artikel wird noch erweitert werden.

Literatur (Auswahl):

1. Wirkung und SIcherheit von Lumbrokinase – eine Metaanalyse (2021)

2. Nattokinase als mögliches neues Allergen (Proteinallergiker aufgepasst!)

3. Struktur, Anwendung und Quellen von Nattokinase (2023)

4. Nattokinase und Serrapeptase im Tiermodell: Anwendung bei Alzheimer (2013)

5. Antivirale Wirkung von Si:

bzw.:
Antivirale Wirkung von Si bei 5 verschiedenen pathogenen Virenfamilien (2022)

6. Lysierende Wirkung von Nattokinse auf Sike-Proteine des C.-Virus

Tanikawa T, Kiba Y, Yu J, Hsu K, Chen S, Ishii A, Yokogawa T, Suzuki R, Inoue Y, Kitamura M. Degradative Effect of Nattokinase on Spike Protein of SARS-CoV-2. Molecules. 2022 Aug 24;27(17):5405. doi: 10.3390/molecules27175405. PMID: 36080170; PMCID: PMC9458005.

7. A. Kühn: Die Kieselsäure; ihre perorale, parenterale und perbronchiale Anwendung und Wirkung bei inneren Krankheiten insbesondere bei Tuberkulose, Arteriosklerose, rheumatischen Erkrankungen, Krebs usw. (F. Enke, 1926).

Um darüber zu schreiben, muss erst definiert werden, was ‚Omega3‘ überhaupt bedeutet.

Omega3-Fettsäuren sind klassifiziert – aus chemischer Sicht – als vom C-Atom der endständigen Methylgruppe der Fettsäuren aus gezählt in 3. Position befindliche Doppelbindungen OHNE nähere Definition der sonstigen Umgebung (gesättigt, ungesättigt, mehrfach ungesättigt, konjugiert, Transfettsäuren oder Doppelbindungen in cis- oder trans-Konfiguration bzw. entsprechender Isomere).
Dabei ist auch unberücksichtigt, ob es dabei um freie Fettsäuren geht oder um mit Glycerin oder anderen Alkoholen veresterte Fettsäuren. Gerade letzteres ist ein häufig übersehenes, aber wichtiges Detail.
Bilder dazu gibt es im Internet zuhauf; daher verzichte ich in diesem Blogbeitrag darauf.
Aber eigentlich sind genau diese Detailbetrachtungen entscheidend. Denn:
die Empfindlichkeit für Oxidationen dieser für uns so wichtigen Fettsäuren hängt an der ‚Verpackung‘ und der Lage der Doppelbindungen.
Je mehr Doppelbindungen vorhanden sind und je besser diese angegriffen werden können – von Oxidationsmitteln bzw. Elektronenräubern – umso eher werden die Öle sensorisch gesehen ranzig und biochemisch gesehen unbrauchbar bzw. verlieren ihre physiologische Funktion. Die für uns wichtigen Fettsäuren sind meist cis-Fettsäuren, während die trans-Fettsäuren oftmals richtigerweise als ‚böse‘ Fettsäuren bezeichnet werden.

Gleichermaßen werden die Omega6-Fettsäuren vielfach als schlecht bezeichnet, während Omega3-Fettsäuren als ‚gut‘ bezeichnet werden.
Dabei wird leider auch unterschlagen, dass zB. die alpha-Linolensäure viele Umwandlungsschritte benötigt, die wiederholt eine Kettenverlängerung und eine Desaturase (also eine Enzymaktivität) braucht, um den Grad der ungesättigten Fettsäuren einer EPA und DHA zu erreichen.
Es ist aber auch so, dass der Körper Substrate braucht in Form von Omega6-Fettsäuren, um daraus erst Omega3-Fettsäuren zu bauen. Das sorgt vielleicht erstmal zur Verwirrung, entbehrt aber nicht der Tatsache, dass Linolsäure gebraucht wird. Auch therapeutisch wird diese eingesetzt bei rheumatischen Beschwerden (s. zB. Nachtkerzenöl und Borretschöl).

Aber es soll hier ja um Omega3-Fettsäuren gehen.
Maßgebend dafür sind analytische Kriterien, wie sie anhand des HS-Index festgelegt worden sind.
das bedeutet:
-HS-Index (sollte idealerweise zweistellig sein; wünschenswert wäre ein Index >12. Toxische Nebenwirkungen konnten bisher nicht beobachtet werden; dadurch, dass Tests oftmals bedauerlicherweise falsch durchgeführt werden, ist das schon ein Problem, auch wenn Tests gemacht werden. Was auch zunehmend selten der Fall ist. Die Menschen wissen also nichts von ihrem Mangel…). Ein einmalig durchgeführter Test ermittelt außerdem nur einen momentanen Stand der Dinge und ist in Abständen zur Sicherheit idealerweise wiederholbar. Auch um nachzuweisen bzw. zu bestätigen, das und ob sich etwas tut bzw. getan hat.
-Verhältnis gesättigte zu ungesättigten Fettsäuren (wobei ungesättigte Fettsäuren auch Trans-Fettsäuren sein können!)
-Verhältnis gesättigter zu einfach ungesättigten und einfach ungesättigter zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren
Hier wird es meistens schon komplexer und komplizierter nachzuweisen, welche Fettsäuren eigentlich schädlicher sind bzw. ob sie im Körper durch eine entsprechend oxidative – elektronenarme – Stoffwechsellage erst gebildet werden.

Der letztgenannte Aspekt legt in einem ersten Impuls vielleicht nahe, MEHR Omega3 einzusetzen, um die Stoffwechsellage zu entspannen und eine antientzündliche Stoffwechsellage zu erreichen.
Aber: ist das wirklich so?
Schauen wir uns das einmal genauer an.
Auch anhand der Kategorisierung von den gängigen Fettsäuren, die zum Stoffwechsel des Omega3 beitragen.

Allgemein ist es so, dass Omega3-Fettsäuren zu einem besseren Verhältnis von Omega3:Omega6 beitragen. Dazu zählt auch die Alpha-Linolensäure, die nicht immer einen guten Namen hat.
ABER: sie kann die Funktionen von EPA und besonders DHA nie ersetzen (!). Außerdem ist die Konversionseffizienz von alpha-Linolensäure zum EPA schon schlecht und weiter zum DHA noch schlechter, so dass Alpha-Linolensäure eigentlich nur brauchbar ist als Grundstoff bzw. einer Art Lückenfüller für einen besseren Omega3:Omega6-Wert. Damit ist keine biologische Funktion von EPA, DHA oder anderen höher ungesättigten Fettsäuren möglich (ja, die gibt es auch noch…).

Linolsäure (18:2; gemeint ist hier mit 18 die Zahl der Kohlenstoffatome und 2 die Anzahl der Doppelbindungen – beide in cis-Konfiguration) ist deshalb auch ein Grundstoff für den Fettsäurestoffwechsel, weil daraus mehrfach ungesättigte Fettsäuren entweder enzymatisch oder anders biochemisch hergestellt werden können.
Allerdings ist Linolsäure eine Omega6-Fettsäure – wenn auch eine ‚gute‘, d.h. eine mit potentiell schmerzlindernder und entzündungshemmender Wirkung. Das soll nur eins der wenigen Beispiele sein, dass man nicht pauschal sagen kann ‚Omega6 ist durchweg schlecht‘.
Es ist eben nur ein Beweis dafür, dass der Stoffwechsel der Fettsäuren ein komplexer ist. Und dass diese Ausnahme die allgemeine Erkenntnis nicht infrage stellt, dass eine zu hohe Belastung mit Transfettsäuren und Omega6-Fettsäuren eine proentzündliche Stoffwechsellage unterhalten.

Alpha-Linolensäure (nicht zu verwechseln mit gamma-Linolensäure) ist die einfachste (18:3) Omega3-Fettsäure, die in zB. Leinöl enthalten ist. Alpha meint hier die Omega3-Fettsäure (während gamma die entsprechende Omega6-Fettsäure meint).

EPA Eicosapentaensäure ist im eigentlichen Sinne eine der beiden oft genannten bzw. auch gemeinten Omega3-Fettsäuren (20:5). Sie hat vor allem antioxidative entzündungshemmende Eigenschaften.
Sie kommt oft zusammen vor mit DHA.

DHA Docodahexaensäure ist die eigentlich interessantere, aber von allen Omega3 Fettsäuren empfindlichste Omega3-Fettsäure. Sie ist wie EPA auch licht, und tempertaturempfindlich und sollte gekühlt gelagert werden. Die Tatsache, dass sie vor allem in Kaltwasser-Fettfischen vorkommt, zeigt eindrucksvoll auf,. Das die Erwärmung der Weltmeere keine gute Basis für diese Fische darstellen und dass etwa Industrieabwässer schon deswegen toxisch werden können, weil die Temperatur der Gewässer verändert wird (!).

Welche Konsequenzen hat das für die Gewinnung und was ist noch diesbezüglich wichtig?

Je frischer der Fisch, umso gehaltvoller das Öl.
Diese einfache Formel wird leider oft nicht beherzigt. Durch längere Lagerung und unterbrochene Kühlketten entstehen so mehrere Qualitäten bzw. deutlich kategorisierbare Qualitätsunterschiede. Das ist ähnlich wie beim Olivenöl, wo es ebenfalls mehrere Qualitätsstufen gibt, die aufgrund ungeeigneter Erntezeitpunkte, langen Transportwegen und Verarbeitungssubunternehmertum basieren. Ein sehr sensibler Bereich, der Probleme aufwirft jenseits von der heute ‚üblichen‘ Belastung mit Schwermetallen wie Aluminium, Quecksilber, Cadmium, Mikroplastik & Weichmachern (alles unter 2 µm findet Eingang in die Nahrungskette!, ggf. auch: ‚Giftung‘ durch Glucuronsäure), Pestiziden (sind meist fettlöslich!), Medikamenten und vielen weiteren Toxizitätsquellen aus Schweröl, Verklappen von radioaktiven Substanzen und Farbstoffen aus der Textilindustrie. Die Liste ist sehr lang, hat aber auch vielfältige und genau so lange Listen mit Auswirkungen auf weiterhin in Fischen enthaltene Inhaltsstoffe, die uns eigentlich guttun sollten.

 

Das fängt eigentlich schon bei den Algen an: beispielsweise Hämatococcus pluvialis ist zB. eine Quelle für Astaxanthin – ein Vitamin A-Abkömmling, der nicht nur in dieser Alge vorkommt, sondern auch im Lachs und dem Gefieder des Flamingo.
dieses potente Antioxidans wird durch vorgenannte Toxine zunichte gemacht; kommen dann noch schlechte Lagerungsbedingungen des gewonnenen Algenöls dazu, kann das dazu führen, dass die Wirkung der eigentlich guten Inhaltsstoffe sich ins Gegenteil verkehrt oder zumindest die ‚gute Wirkung dahin ist. Das gilt im Übrigen auch für Studien, die damit durchgeführt werden; hier wäre maximale Sorgfalt anzuraten. Es entzieht sich selbstverständlich, meiner Kenntnis darüber – und ich möchte auch nicht pauschal alle Omega3-Produkte als schlecht darstellen oder Studien infrage stellen – das pauschal zu verurteilen. Aber die Benennung der Problematik bei der Handhabe der Öle gehört einfach dazu.

Interessanterweise sind alle der oben angeführten Toxinquellen bekannte Hormongifte, die auch bereitwillig mit Fetten und besonders DHA reagieren können, wobei DHA auch auf das Hormonsystem großen Einfluss hat.

Algen haben nichtsdestotrotz auch eine weitere bekannte Eigenschaft: ein hohes Detoxpotential.
Das ist nicht nur den zusätzlichen fettlöslichen Substanzen geschuldet. Die am Stoffwechsel teilnehmen, sondern das berührt eine weitere Eigenschaft meines Lieblingsspurenelements: die meisten Algen – insbesondere Kieselalgen – akkumulieren Kieselsäure. Diese Kieselsäure kann wie schon mehrfach betont auch an Proteine und Fette binden, so dass hier naturgemäß schon eine ‚Entgiftung‘ der Alge selbst stattfinden kann. Sofern sie Gelegenheit hat, Kieselsäure in löslicher Form zu akkumulieren.
Weiterhin sind Algen mit Bakterien verwandt; das hat wiederum mit dem Entstehungsprozess der Erde und einfachsten Lebensformen zu tun.

Empfehlenswert wäre für die Gewinnung von Algenöl also gleichfalls eine von der aluminiumhaltigen Atmosphäre weitgehend abgeschottete Wachstumsbedingung – was auch weitgehend erkannt wurde und realisiert wird (obwohl es im Mainstream bei weitem noch nicht angekommen ist. Aber das kennen wir ja schon von den Erlebnissen und Berichterstattungen der letzten 3 Jahre…).

Standards einzuführen, in denen ‚Grenzwerte‘ krebserregender Substanzen immer weiter hochgeschraubt werden, ist keine Lösung, sondern verlagert die Problematik in Bereiche der Ökologie, die wir mittel- und langfristig nicht mehr bewältigen können.
die düsteren Aussichten: ein globaler Exitus viele Pflanzen-, Insekten-, Tierarten und an der Spitze der Nahrungskette auch des Menschen. Die Frage ist, ob wir das wollen und das Ruder herumreißen.
Das ist kein optionales Szenario, an dem politisch nach Belieben herumgeflickt werden kann.
Die Zeit läuft. Nutzen wir sie? Haben wir die Bedeutung von Omega3 erkannt?

Ganz früher gab es Lachse in Rhein und Donau. Und vielleicht auch an Zuflüssen.
Fischessen war ein Armenessen; der Inbegriff des armen Menschen war der Fischer.
Weil es das im Überfluss gab. Und weil alles bio war und die Fische sauber (bio ist nur ein vom Menschen geschaffenes Konstrukt zur Fata Morgana des Sicher-Fühlens).
Und heute?
Durch intensives Leerfischen und Überfischen – viel mehr als wir brauchen – der Meere und Flüsse ist der Lachs vorübergehend vom Aussterben bedroht oder verschwand zumindest hierzulande von der Bildfläche…

Der nächste Aspekt, der bei Omega3 eine Betrachtung verdient ist wie schon betont die Verarbeitung. Das betrifft nicht nur die Öle an sich, sondern fängt schon auf See an: welcher Fisch, wann und wie gefangen, Kühlketten, Verwendung verschiedener Organe, Weitertransport, ggf. Verwendung als Vollspektrum-Öl (da gibt es auch genügend Missverständnisse), ggf. Erweiterung des Fettsäurenspektrums, Nutzung des Kompletten Fisches (oder wird nur die Leber verwendet?) und vieles weitere.
Von Fangzertifizierungen und Fanggebieten wird viel berichtet; wie dagegen die Praxis und das Einhalten der Vorgaben funktioniert, hängt von der Überprüfung ab und liegt in der Hand weniger Fangflotten, die meist in den Nordmeeren ihrem Geschäft nachgehen. Ob das wirklich nachhaltig ist, kann Ottonormalbürger gar nicht beurteilen.

Das gilt auch und vor allem für Krillöl, dessen Fang, Verarbeitung und Nutzung einen erheblichen Eingriff in die Nahrungskette von Kaltwasserfischen bedeutet.
Persönlich würde ich schon wegen der hohen Preise zu einer Alternative (–> Algenöl plus Astaxanthin) greifen.

Ein letzter Punkt den ich erwähnenswert finde: der Veresterungsgrad der Fettsäuren. Das spielt auch bei Omega3-Fettsäuren eine Rolle; also kurz gesagt: wie stark sind die Carbonsäuren an zB. Glycerin gebunden, wie hoch ist der Phosphatanteil/Phosphatidylcholin-Anteil, sind evtl. fettlösliche Kollagenanteile zusätzlich enthalten oder zugemischt werden (wobei der Definitionsspielraum für die Anteile des Kollagens denkbar groß ist. Dazu gehören bekanntlich auch fettlösliche Vitamine).

Die Verarbeitung ist nicht immer negativ zu sehen, sondern auch im Sinne einer Aufkonzentrierung der guten und die Eliminierung der schlechten Bestandteile.
Zum Beispiel können die Knochen der Fische genutzt werden um ein hochwertiges Kollagen herzustellen, das eigentlich ein ‚Abfallprodukt‘ ist.
Auch die bereits angesprochene Erweiterung des Fettsäurespektrums ist möglich. Hierzu eignen sich verschiedene Öle, die aber hier nicht ausführlich besprochen werden können.
Ein Beispiel ist ein gutes Olivenöl (für das leider keine Health Claims existieren). Aber auch andere Polyphenole können nicht nur zum verbesserten Wirkspektrum beitragen, sondern auch die Haltbarkeit der Öle verlängern. Damit ist NICHT ein allenfalls sensorisch wirksames Citrus- oder Orangenöl gemeint.
Möge dieser Artikel so manchen Anwender zum Nachdenken bringen.

Über die Wirkung von Omega3 könnte ich separat ganze Seiten schreiben.
Das ist schon deswegen wichtig, weil die Entstehung des Lebens im Meer stattfand und Algen als Omega3-Lieferanten genau so eine wichtige Rolle gespielt haben wie das unscheinbare Silizium in Form löslicher Kieselsäure. Das wusste schon Prof. Hugo Schulz, aber auch Prof. Butenandt.
Es gehört für mich definitiv zu den Sachen, die absolut essenziell sind und nicht entbehrt werden können.

Lit.:
1. Zur Nomenklatur:
https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%91-Linolens%C3%A4ure
2. https://www.nature.com/articles/s41893-020-0567-9
https://jnanobiotechnology.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12951-023-01830-5
3. Studienlage listet alleine 1075 Studien nach schulmedizinischen Kriterien (RCTs) zu den unterschiedlichsten Kriterien auf (abgerufen am 14.09.2023). Link: RCT-Studien zum Thema Omega3 – Fettsäuren
4. Synergie von Silizium und Olivenöl anhand von Studien, Inhaltsstoffanalysen und praxisnahen Überlegungen
5. Zur Testung und zum HS-Index 

Phytinsäure kennen vermutlich die meisten.
Was ist das eigentlich und wie sind die Zusammenhänge mit Silizium?
Was muss ich tun, um die Phytinsäure besser zu vertragen, damit nicht immer die Mineralien gebunden werden?
Solche Meinungen herrschen vor.

Dazu möchte ich einen kleinen Exkurs geben.

Phytinsäure ist nichts anderes als die phosphorylierte Version von Inositol.

Inositol ist seinerseits ein Cyclohexanhex-ol, also eine Art Zuckeralkohol. Oder wie ein Glycerin gebaut, nur halt aus sechs Kohlenstoffatomen bestehend und ebenfalls sechs OH-Gruppen, die maximale Wechselwirkung mit anderen Stoffen gewährleisten.

DESHALB ist Inositol auch ein second messenger und wurde früher als Vitamin bezeichnet. Heute ordnet man ihm eine Art Vitaminoidfunktion zu; also eine Transport- und Botenfunktion.

Jetzt zu der Phytinsäure.
Phosphat kann mit Inositol reagieren, und zwar bis zu sechs Mal.
Dabei bildet sich ein Phosphatspeicher am Inositol, der abhängig von der Phosphatsättigung unterschiedliche Eigenschaften hat: biochemisch, regulatorisch, bzgl. des Ca-Haushaltes uvm.
Also hat das damit auch Einfluss auf den Mineralienhaushalt, die Muskelfunktion etc.pp.
Deshalb wird Inositol auch als Myo-Inositol bezeichnet. Weil es eben auch auf den Muskelstoffwechsle erheblichen Einfluss hat.
Auch das macht es zu einer beliebten Nahrungsergänzung.
Die funktionalisierte Version definiert es als Transporter nicht nur für Phosphat, sondern auch für alle Stoffe, die Phosphat mögen; Ca wurde schon genannt. Aber auch Eisen hat hier erheblichen Einfluss; schon deswegen, weil Eisenphosphate normalerweise ziemlich unlöslich sind.
Die Möglichkeit der Sättigung von phosphathaltigen Strukturen mit Kieselsäure und deren wechselseitiger Austausch lassen hier viele Möglichkeiten einer interessanten Interaktion offen und damit auch eine möglicherweise entscheidende Auswirkung auf die Bildung und Menge von Phytinsäuren.
So wäre der negative Einfluss einer Überladung mit Phosphat aufgrund von Überdüngung zu minimieren durch einfache Zugabe von Kieselsäure zu einem guten Dünger. Das gilt für Pflanzen, aber auch bei Tieren und Menschen könnten damit Nahrungsmittelunverträglichkeiten minimiert werden. Die Wirkung ist vermutlich jeweils sehr individuell, weil die Stoffwechselpfade jeweils sehr unterschiedlich sein können und außerdem ernährungsabhängig sind.

Ein schönes Beispiel für epigenetische Beeinflussung durch Variation der Umweltbedingungen.

alleine diese wenigen Überlegungen bieten unglaubliches Potenzial.

Das ist im Übrigen nicht nur biochemisch möglich, sondern auch über den Austausch mit weiteren phosphathaltigen Strukturen auf recht unübersichtlich genetischer Ebene; hier spielen alle Strukturen eine Rolle, die phosphathaltig sind.
Angefangen beim ATP, aber auch beim cAMP als second messenger (das eine enge Verbindung zum Silizium aufweist!), aber auch zu phosphathaltigen Nukleobasen(bestandteilen), der RNA-Familie sowie der DNA.
Schon Iler und Voronkov (und in zeitlicher Folge weitere Wissenschaftler) konnten zeigen, dass phosphathaltige Strukturen der DNA mit Kieselsäure gesättigt werden können.
Wobei man in vitro-Versuche von denen in vivo dringend unterscheiden muss!
Die Regulationsprozesse hier sind weitgehend unbekannt; man weiß lediglich, dass die Sättigung bis ca. 5% betragen kann – in bezug auf die DNA.
Bei anderen Vitalstoffen und körpereigenen Strukturen wie Kollagen sind die Mengen nicht bekannt.
Die weitreichenden Auswirkungen dieser Feststellung ist noch gar nicht vollumfänglich erfasst; auch ist das Thema Lektine nur ein Beispiel für die Funktionalisierungsmöglichkeiten.
Ein weiteres ist zB. der Phytylrest im Chlorophyll.

Das lässt ohne weiteres den Schluss zu, dass Pflanzen Kieselsäure als ‚Dünger‘ brauchen, um zu wachsen. Das ist offenbar verlernt oder gewaltsam aus den Köpfen der meisten Menschen verdrängt worden.

Ein weiteres Detail in bezug auf Inositol ist die recht überrschende (?) Erkenntnis, dass es eine wichtige Rolle spielt in der Fruchtbarkeit von Eizellen und Sperma.
Eine vielleicht nicht zu unterschätzende klitzekleine und relativ neue Erkenntnis, die sich auch auf Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane erstreckt, also etwa PCO, Prostataprobleme oder allgemein Keimdrüsen.

Fazit
MIr ist zunehmend unverständlich, warum man die wertvolle Synergie von Vitalstoffen eher verteufelt als einzugestehen, dass wir mit damit oftmals mehr oder überhaupt erst mehr erreichen können als mit der ‚Goldstandardmedizin‘, die bisher allenfals symptomatische Erfolge in der Akutmedizin gebracht hat.

Literatur (Auswahl):
1. Akruti Shah, Shubhra Ganguli, Jayraj Sen and Rashna Bhandari; J. Indian Inst. Sci., VOL 97:1, 23–40 (March 2017).
https://files.core.ac.uk./pdf/4786/191374581.pdf .
2. Regulation of plant biotic interactions and abiotic stress responses by inositol polyphosphates (Review).
Esther Riemer, Naga Jyothi Pullagurla, Ranjana Yadav, Priyanshi Rana, Henning J. Jessen, Marília Kamleitner,
Gabriel Schaaf and Debabrata Laha; Front. Plant Sci., 11 August 2022
Sec. Plant Pathogen Interactions Volume 13 – 2022 | https://doi.org/10.3389/fpls.2022.944515 .
3. Tu-Sekine, B.; Kim, S.F. The Inositol Phosphate System—A Coordinator of Metabolic Adaptability.
Int. J. Mol. Sci. 2022, 23, 6747. https://doi.org/10.3390/ijms23126747 .
4. Vucenik, I. Bioactivity of Inositol Phosphates. Molecules 2021, 26, 5042. https://doi.org/10.3390/molecules26165042 .
5. Marco M. Tsui and John D. York; Adv Enzyme Regul. 2010 ; 50(1): 324–337. https://europepmc.org/article/MED/20006638 .
6. R. K. Iler, The Chemistry of Silica, Wiley 1979.
M.G. Voronkov, Silizium und Leben (übersetzt von K. Rühlmann), re-ed. de Gruyter, 2022.
7. B. Alonso; E. Belamie, From nano-to micro-particles of polysaccharide-silica composites through self-assembly and sol-gel processes in:
Biocompatible Hybrid Oxide Nanoparticles for Human Health, 86-104 (2019).

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/B9780128158753000060?via%3Dihub .

8. Scaglione M, Leone MC, Mugavero M. The multiple roles of inositol in fertility and newborn outcomes. Acta Biomed. 2022 Dec 16;93(6):e2022344. doi: 10.23750/abm.v93i6.13788. PMID: 36533741; PMCID: PMC9828912.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36533741/
9. Gambioli R, Forte G, Buzzaccarini G, Unfer V, Laganà AS. Myo-Inositol as a Key Supporter of Fertility and Physiological Gestation. Pharmaceuticals (Basel). 2021 May 25;14(6):504. doi: 10.3390/ph14060504. PMID: 34070701; PMCID: PMC8227031.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34070701/

Ich werde immer häufiger danach gefragt; deshalb hier mal ein kurzer Beitrag, der im Lauf der Zeit ganz sicher noch erweitert werden wird.
Einmal ist es das vierthäufigste Element der Erdkruste.
Warum ist ein Mangel so häufig, vor allem bei Frauen?
Und wie funktioniert der Stoffwechsel von Eisen überhaupt?
Ist eine orale Substitution sinnvoll oder kann sie auch schaden?
Was ist mit Infusionen?

Die Antworten auf viele Fragen

Zunächst müsste man sich die Funktion von Eisen anschauen, den Ort der ‚Bioverfügbarmachung‘ und den der Aufnahme und Speicherung sowie der Verteilung im Körper.
Es gibt bereits gute webseiten und Zusammenfassungen, die ich hier NICHT wiederholen werde.
Allerdings hat Eisen einige Features, die durchaus nähere Betrachtung verdienen und so einiges erklären.
Erstmal ist Eisen eher in tierischen Lebensmitteln. Ja, wirklich?
Es gibt viele Pflanzen, die ebenfalls sehr eisenreich sind.
Nicht nur Spinat, sondern auch grünes Gemüse, Braunhirse und Papayablatt sowie einige Wurzelgemüse wie Rote Bete.

Abhängig von der Matrix wirken Eisen(II) = Ferro-Verbindungen als Reduktionsmittel; Eisen(III) = Ferri-Verbindungen als Oxidationsmittel.
Zudem kann Eisen (III) ‚kolloidal altern‘ (s. Siliziumbeiträge) und wird als Oxid zunehmend unlöslich. Rost eben.
Speicher liegen vor allem in der Leber. (Man könnte also auch sagen, dass die Leber ‚rosten‘ kann).
Das lässt erahnen, dass nicht die Menge des Eisens ausschlaggebend ist, sondern der Stresszustand des Körpers.
Gemäß den Erklärungen, die zB. Dr. K. Probst geliefert hat, brauchen wir einen reduktiv-basischen Zustand
a) der Zellen,
b) der Zellzwischenräume (ECM, s. Pischinger Raum) und der Gefäßflüssigkeiten.
Das kann beschrieben werden mittels der Nernstschen Gleichung.
Die näheren Ausführungen lasse ich mal noch für ein späteres Buch oder Kapitel.

Die Aufnahme ist begrenzt durch die Magenfunktion, hier vor allem die Magensäure und Pepsin: eine genügend gute Funktion der Protonenpumpen ist erforderlich, um Eisen in den zweiwertigen Zustand zu bekommen.
Eine salzsaure Lösung ist quietschgrün, bedingt durch das zweiwertige Eisen, das in diesem Milieu absolut löslich ist.
Haben wir zu wenig Magensäure, funktioniert dieser einfache Prozess nicht und es wird potentiell weniger aufgenommen, da auch weniger löslich ist. Die Magensäure hat nämlich auch die Aufgabe, das Eisen aus den gebundenen Strukturen zu lösen – mittels der Kooperation mit Enzymen.
Außerdem sollte die Magensäure immer im Gleichgewicht mit der Magenschleimproduktion stehen.
Oder anders gesagt: es ist ein Gleichgewicht zwischen Säure, Magenschleim und Enzymen erforderlich für eine gute Verdauung und einen guten Eisenstoffwechsel.
Auch Vitamin C hält Eisen im zweiwertigen Zustand, ist aber selbst meist sauer – in Form der Ascorbinsäure deutlich saurer als in natürlicher Form (zB. Hagebutten, Sanddorn…).
Die Aufnahme findet im proximalen Dünndarm statt.
Hier muss vor allem die Bauchspeicheldrüse Hochleistung erbringen, denn sie ist verantwortlich für den Puffer, der die Magensäure neutralisiert und in den schwach basischen pH bringt, demit die Pankreasenzame – Lipase, Amylase, Trypsin etc. – optimal funktionieren können.

Fehlt diese Pufferkapazität, entgleist der pH und weder genug Magensäure kann produziert werden (über Protonenpumpen, die ihrerseits ATP-abhängig sind und damit auch siliziumabhängig!), aber auch die Neutralisierung der Magensäure funktioniert nicht mehr.
Das zeigt sich in der Praxis so, dass saure Speisen auf den Magen schlagen. Nicht nur weil die Magenschleimhaut schlecht aufgestellt ist, sondern weil auch potenzielle Pathogene wie Helicobacter zunehmend leichtes Spiel haben.

Ein weitere Aspekt ist aber viel interessanter: durch die fehlende antioxidative Kapazität im Körper findet eine Oxidation von Eisen(II) zu Eisen(III) statt und die sogenannte Fenton-Reaktion unter Beteiligung von OH-Radikalen setzt ein.
Damit gerät das System insgesamt aus dem Gleichgewicht und das Eisen landet in der Leber, wo es potenziell Schaden anrichten kann. zB-. Eisenspeichererkrankungen wie Hämochromatose sind die Folge. Oder in einfach: die Leber ‚rostet‘.

Dazu kommt, dass andere dreiwertige Ionen um das Eisen konkurrieren – allen voran: Aluminium aufgrund der Häufigkeit der Aufnahme.
Al an sich ist oxidierend und ein zusätzlicher Elektronenräuber (Träger eines Superoixidanion-Radikals).
Aluminium setzt sich leider u.a. an Positonen im Ferritin, die nur schwer wieder zu entfernen sind.
Eine Lösung wäre, den oxidativen Stress zu minimieren mittels einer Siliziumsubstitution in der richtigen Menge und löslicher Form.

Die Betrachtung dieses Phänomens aus der Chemie ist überaus interessant: es gibt ‚Butterfly‘-Verbindungen, die wahlweise echte Oxo-Verbindungen sind – wie etwa in Fe4O2-Clustern, aber auch OH-Gruppen sind hier möglich.
Das erklärt die quellende Eigenschaft, die der Korrosion von Eisen zugrundeliegt. Korrosion braucht Wasser.
Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das in unserem Körper anders wäre.
Damit ist aber auch klar, dass Eisen in der falschen Oxidationsstufe ein Wasserräuber ist. (Silizium hingegen ist ein Wasserspender bzw. Wassergeber)

Methämoglobin – Ein großes Thema
Ein riesengroßes und unverstandenes Thema ist die Bildung von Methämoglobin, also oxidiertes Hämoglobin.
In diesem Zustand verliert Hämoglobin die Fähig,keit, nennenswerte mengen an Sauerstoff zu speichern, was zu akutem Sauerstoffmangel führt. Unmittelbar direkt betroffen davon ist das Herz: messbar an der Sausretoffsättigung voia Partialdruck.
Normal sind hier Werte über 97%, optimal besser.
Sinkt die Sauerstoffsättigung, verliert der Körper an Stoffwechselleistung, Körpertemperatur und es folgen wie gesagt Herzprobleme und nachfolgend Verwirrungszustände, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung.
Dann ist dringender Handlungsbedarf gegeben (Gabe von Sauerstoff nasal oder je nach Zustand weitere intensivmedizinische Maßnahmen).
Aber wir wollen uns hier auf Pävention konzentrieren; das erscheint mir vor dem Hintergrund möglicher Komplikationen und weit verbreiteter Eisenmängel angebracht.

Weitere Elemente, die mit Eisen konkurrieren

Eisen hängt mit weiteren Spurenelementen wie Kupfer und Zink zusamen, mit denen es dosisabhängige Synergien, aber auch Antagonismen hat.
Es ist lebensnotweniger Bestandteil von Hämoglobin, Bilirubin, Hämosiderin usw.; wir brauchen nicht nur ausreichende Mengen, sondren auch vor allem funktionierende lokale Ökosysteme und funktionierende Enzyme, um Eisen transportieren zu können.
Denn Eisen hat noch weitere Funktionen, zB. steht es in engem Zusammenhang mit der Schilddrüse und entsprechenden Peroxidasen.
Auch hat es mit Magnesium enge Verboindungen, denn Hämoglobin und Chlorophyll besitzen den gleichen Grundkörper.
Weiterhin gibt es Synergien/Konkurrenzen mit freiem Magnesium (zweiwertig gegen zweiwertiges Eisen) und Chrom (3wertig gegen 3wertiges Eisen, ggf. auch im Zusammenspiel mit dem deutlich häufigeren Aluminium. Dazu gibt es wenig bis keine Literatur; außer dem Vergleich der Ionen und Kovalenzradien, die ich aber hier nicht aufführen möchte. Bitte die Lehrbücher der Chemie dazu lesen).
Hier ist noch eine ganze Menge unverstanden, um ein wirklich gutes Produkt oder eine Naturstoffmischung so zu kreieren, um den Eisenstoffwechsel besser zu machen.
Weiterhin ist Zink und Eisen im Körper die Basis für schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein, aber auch anorganische und ‚organische‘ Formen sind speicher (so genannte Eisensulfid-Nanocluster. Dasselbe bzw. Ähnliches gilt für Zink und Kupfer).

Fazit

Der Eisenstoffwechsel ist überaus komplex und hängt nicht von der zugeführten Menge, sondern eher den lokalen Umweltbedingungen im Körper ab.
Die wichtigsten Synergeten liegen recht nahe beieinander: Silizium und Vitamin C.
Das ist auch deswegen so, weil die sog. Prolylhydroxylase von Silizium, Vitamin C und eben Eisen abhängt. Und weil Frauen hier leider im Nachteil sind, da sie einen erhöhten Eisenbedarf haben (nicht nur in Schwangerschaft und Stillzeit oder während der Periode), sondern auch bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Endometriose oder Blutungen anderer Genese. Das betrifft übrigens auch die Herren der Schöpfung., wenngleich seltener (zb. Darmblutungen und blutende Magengeschwüre)
Das wirft weitere Fragen auf – Fragen, die nach Antworten verlangen.
Denn anämische Stoffwechsellagen braucht niemand. Oder ein PMS aufgrund eines Eisenmangels und entgleister Hormonstoffwechsellagen.

Literatur (Auswahl):
1. http://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Eisen/
2. http://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Eisen/Lebensmittel.html
3. https://www.eesom.com/ernaehrung-stoffwechsel/ernaehrung/nahrungsbestandteile/spurenelemente/eisen/
4. Beitrag in Orthomolekulare Therapie: hypoallergen! von Dr. P.H Volkmann, vbn-Verlag, 2006.
5. R.K. Iler; The Chemistry of Silica, Wiley, 1979.
6. als Kontrastexperiment: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisen-Stoffwechsel

Ich habe mich dazu entschieden, einige meiner Mindmaps als Impuls zu veröffentlichen, um einige wirklich fundamentale Erkenntnisse über Mikronährstoffe – alleine oder im Verbund – zu verdeutilchen.
Das ist eine sehr konzentrierte Zuammenfassung der wichtigsten Verbindunge, für die ich auch jede Menge Literatur im Hintergrund horte.
Weitergabe bzw. Verwendung nur unter Nennen der Quelle ausdrücklich erlaubt.
Danke!

-wird weiter ergänzt-

Silizium WirkungenMagnesiumSi-Magnesiumgruppe_Wichtigkeit und generelle Substitution-23

Magnesium

Silizium Wirkungen

 

 

Was brauchen wir dazu?

D3, K2, Magnesium…
ja – richtig. Aber wie viel jeweils – und was genau NOCH? In welcher individuellen Kombination?
Wie funktioniert der Ca-stoffwechsel (der nur ein Teil des Knochenstoffwechsels ist…) wirklich? Und was hängt da unmittelbar dran?
Was sind die kritischen Vitalstoffe?
Das scheint unbekannt oder bestenfalls ignoriert zu werden.

Was wir wirklich brauchen:

-eine gute Funktion der Alkalischen Phosphatase
-genug ‚Kraft‘ oder ‚Immunsystem‘, um das Ca dahin zu befördern, wo es hingehört. in die Knochen.
-genug Bewegung, um das ‚Piezoelektrik‘-System Knochen zu stärken und die Zuleitung über die ECM zu fördern.
-Kollagen (btw.: was ist Kollagen? Glucosaminoglykane, Zuckeramine, Hexosamine, Proteoglykane, Verbindungsproteine…Vitamin C, Magnesium, Phosphat, Calcium, Zink, Schwefel…Bor, Selen, Vitamin A/E, Omega3-Fettsäuren).
-Tages-Licht (!) zur Aktivierung von Vitamin D und weiteren Cofaktoren wie Selen, Zink und: Silizium sowie Chlorophyll (eben die Biophotonenträger. Auch wenn viele immer noch behaupten, dass Licht gleich Licht ist: bitte besser in der Schule aufpassen und aktuelle Publikationen genauer lesen.).
-genügend Entspannung und möglichst wenig Stress, insbesondere Elektrostress.
-eine ausreichende Schilddrüsenfunktion (!), das betrifft nicht nur die Nebenschilddrüsen und Parathormon!
Das sind weit mehr als selbst komplementärmedizinische Kanäle und Portale transportieren (es ist gut, dass es derartiges gibt, aber sie vergessen ALLE die Kieselsäure!, zB. vitamind.net oder grassrootshealth).
Und es wird hier schon bestenfalls unübersichtlich; viele schalten hier ab und machen weiter wie vorher, was sich fatal auswirkt und das Problem am Leben erhält.

Wie viel brauchen wir von was? Und wo liegen die Grenzen des Verträglichen? Wann wird es wirklich toxisch?

Das sind entscheidende Fragen, die aber auch individuell zu beantworten sind. Ggf. kinesiologisch austesten (lassen) oder im Selbstversuch herausfinden. (Eine Gießkannendosis eines Antibiotikums oder Immunsuppressivums wird auch nicht ausgetestet, sondern einfach über unsere Köpfe hinweg verordnet. Warum eigentlich…?)

Also:
der Knochen ist ein lebendiges System, was mikroskopisch wie ein Schweizer Käse aussieht. Je feiner die Poren und je besser die Knochendichte (ein messbarer Parameter), desto besser. So die vorherrschende Meinung.
Ist aber bei genauerem Hinsehen Makulatur, denn: es gibt auch einen degenerativen Knochenumbau, der zB. bei Hypercalcämie und vermehrtem E-Smog geschieht (s. Martin Pall, Magda Havas uvm.), der auch stressbedingt geschieht und sich zB. in einem Hallux valgus oder Ähnlichem äußern kann (Fersensporn, Überbein etc.).

Das sind dann auch schon Gründe, warum D3, K2, Mg, Vit. A, Zink etc. nicht wirken. Weil sie nicht ankommen können.

Wie viel wir normalerweise brauchen:

D3:
Einige groß angelegte epidemiologische Studien der letzten Jahre zeigen, dass wir 10-15000 IE D3 problemlos vertragen. Ohne Nebenwirkungen. Daran hängen entsprechend ‚gesunde‘ Spiegel (zB. > 80 ng/ml). Details s. entsprechende Literatur (zB. vitamind.net; das ist aber keine erschöpfende Info).

Silizium scheint eine direkte Beziegung zu Vitamin D zu haben. Stichwort OH-Stoffwechsel und Hydroxylierung…

K2:
Leon Schurgers – ein führender K2-Forscher seit vielen Jahren – bedauert bis heute, dass wir keine RDI für Vitamin K2 haben (Osteocalcin, Matrix-GLA-Proteine, aber auch AP und weitere Proteine und Gene, die darüber eschaltet werden!)
Wie viel wir vertragen, zeigen die Japaner mit ihrem im europäischen Vergleich hohen Algen- und Nattokonsum.
Damit ist schon ein Bakterium verknüpft, was gemeinhin als ‚Superbakterium‘ (Zitat im Radio bei SWR2 – letztens wieder mitbekommen) gehandelt wird: Bacillus subtilis, das gerade in den Medien wieder Schlagzeilen macht in Form der Nattokinase (die nicht nur von der ssp. natto produziert wird!)
RDIs von 200 µg (ja, welches denn? MK-7 ist nur eins von vielen) sind zu kurz gegriffen (s. u.a. Übersichtsarbeiten von L. Schurgers et al. aus 2020; das mag ich hier nicht vertiefen). Sinnvolle Empfehlungen liegen mit Blick auf Praxiserfahrungen der Asiaten bei vielleicht 1 mg (eigene Praxiserfahrungen vorhanden!).

Auch hier gibt es fette Zusammenhänge mit dem Spurenelement Silizium: Si ist fettlöslich und katalysiert zB. die Carboxylierung von Proteinen – genau wie K2 (Osteocalcin…). Aber Silizium kann eigentlich noch mehjr – es katalysiert auch die Aktivitäten von Osteopontin, was speziell Apatitstrukturen auch der Zähne und des Zahnhalteapparats (auch Knochen, wenn auch Kieferknochen) stärkt bzw. festigt.

Mg
Ja, wir brauchen das. Aber wie viel – und auf welchen Kanälen (transdermal, oral, Öl, Wickel…?)?
Die wirklich gute Literatur sagt: auf jeden Fall über 500 mg elementares Mg. Meint: das was ankommen soll, nicht das, was wir einnehmen sollen (oder das, was über die Haut/Schleimhäute aufgenommen wird). Elementar meint: der Anteil Magnesium an einer Formel, also zB. 11,8% im Magnesiumchlorid-hexahydrat.

Silizium ist genau so ein Transporter für Magnesium wie für Calcium. Das wissen nur wenige.

Vitamin A
ist wie D3 in aktiver Form ein Hormon und Schleimhautvitamin Nr. 1. Tagesdosen von 20000 IE – 25000 IE werden therapeutisch diskutiert. Dabei kommt es auf die Form an (Provitamin A ist was anderes als Retinylpalmitat! oder Retinol/Retinsäuren!).
Silizium ist fettlöslich und damit natürlicherweise auch am Stoffwechsel von Retinoiden und Flavonoiden beteiligt. Das würde aber hier den Rahmen sprengen.
Nur soviel: ohne Vitamin A funktioniert auch ein Silizium nicht – und umgekehrt (s. (6)).
Zink
ist eins der imo kritischsten Mineralien überhaupt – ähnlich wie Eisen, was wir ebenfalls brauchen für einen guten Knochenstoffwechsel (hatte ich das nicht erwähnt…?).
Akut, d.h. therapeutisch werden auch weit mehr als 100 mg Zink täglich gut vertragen (wenn der Körper entsprechend geschwächt ist, dennoch aber Zink verträgt – zum Beispiel mit Vitamin C). Das ist besonders bei bakteriell-viralen Infekten so.
Ohne Zink kein Vitamin A – und ohne Zink auch keine regelrechte Funktion von Vitamin C (bzw. andersherum). Ohne Zink auch kein guter Proteinstoffwechsel (was die Kollagenbildung beeinflusst!).

es gibt sogar Studien, die eine direkte Beziehung zwischen Zink und Silizium aufzeigen (9). Die mag ich aber hier nicht explizit alle nennen – sprengt den Rahmen.

Omega3
einer der wichtigsten, aber selten genannten Cofaktoren von D3.
Wichtig für hormonelle Prozesse, für das Senken von Entzündungsfaktoren und damit dem ‚Rücken frei halten‘ für den Kollagenaufbau. Denn: Omega3-Fettsäuren beeinflussen zB. auch Cholesterin und Entzündungen (über Leukotriene).
Therapeutische Dosierungen: je nach Produkt ab 2 Gramm (laut einiger Experten, produktabhängig EPA:DHA).
Siizium ist fettlöslich und hat – genau wie Omega3 – Einfluss auf Insulin (s. auch: Enzymstoffwechsel des Pankreas).

So könnte ich fortfahren.

(wer dazu mehr erfahren will: ich biete Vorträge und Coachings zum Thema an!).

Kollagen-I ist eins der häufigsten Kollagentypen und auch im Knochen präsent. Bedeutet: wir brauchen auch Aminosäuren…
und entsprechende Enzyme (womit wir wieder bei Nattokinase wären. Das sind Enzyme, die eine Hydroxylierung von Proteinen und Aminosäuren katalysieren).

Dazu gehört auch die Prolylhydroxylase (abhängig von Si, Vit. C. Eisen). Diese ist insbesondere für eine Quervernetzung im Kollagen und Elastin verantwortlich.

Weitere Marker für Knochengesundheit?
Parathormon (hängt mit den Nebenschilddrüsen zusammen)
Serum-Ca
Alter (andere Enzymausstattung, SD-Funktion!), Stresslevel
Probleme in entsprechenden Dermatomen (s. Fachliteratur…)
Cortisongaben…
Nfk-B (!)
einen funktionierenden Vitamin-D-Rezeptor (auch: genügend davon, sonst stimmt die Ratio 25-OH/Calcitriol weder genetisch noch biochemisch).
-brüchige Nägel, Haare, Knochen, Gefäße…
(das sind KEINE erschöpfenden Auflistungen!)
Es gibt eine neue Metastudie (von 2021) mit interessanter Schlussfolgerung und Inhalt (s. weiter unten).
Aus den Patientenkohorten – immerhin mehr als 10000 – lässt sich ein RDI von ca. 25 mg Si pro Tag ableiten – in kolloidaler Form.
Was für mich aber noch wichtiger ist: eine Substitution von Si/D3/Ca ist einer Substitution D3/Ca überlegen, was die genetische, enzymatische und – nach einigen Wochen/Monaten auch die mineralische – Analytik bzw. entsprechende Marker angeht (dazu reicht eine reine Blutanalytik NICHT aus!)
Das macht Silizium auch für den Humanknochenstoffwechsel zu einem absolut essenziellen Mineral. Denn bei derartigem Bedarf darf nicht mehr von einem Spurenelement gesprochen werden.- Und esoterische Sprüche sind damit ebenfalls vom Tisch.

Silizium IST ein Cofaktor von D3. Punkt.

Mehr noch:

Auch scheint sich hier eine altersabhängige Bedarfslage zu offenbaren, die gen- und hormongesteuert ist (junger Mensch: Kollagenentwicklung. Nach Schließen der Epiphysenfugen: Mineralisierung und Ca-stoffwechsel. Außer bei Knochenbruch…?).
Wie funktioniert diese Verschaltung a) biochemisch, b) hormonell (über Wachstumshormone bzw. auch Östrogen – die beiden sind bekannt) und b) epigenetisch bzw. genetisch?

Kurzform:
eigentlich hängt all das Gesagte daran.
Und noch mehr.
Wir brauchen Silizium als Ca-Schlepper, aber auch als Ionentransporter und Wasserregulator in Form eines ‚Stoffwechselmotors‘. Und als Kollagenbildner. Als Radikalenfänger (wie das genau funktioniert, erkläre ich gerne in Vorträgen und Seminaren). Als Aufrechterhalter von pH- und Potentialgradienten – kein anderes Mineral kann das.
Eine Kombination D3-K2-Si-Mg-Ca in fettlöslicher Matrix ist – gerade in kolloidaler Form – in meinen Augen notwendig, um einen besseren Knochenstoffwechsel zu erreichen (!). Aber: es ist NICHT das Wundermittel.
Das zeigen Erfahrungswerte, aber auch genaure Betrachtungen individueller Lebensweisen.
Was kein Zufall ist: dass es derartige Produkte gibt – etwa in Form von Silicium Prime/Rilling.

Was auch kein Zufall ist: dass ich über derartige Zusammenhänge regelrechte Artikel verfasse, die in entsprechenden Journals durchaus ihren Platz finden könnten – mit vielleicht etwas Detailausarbeitung.

Daraus ließe sich problemlos ein individuell abgestimmtes Detoxkonzept erarbeiten.
Inklusive Darmsanierung mit Silicium Subtilis, einer Entsäuerung mit Silicium Plus (oder Prime), einem transdermal applizierbaren Hautöl und/oder entsprechenden Bädern/Umschlägen, die entzündliche Symptome lindern und vor allem Eintrittspforten für entzündliche Prozesse weitgehend schadstofffrei halten – im Sinne einer bakteriellen, viralen oder parasitären oder Pilzbelastung bzw. Kombinationen davon – verbessert das den Erfolg eines komplementärmedizinischen ganzheitlichen Konzepts, das taugt. Unter naturnaher biologischer Ernährung und stressreduzierter Lebensweise.

Aber bitte: individuell, weil niemand ALLE der genannten Faktoren hat. Es gilt jeweils die größten Baustellen konsequent abzuarbeiten.

(dieser Artikel wird noch erweitert werden. Zitate bitte unter Nennung der Quelle. Danke.).

Polymers 2022, 14(7), 1391; https://doi.org/10.3390/polym14071391

8. Verweis auf Beiträge zum Thema Silizium und Bacillus subtilis DSM21097 (auf dieser Seite).
9. V. V. Nasolodin, V. Ya. Rusin, V.A. Vorobev (1987); Zinc and silicon metabolism in highly trained athletes under hard physical stress (Artikel in russisch); Vaprosypitaniya 4, S. 37-39.
11. Osteopontin ist ein hydroxylapatit-bindendes Protein

Ich habe mal ein wenig im Archiv gekramt und dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die durchaus erwähnenswert sind – hier besonders die Synergie zwischen Silizium und Olivenöl. Das betrifft besonders das Olivenöl aus unreifen Oliven, das zwar ‚kratzig‘ schmeckt, aber äußerst interessante Gesundheitseffekte hat.

Diese seien im Folgenden nochmals verewigt, obwohl nicht abschließend erforscht oder gar an Studien erprobt.
Es geht hier um das Aufzeigen von Synergien, nicht um Produktwerbung (für ein Produkt das es so wie gesagt eh nicht mehr gibt).
Gefunden auf einer Seite einer Firma, die ein Produkt hergestellt hat, das es momentan so nicht mehr gibt.
Warum eigentlich?

 

Gehirnfunktion (a = Polyphenole, b = Silizium)

  1. a) Polyphenole hemmen die Oxidation von Lipiden und reduzieren die Bildung von Plaques, welche durch unser Blutsystem wandern und Blockaden bzw. eine verminderte Durchblutung unseres Gehirns verursachen. Aktuelle Studien zeigen auch hervorragende Ergebnisse in Bezug auf neurodegenerative Störungen (A, H).b) Silizium reichert sich im Gehirn in den Regionen an, die für Lernen und das Kurzzeitgedächtnis wichtig sind, also unter anderem im Hippocamus. Diese Regionen sind auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer betroffen [1]. Silizium kann dazu beitragen, Aluminium-Ablagerungen und Plaques im Gehirn zu vermindern oder zu verhindern [2]. Unser Gehirn besteht zu großen Teilen aus Lipoproteinen, an die Silizium zu bis zu 90% bindet [3].

 

Verdauungstrakt (a = Polyphenole, b = Silizium)

  1. a) Das Fettprofil von Olivenöl macht es zum einzigen Öl/Fett, welches vollständig vom Körper verdaut wird und bereits im antiken Griechenland als Heilmittel verwendet wurde. Es unterstützt in allen Stadien des Verdauungssystems und -prozesse, von der Reduzierung des Rückflusses in der Speiseröhre bis zur Verbesserung der Verdauung im Dickdarm. Es hat geruchsbindende Eigenschaften und hilft daher sogar bei schlechtem Atem (H und zit. Lit).b) Die einzigartige Funktionalisierung und zeitverzögerte Freisetzung der Wirkstoffe sorgt für eine verbesserte Aufnahme der mittelkettigen und langkettigen Fettsäuren, aber auch der Polyphenole im Olivenöl. Dies geschieht für langkettige über die Bindung an Lipoproteine, die ihrerseits Fette transportieren. Damit werden die Fette besser verwertbar; gleichzeitig werden auch (geruchsbildende) Abfallstoffe besser gebunden [3].

 

Herzfunktion (a = Polyphenole, b = Silizium)

  1. a) Olivenöl hilft dabei, einen guten Cholesterinspiegel aufrechtzuerhalten, da es eine Quelle für „gutes“ HDL-Cholesterin ist. Polyphenole hemmen/verzögern die Oxidation von „schlechtem“ LDL-Cholesterin, welches Plaques verursacht. Plaques können den Blutfluss zu unserem Herzen verringern und Krankheiten wie Herzinfarkte verursachen (C, D, H).b) Es gibt hier indirekte (die Gefäßelastizität betreffende) und auch direkte (unmittelbar auf das Herz bezogene) Effekte auf die Herzgesundheit. Indirekt wird das Herz durch gefäßschützende Eigenschaften entlastet, was schon in den 1970er Jahren gezeigt wurde.
    Direkt werden durch Stimulation der Mitochondrien=Zellkraftwerke (auch: ATP- und Q10-Bedarf, Mineralienversorgung mit Calcium und Magnesium) und Grenzflächenreaktionen Potentiale und kolloidphysiologische Gewebszustände, die für eine regelrechte Herzaktion unerlässlich sind, bestmöglich unterstützt. Zusätzlich sind hier Zusammenhänge mit kollagenbildenden Faszien (Herzbeutel) und muskelbildenden Zellen/Herzklappen besonders wichtig, da der Energieverbrauch des Herzens im Verhältnis zu der im übrigen Körper latent mit am höchsten ist. Auch hat Silizium offenbar eine bisher unbekannte ordnende und rhythmisierende Funktion auf die Chronobiologie unseres Organismus, die das Herz mit einschließt (2).

 

Oxidativer Stress (a = Polyphenole, b = Silizium)

  1. a) Polyphenole sind potente Antioxidantien der Natur und schützen Blutlipide (Fett) vor Oxidation. Dies ist auch die Grundlage der EU-weit anerkannten gesundheitsbezogenen Aussage für Olivenölpolyphenole. Oxidativer Stress ist mit einer Reihe von Erkrankungen verbunden, wie z. B. hohem Cholesterinspiegel, Herzerkrankungen, Alzheimer-Krankheit, Krebs und mehr. Die antioxidative Wirkung wird durch Vitamin E zusätzlich verstärkt.b) Kieselsäure hat radikalfangende Eigenschaften, die auf elektronenreichen – antioxidativen – Strukturen beruhen. Außerdem unterstützt es stresslindernde Mineralien wie Calcium und Magnesium in ihrer physiologischen Wirkung, indem es sie transportieren kann. Durch die hohe Wasserbindungskapazität werden weitere physiologische Kompensationsmaßnahmen unterstützt. Schließlich hat es kollagen- und bindegewebsstärkende Eigenschaften für Vitamin C und E, welche essenziell für das Bindegewebe sind, aber auch vor überhöhtem oxidativem Stress schützen können.

 

Entzündungen (a = Polyphenole, b= Silizium)

  1. a) Zu den vorhandenen antioxidativen Wirkungen haben die in nativem Olivenöl enthaltenen phenolischen Verbindungen einen ausgeprägten entzündungshemmenden Effekt. Hydroxytyrosol hemmt die Entstehung eines entzündungsfördernden Eicosanoids, Leukotrien B4, in dosisabhängiger Weise, so Petroni et al. Nach De la Puerta hemmen neben Hydroxytyrosol auch Tyrosol, Oleuropein und Kaffeesäure die Entstehung von Leukotrien B4 durch Verminderung der Aktivität des Katalysator-Enzyms 5-Lipoxygenase. Die Substanzen, die für eine Hemmung des Enzyms durch Oliven-Extrakt verantwortlich sind, sind die Inhaltsstoffe DHPE (2-(3,4-di-hydroxyphenyl)-ethanol), Oleuropein und Kaffeesäure. Ein weiterer interessanter, möglicherweise gesundheitsfördernder Effekt der Olivenöl-Phenole wird von Petroni et al. berichtet. Möglicherweise hemmen DHPE und in geringerem Ausmaß Oleuropein, Luteolin, Apigenin sowie Quercetin – ebenfalls über einen Hemmeffekt auf die 5-Lipoxygenase – die Thrombozytenaggregation und Plättchen-Eicosanoid-Entstehung in vitro.
  2. b) Allgemein entzündungshemmende, also zB. kühlende, abschwellende und schmerzstillende Eigenschaften und Anwendungen wurden für Kieselsäuren vielfach beschrieben und erstrecken sich auf ein erstaunlich breites Anwendungsspektrum, wie Arthritis, entzündliche Hauterkrankungen, Gefäßerkrankungen, aber auch zB. Gastritis, Colitis, Bronchitis, Gingivitis, Cystitis  und vielen weiteren (6). Grundlage dieser Wirkungen sind Elektronenreichtum, Wasserbindungskapazität, Oberflächenaktivität, aber auch Vermehrung von Phagozyten, B-Lymphozyten und damit eine Immunsystemstärkung

Silizium bildet in Gegenwart von Polyphenolen wie Tanninen und weiteren Modellverbindungen stabile 5- und 6fach Koordinationen (5, 7), was aufgrund struktureller Ähnlichkeiten auch bei den Polyphenolen in Olivenölen zu erwarten ist und experimentell auch in Form erhöhter Viskosität der Formulierung gefunden wird.
Das ist insofern bemerkenswert, als dass zum einen eine verzögerte kontinuierliche Freisetzung aller Wirkstoffe erfolgt, als auch Schutz und Stabilisierung der kolloidalen Natur des Siliziums erfolgt.
Gleichzeitig wird durch die Erhöhung der Koordinationszahl außerdem die Reaktivität und damit antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaft verstärkt, da reaktive antioxidativ wirksame Teilchen sich an den Oberflächen der Kolloide befinden, wie dies für Diatomeen und im Zeolith beschrieben wurde.

 

Krebs (a = Polyphenole, b = Silizium c= Squalen)

  1. a) Einige aktuelle Studien haben gezeigt, dass Olivenöl mit hohem Polyphenolgehalt eine Schutzwirkung gegen bestimmte bösartige Tumore (Brust, Prostata, Endometrium, Verdauungstrakt und mehr) ausübt. Extrakte von nativem Olivenöl zeigten eine extra ausgeprägte suppressive Wirkung auf die Aktivität der Xanthinoxidase. Hierbei handelt es sich um ein Enzym, das an der Krebsentstehung beteiligt ist. Für Inhibitoren der Xanthinoxidase ist eine chemopräventive Wirkung auf Krebszellen nachgewiesen. [I]
  2. b) Die Wiederherstellung des optimalen kolloidphysiologischen Gewebszustandes und der optimalen Membranpolarität  ist bei Krebs für die Differenzierung der Zellstrukturen besonders wichtig. Deshalb wurde es schon in den 1950er Jahren von P.G. Seeger, Leriche, Boncour in [6]  als basistherapeutisch bei Krebs befundet. Insbesondere im Zuge einer Übersäuerung und fehlender Mineralversorgung mit Magnesium, aber auch weiteren Mineralien und Spurenelementen wie Eisen, Phosphat sowie in fundamental wichtiger Funktion für Lymphe und Immunsystem scheint Silizium ein sehr wichtiges Element zu sein.
    Dabei scheinen Polyphenole im Allgemeinen die Bildung löslicher Kieselsäuren zu begünstigen [5], was die Bioverfügbarkeit potentiell verbessert.
  3. c) Mit der Nahrung zugeführtes Olivenöl scheint epidemiologischen Studien zufolge antikanzerogene Wirkungen aufzuweisen. So beträgt die Brustkrebsrate griechischer Frauen mit hoher Gesamtfettzufuhr, hauptsächlich in Form von Olivenöl, nur circa ein Drittel der Rate US-amerikanischer Frauen. Eine spanische Fall-Kontroll-Studie zeigte ein vermindertes Risiko für Brustkrebs bei Frauen mit dem höchsten Olivenölverzehr. In einer großen griechischen Fall-Kontroll-Studie war das Brustkrebsrisiko bei solchen Frauen um 25 % niedriger, die mehr als einmal täglich Olivenöl zu sich nahmen. Nach einer weiteren Fall-Kontroll-Studie in Spanien hatten Frauen, deren Verzehr an einfach ungesättigten Fettsäuren (hauptsächlich über Olivenöl) im oberen Drittel lag, ein stark vermindertes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Eine neuere italienische Fall-Kontroll-Studie belegt ein niedrigeres Risiko für Brustkrebs bei erhöhter Zufuhr ungesättigter Fettsäuren durch Speiseöle. In Italien sind 80% der Speiseöle Olivenöl, was für seine gesundheitsfördernden Effekte spricht. Eine weitere aktuelle italienische Fall-Kontroll-Studie zeigt deutlich ausgeprägt ein umgekehrt proportionales Verhältnis zwischen Speiseölverzehr (hauptsächlich Olivenöl) und Pankreaskrebserkrankungen auf.
    Zwei führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet, Theresa J. Smith und Harold L. Newmark, haben darauf hingewiesen, dass eine derartige Schutzwirkung der hohen Menge an Squalen in nativem Olivenöl extra zuzuschreiben sein könnte – eine Annahme, die durch zahlreiche Tierversuche untermauert wird. In den meisten Tierversuchen wurde die Wirkung von lokal oder systemisch appliziertem Squalen auf künstlich erzeugte Karzinome von Haut, Dickdarm und Lunge bei Mäusen untersucht. Zusammengefasst zeigen die Resultate klar eine deutlich antikanzerogene Wirkung von mit der Nahrung verabreichtem Squalen auf [I].
    Squalen ist ein Triterpen mit strukturellen Ähnlichkeiten zu den meisten fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, D, E, K, Coenzym Q10, wird im Körper zu Cholesterin verstoffwechselt und kommt in größeren Mengen auf der Haut als Bestandteil des natürlich schützenden Hauttalgs vor (J).

Unser 100% natürliches, polyphenol-reiches Olivenöl extra vergine wird das aus den Bäumen in der bergigen Region Arkadia in Griechenland hergestellt. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit bemerkenswerten Eigenschaften und Vorteilen für den menschlichen Körper. Silizium Protect enthält sehr hohe Mengen an Oleocanthal, Oleacein, Ligstrosid, Aglycon und Squalen.

Olivenöle mit hohem Phenolgehalt erfordern viel Aufmerksamkeit bei der Herstellung sowie bei bestimmten Erntemethoden und Mahlverfahren. Wir arbeiten mit Analysten und Forschern zusammen und führten unzählige Versuche durch, um das heutige Ergebnis zu erzielen.

Mit einem Gesamtpolyphenolgehalt von über 2500 mg / kg und einem Squalengehalt von über 8000 mg / 100 g erreicht es einen der weltweit höchsten Gehalte an Polyphenolen und Squalen.

Unser natives Olivenöl hat einen Säuregehalt von unter 0,5% mit einem hohen Fruchtanteil, bitteren und scharfen Aromen sowie Aromen von Grün- und Zitrusfrüchten. Silicium Protect gehört zu den Produkten mit den weltweit höchsten Gehalten an spezifischen Phenolen und Gesamtpolyphenolen.

Oleuropein und Oleocanthal sind nur zwei der Phenole, die in hochwertigen Olivenölen mit hohem Polyphenolgehalt in erheblicher Anzahl vorkommen und bestimmen, wie bitter und scharf ein Olivenöl sein wird.

Polyphenole werden im Allgemeinen in Derivaten von Hydroxytyrosol und Tyrosol gemessen, während die spezifischen Phenole von größtem Interesse direkt gemessen werden. Es gibt über 3000 verschiedene Phenole in Olivenöl, und die derzeitige Phenolanalyse misst weniger als 10 davon.

Tyrosol ist ein natürliches phenolisches Antioxidans, das in einer Vielzahl natürlicher Quellen vorkommt. Die Hauptquelle in der menschlichen Ernährung ist Olivenöl. Als Antioxidans kann Tyrosol die Zellen vor Verletzungen durch Oxidation schützen. Dieser Effekt trägt deutlich zu den gesundheitlichen Vorteilen von Olivenöl und allgemein zur Mittelmeerdiät bei.

Hydroxytyrosol ist eine in Olivenblättern und Olivenöl natürlich vorkommende phenolische Phytochemikalie mit antioxidativen Eigenschaften. Viele andere Phenole zerfallen während der Oxidation (oder Alterung) von Olivenöl in Hydroxytyrosol.

Hier finden Sie einige Studien dieses aktuell immer mehr beachteten und beforschten Gebietes – getrennt nach Olivenöl (A-J) und Silizium (1-7):

A) Olive polyphenols: new promising agents to combat aging-associated neurodegeneration.

Fiorella Casamenti, Massimo Stefani, Expert Review of Neurotherapeutics 17(4):1-14 (2016).
https://www.researchgate.net/publication/309336148_Olive_polyphenols_new_promising_agents_to_combat_aging-associated_neurodegeneration

B) Extra Virgin Olive Oil Polyphenols: Modulation of Cellular Pathways Related to Oxidant Species and Inflammation in Aging.

Gabriele Serreli and Monica Deiana, Cells. 2020 Feb; 9(2): 478.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7072812/

C) Oleocanthal-rich extra virgin olive oil demonstrates acute anti-platelet effects in healthy men in a randomized trial.

Agrawal K, Melliou E, Li X, Pedersen TL, Wang SC, Magiatis P, Newman JW, Holt RR; J Funct Foods. 2017 Sep;36:84-93. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29904393

D) Olive oil and cardiovascular health.
Covas MI1, Konstantinidou V, Fitó M.; J Cardiovasc Pharmacol. 2009 Dec;54(6):477-82.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19858733

E) Cytotoxic Activity of Oleocanthal Isolated from Virgin Olive Oil on Human Melanoma Cells.
Fogli S, Arena C, Carpi S, Polini B, Bertini S, Digiacomo M, Gado F, Saba A, Saccomanni G, Breschi MC, Nieri P, Manera C, Macchia M.; Nutr Cancer. 2016 Jul;68(5):873-7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27266366

F) (−)-Oleocanthal inhibits growth and metastasis by blocking activation of STAT3 in human hepatocellular carcinoma.
Tiemin Pei, Qinghui Meng, Jihua Han, Haobo Sun, Long Li, Ruipeng Song, Boshi Sun, Shangha Pan, Desen Liang, and Lianxin Liu; Oncotarget. 2016 Jul 12; 7(28): 43475–43491.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5190038/

G) alpha-tocopherol content of Greek virgin olive oils.
Psomiadou E, Tsimidou M, Boskou D.; J Agric Food Chem. 2000 May;48(5):1770-5.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10820093

H) The Secrets of the Mediterranean Diet. Does [Only] Olive Oil Matter?
Alessandra Mazzocchi, Ludovica Leone, Carlo Agostoni, and Isabella Pali-Schöll
Nutrients. 2019 Dec; 11(12): 2941.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6949890/

I) Gesundheitsfördernde Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe von Olivenöl http://olivenoel.ingds.de/pdf/sekundaere_pflanzenstoffe.pdf
Autoren: Institut für Arterioskleroseforschung, Universität Münster

J) Squalene and Its Potential Clinical Uses. G S Kelly, Altern Med Rev. 1999 Feb; 4(1): 29-36.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9988781/

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  1. The Importance of Bioactive Silicates in Human Health

by Guy E. Abraham, MD. In: The Original Internist, Spring 2005, 13-19 und dort zitierte Arbeiten. https://www.optimox.com/iodine-study-22

  1. Silicon-Rich Mineral Water as a Non-Invasive Test of the ‘Aluminum Hypothesis’ in Alzheimer’s Disease Authors. Davenward, Samantha | Bentham, Peter | Wright, Jan | Crome, Peter | Job, Deborah | Polwart, Anthony | Exley, Christopher;
    Journal of Alzheimer’s Disease, vol. 33, no. 2, pp. 423-430, 2013.
    https://content.iospress.com/articles/journal-of-alzheimers-disease/jad121231
  2. A.A. Chuiko, A.A. Pentyuk, and V.K. Pogorelyi in: colloidal-silica-fundamentals-and-applications, Kapitel 13: Enterosorbent Silics: Properties and Clinical Application, S. 177-85.4. Dr. Doris Steiner-Ehrenberger in Lebe natürlich, Ausgabe 03/2016, S. 10-12. https://natursubstanzen.com/images/LEBE_magazin/download-pdf/lebe_16-3/2016_3_artikel_silizium.pdf5. Mechanochemical Interaction of Silicon Dioxide with Chelating Polyphenol Compounds and Preparation of the Soluble Forms of Silicon.
    E. G. Shapolova,  K. G. Korolev and O. I. Lomovsky, Chemistry for Sustainable Development 18 (2010) 575-80.
  3. Klaus Kaufmann: Silizium – Heilung durch Ursubstanz, Helfer Verlag E. Schwabe GmbH, 1997 (ISBN 3-87323-049-6), S. 52 ff.
  4. Silicate‐Phenolic Networks: Coordination‐Mediated Deposition of Bioinspired Tannic Acid Coatings.
    Florian Weber,Dr. Wei‐Chih Liao,Dr. Alejandro Barrantes,Prof. Mattias Edén, and Prof. Hanna Tiainen; Chemistry 2019 Jul 25; 25(42): 9870–9874. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6772174/https://web.archive.org/web/20210121053915/https:/www.rilling-healthcare.de/blog/silicium-protect-die-kraft-der-olive-vereint-mit-silicium
  5. M.G. Voronkov, Silizium und Leben, deGruyter, 2022.

1. Ackerschachtelhalm
Der Rohstoff ist hier genau so wichtig wie die Methode einen Tee daraus zu machen bzw. ihn anderweitig zu verarbeiten (als Tinktur, Ferment oä.).
Am siliziumreichsten UND verfügbarsten sind eigentlich die Triebe/Pflanzenteile, die nicht verholzt sind.
Daher ist es zu wünschen, dass dies beim Sammeln und/oder Kaufen oder Produzieren berücksichtigt wird. Ist in der Praxis sehr schwer umzusetzen.
Dabei sind diverse Rezepte im Umlauf:
1. 12h/über Nacht einweichen und dann ca. 30 min. köcheln ODER aufgießen und entsprechend lange ziehen lassen.
2. Nach Dr. Wolfgang Feil wird empfohlen, den Tee ca. 2h leicht vor sich hinköcheln zu lassen.
Über Nacht ziehen lassen und auspressen.
Was besser ist, kann ich zum momentanen Zeitpunkt nicht sagen; ich tendiere zu 2.
3. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Mix aus 1. und 2.: mäßige Temperatur, aber nicht kochen; dafür aber lange stehenlassen (zB. über Nacht in einer Thermoskanne).

Da Zinnkraut und Brennnesseln auch Quercetin und Kämpferol haben und man die ‘Matrix’ der Naturstoffe maximal ausnutzen möchte, ist die Frage: wo ist das Optimum?
Zu langes Kochen zerstört die sekundären Pflanzenstoffe; zu wenig Kochen löst zu wenig Kieselsäure.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Zinnkraut am besten als Pulver aufgegossen werden kann; das lässt sich auch einige Stunden köcheln bzw. entsprechend bearbeiten.
Ich habe dazu eine einfache Thermoskanne bemüht (Edelstahl oder Glas), um den Tee möglichst lange warm zu halten. Das scheint sich auszuzahlen und ist vielleicht eine brauchbare Methode.
Außerdem: es scheint eine Konzentrationsfrage zu sein, wie viel kolloidale Kieselsäure sich aus dem Pflanzenmaterial löst. also: nicht unbedingt viel hilft viel, sondern die richtige Konzentration.
Denn: kolloidale Teilchen ‘überleben’ nur in verdünnten Lösungen.
Kieselsäure in Zinnkrauttee ist nicht stabilisiert und ‘altert’, reagiert also zu oligomeren und polymeren Kieselsäuren. Diese polymeren Kieselsäuren kann der Körper nicht aufnehmen.

Sinngemäß gilt das auch für Brennnessel und Bambus; dazu möchte ich aber zu gegebener Zeit noch was sagen. Auch zur Fermentation und zur ‘Brennnesseljauche’.

Zur Unterscheidung mit anderen Schachtelhalmarten kann dieses Video dienen:

Fortsetzung folgt.

Zur Wirkung: diese ist natürlich NICHT nur auf Silizium alleine zurückzuführen. Und: die Bodenqualität spielt die vielleicht entscheidende Rolle für die Qualität und die Wirkung des Krauts, bei ansonsten selbst optimaler Verarbeitung.


Literatur (Auswahl):
In Vitro Anti-inflammatory Effects of Equisetum arvense Are Not Solely Mediated by Silica.
Planta Med. 2018 May ;84(8):519-526. Epub 2017 Dec 4. PMID: 29202511

2. Bambus

Es gibt viele Bambusarten und es ist schwierig zu unterscheiden, welchen Bambus man in Form von Bambusextrakt oder Bambuspulver oder Bambustee in Händen hält.
Oft sind auch Extrakte nicht ganz das, was man sich versprochen hat von der jeweiligen Bezugsquelle.
Etwa 1000 – 1500 Arten laut Wikipedia existieren weltweit.
Besonders Bambusa, aber auch Phyllostachys und Dendrocalamus sind essbar bzw. für den Verzehr geeignet.
Wichtig zu beachten: Bambus kann zwar bis zu 70% Silizium enthalten, ist aber als Starkzehrer im Boden und sehr schnell wachsendes Süßgras auch spurenelementzehrend und damit bei Mangel an Mineralien und Spurenelementen sowie entsprechneder Schwermetallbelastung auch schwermetall-akkumulierend. Das gilt auch für den wichtigsten Gegenspieler von Silizium: Aluminium. Aber es gilt auch für einen Düngerinhaltsstoff: Phosphat. Und einen weiteren, der gerade in Südostasien im Boden wächst und ein anderes Gras ‚versorgt‘, nämlich Reis: Arsenat.
Diese Dinge hängen eng mit dem Bodenmikrobiom, Bodenfeuchte und weiteren Gegebenheiten zusammen, wie etwa Metalltoleranz der jeweiligen Arten und der Förderung von Erdgas sowie der Überdüngung und nicht zulett vom jahreszeitlichen lokalen Klima.
Sprossen und Schösslinge enthalten ein Blausäureglykosid, weshalb sie abgekocht werden (Asien, Lateinmerika).
Damit geht aber auch die kolloidale Natur der enthaltenen natürlichen Säfte verloren.
Deshalb ist genau darauf zu achten, welche Bambusextrakte angeboten werden, wie sie verarbeitet sind, wie viel ‚Silizium‘ sie wirklich haben – und wie groß der wirklich verfügbare Anteil ist.
Interessant sind Kombinationen mit den ebenfalls im Bambus reichhaltig vorhandenen Flavonoide, Tabachir (Bambuskampfer, Bambuszucker Manna?) und entsprechend daran gebundenen Zucker wie Glucose oder Rhamnose.
Auch Tee aus Bambusblättern ist weit verbreitet genutzt.
Obwohl Bambus an sich sehr bekannt ist, sind die Inhaltsstoffe und deren Wirkweisen oftmals viel zu wenig erforscht.
Das gilt vor allem für Bambusmark – auch als Bambusmanna bezeichnet.

Warum eigentlich?

3. Brennnessel

Diese wurde schon von Hildegard von Bingen eingesetzt für vielfältige Beschwerden.
Auch das ‚Ansetzen‘ von Brennnesseljauche ist quasi zum Politikum geworden, vor allem in Frankreich.
Was ich wirklich interessant finde, ist der Einsatz von Gesteinsmehl/Zeolith bei dieser Fermentation. Das bedeutet auch, dass Gesteinsmehl schlechte Gerüche und Fermentationsgase binden und die Fermentation, also die Bakterienpopulation ‚lenken‘ kann.
Weitere Einzelheiten dazu darf man sich überlegen…
Übrigens bestehen die ‚Brennhaare‘ von Brennnesseln aus Kieselsäure…
Vor allem junge Triebe enthalten wie schon gesagt recht viel Nährstoffe. Bei der Brennnessel sind das neben Silizium auch Chlorophyll und Eisen, aber auch andere Mineralien/Spurenelemente. Das unterstreicht wiederum die Eigenschaft des Siliziums, andere Mineralien zu transportieren.
Die individuelle ‚Bearbeitung‘ macht den Unterschied.
Auch die Samen sind nicht nur überaus schmackhaft, sondern auch nährstoffdicht.
Der Kollege Dr. Hartmut Fischer hat hier auch einige allgemeine Hinweise für die Selbstherstellung von Tinkturen gegeben.
Speziell die Brennnessel ist hier nicht genannt; gleichwohl bietet sich an, das zu nutzen.
Aber: BITTE IN BIO QUALITÄT und unter Einhaltung der entsprechenden Sorgfalt. So kann zum Beispiel auch Silizium aus dem Pflanzenmaterial herausgelöst werden.
www.medizinzumselbermachen.de/wp-content/uploads/2021/03/Kraeuterauszuege.pdf
Weiterhin empfehlenswert: die verfügbaren yt-Videos zum Thema ‚Kleine Kräuterkunde‘ von Ruth Pfennighaus oder Christel Ströbel.
Noch eine Ergänzung.
Wenn man der Eigenschaft und Enzymausstattung von Pflanzen mal nachgeht, aus Glucose Ascorbinsäure bzw. Vitamin C zu machen, ist das eine äußerst faszinierende Wissenschaft.
Je besser der Boden ist, auf dem die Pflanze wächst, umso mehr Vitamin C ist später potenziell in den Pflanzenteilen und/oder Früchten.
Das ist umso bedeutsamer, als dass wir nicht mehr in der Lage sind, selbst genug Vitamin C produzieren zu können, um dem heutigen Stresslevel einigermaßen Paroli bieten zu können.
Deshalb finde ich, dass Brennnessel nicht gleich Brennnessel ist; hier gibt es auch botanisch einige Unterschiede.
Und: es kommt auf den ‚Anbau‘ an.
Denn ich kann nur das extrahieren, was auch wirklich in der Pflanze ist. Wenn das gut ist: ok.
Wenn das eher belastet ist, weil der Fund-/Sammelort ungut ist: schlecht.
Das ist wichtig, weil wir hier noch die Wahl haben: Brennnessel kommt sehr häufig vor.

Ähnliches gilt für andere an sich siliziumreiche Pflanzen.

4. Löwenzahn

Löwenzahn ist insofern besonders, als dass der weiße Saft gelartig ist. Die Pflanze wächst sehr schnell und bekanntlich überall, was sie als sehr robust ausweist.

Sie ist aber auch sehr siliziumreich, enthält auch Kalium, Kupfer und andere Spurenelemente und erscheint gerade in dieser Kombination außergewöhnlich: Cholin und Inulin sind sehr verdauungsfreundlich; aber auch: sehr reich an Vitamin K.
Außerdem ist der Saft reich an Bitterstoffen wie Sesquiterpene, Triterpene, Flavonoide (auch: besonders die Blüten!), Taraxacin (vom botanischen Namen des Löwenzahns abgeleitet! Erwähnung bereits von Avicenna), Eudesmolide sowie Phenylcarbonsäuren.
Die Nutzung aller Pflanzenteile (die unterschiedliche Anteile der Inhaltsstoffe enthalten, was auf eine gewisse Fluidität schließen lässt) erfordert ein sehr differenziertes Denken und entsprechende Präparation.
Insbesondere die blutreinigende und harntreibende Wirkung lässt nicht nur auf einen hohen Siliziumgehalt und entsprechende Aktivität schließen, sondern auch auf weitreichendere Effekte.
Wenn man mit dem Vorwissen orthomolekularer Medizin und ein wenig Phytopharmazie rangeht, erschließen sich viele Wirkungen von selbst.
** edit **
bitte achtet beim Sammeln auf gute Qualität: es sollte bio sein.
Also für meinen Geschmack nicht direkt neben der vielbefahrenen Straße, Autobahn, nicht auf ehemaligen Müllkippen oder direkt neben bekannt pestizidbelasteten Feldern.
Auch nicht in der Nähe von Krankenhäusern, psychiatrischen Einrichtungen, Kläranlagen, Krematorien oder Industrieanlagen.
Nach Möglichkeit auch nicht neben dem AKW – auch wenn da der Löwenzahn vielleicht etwas größer ist als sonstwo.

Das alles deswegen, weil Löwenzahn sehr robust und damit toxintolerant ist. Bei Pflanzen nennt man das zum Beispiel Schwermetalltoleranz. Diese Sache ist auch auf andere Kräuter, (siliziumreiche Gräser usw.) übertragbar und wirft ein recht neues Licht auf das Wachsen, Ernten und Verarbeiten solcher Produkte (!!!).

5. Hanf
Hanf ist eine in vielen Unterarten vorkommende pfahlwurzelnde Pflanze mit tiefer Reichweite, schnell wachsend und mit vielen Inhaltsstoffen versehen. Wegen der schnell wachsenden Eigenschaft wird Hanf als Nutzhanf schon seit langem geschätzt und auch zur Faserverarbeitung, aber auch zur Bodenentgiftung eingesetzt.
Bei der Verwendung als ‚Superfood‘ sollte daher stets berücksichtigt werden, dass auf belasteten Böden Hanfpflanzen folglich auch belastet sind. Das gilt vor allem bei schlechtem Bodenmikrobiom, bei siliziumarmem steinigen versäuertem nitratreichem Boden, der ggf. auch noch mit Pestiziden dauerbelastet ist.
Wie bei Gräsern auch ist hier vbor allem der Abschnitt der Jungtriebe empfehlenswert, weil dieser noch die meisten Vitalstoffe enthält.
Auch sollte das Stigma von Hand, mit Cannabis oder Hanfblüten einer bestimmten Sorte pauschal diskreditiert zu werden, endlich aufgelöst werden.
Beispielsweise die Stimulierung der Endocannabinoid-Rezeptoren funktioiert auf ähnliche Weise wie die mit Omega3-Fettsäuren, was Hanföl ein sehr interessantes ÖÖl macht – nicht nur wegen des Omega3:Omega6-Verhältnisses.

6. Hopfen, Malz und Bier

Hopfen s.4.; Malz ist immer noch Gerstenmalz, also auch das Ferment eines Grases, wenn man das Endprodukt sieht.
Der Fermentationsprozess für Bier findet im pH-Sauren statt, also in einem Bereich, der Silizium bioverfügbarer macht.
Hier könnte man Analogien zur Fermentierung anderer Pflanzen und Gemüse ziehen (zB. Brennnessel, Sprossen, Karotten, Rote Bete etc.). Allgemein lässt sich sagen, dass der Siliziumgehalt in Bier nicht so groß ist, wie man annehmen möchte. Aber: dafür ist die Verfügbarkeit besser bis deutlich besser als in den ursprünglichen Pflanzenteilen. Das wird auch durch die enthaltene Kohlensäure, ggf. Essigsäure, Milch- und Äpfelsäure sowie anderen Säuren konserviert.
Die Bakterien in Fermenten sind darüberhinaus in Symbiose mit dem Siliziumgehalt zu sehen; im Weiteren könnte man Silizium auch als Gärregulator einsetze, da viele Bakterien Silizium als Energiequelle nutzen. Auch M. Voronkov erwähnt das in seinem Buch ‚Silizium und Leben‘.

7. Haferkleie und Reiskleie sowie weitere Getreidearten
Haferkleie ud Reiskleie sind an sich nicht nur sehr siliziumreich, sondern auch sehr niacinreich.
Insofern sind gerade die äußeren Regionen der Samen bzw. Getreidekörner allgemein sowohl sehr vitalstoffreich, aber auch sehr anfällig für Pestizide.
Genau wie die Natur das vorsieht, sid die äußeren Häutchen deshalb sehr siliziumreich, um die Samenkörner vor oxidativem Stress und Umwelteiflüssen zu schützen. Der Mensch ist nur leider uneinsichtig gegenüber der Tatsache, dass sich Pestizide wie Glyphosat gerade bei Hafer und Reis anreichert. Deshalb sind hier die Uterschiede zwischen Bio- und Nicht-bio-Kleie und daraus hersgestellten Produkten besonders groß.
Wird durch Zucht oder anderweitig die Spelze entfernt, sinkt der Toxingehalt, aber auch der Vitalstoffgehalt.
Es wird daher nur eien Ausweg geben: zurück zur ökologischen Ladwirtschaft mit ursprünglichen Sorten, die langsamer wachsen, damit mehr Zeit haben Vitalstoffe zu konzentrieren und echte Nährstoffdichte zu gewährleisten. So ist ein gutes echt satt machendes Brot oder anderes Getreideprodukt unersetzlich und ma braucht davon auch weniger. Ein Gewinn für alle, vor allem für die Umwelt.

8. Knotengras und Knöterichgewächse

Stellvertretend aus dieser Familie: Quecke und Vogelknöterich, Rhabarber, Ampfer und Buchweizen.
Hier wird es besonders interessant, denn diese Gräserfamilie hat viele Arten, von denen allerdings nicht alle gleich viel Silizium beinhalten.
So lässt sich zB. Vogelknöterich (6 Teile) mit Ackerschachtelhalm (3 Teile) und Hohlzahnkraut (2 Teile) kombinieren und so die Inhaltsstoffe der Pflanzen – Polysaccharide, Gerbstoffe und Alkaloide – so miteinander kombinieren, dass auch Atemwege und Lungen gestärkt werden können.
Auf diese Weise lassen sich wirksame Rezepte nachbauen, die uns die Natur kostenlos liefert. Wenn wir denn das Unkraut vor unserer Tür richtig erkennen und nutzen.
Auch Kombinationen mit Alant oder Hagebutten können zur Lungenstärkung bzw. Prävention vor Erkältungskrankheiten der Atemwege und als galletreibendes Mittel (Bitterstoffe!) eingesetzt werden. Insbesondere wurde Vogelknöterich (Kieselsäure, Schleim- und Gerbstoffe, Flavonoide und etwas Saponin) traditionell bei Tuberkulose eingesetzt (wie später die Kieselsäure auch!).
Bei Kühen kann das Kraut den Milchfluss anregen.
Rhabarber ist dem ein oder anderen sicherlich bekannt; hier dürfen die Stämme nur im Frühjahr bis zur Blüte geerntet werden, da sonst die Oxalatgehalte zu hoch werden (sauer/bitterer Geschmack).
Auch der Buchweizen gehört zu den Knöterichgewächsen .- was auch Sinn macht, denn Buchweizen ist ein wahres Superfood – vor allem in gekeimter Form. Und es ist zudem sehr wohlschmeckend und gut verträglich.
Die Bezeichnung ‚Knoten…‘ geht übrigens auf Depots an Kieselsäure zurück, die die Pflanzen anlegen, um im Frühjahr/Sommer gut wachsen zu können bzw. im Herbst/Winter die Energie der ganzen Pflanze in den Wurzeln speichern zu können. Dies geschieht in den verdickten Abzweigungen der Stämme, wo Blätter entspringen, genau wie in entsprechenden Wurzelabschnitten.

Viele Knötericharten enthalten auch Resveratrol als recht potentes Polyphenol (das allgemein als Inhaltsstoff von Rotwein bekannt ist, sich aber auch in vielen anderen Beeren und Gräsern findet).

9. Zwiebeln
Zwiebeln enthalten nicht nur Aliciine und Isoalliciine, sondern auch andere schwefelhatige Verbindungen, die erfahrungsgemäß unserer Gesundheit Gutes tun können  wenn sie in der richtigen oder zumindest geeigneten Kombination angewendet werden. Dazu zählen auch äußerliche Anwendungen, Umschläge etc. – sowie zB. die bekannte Zwiebelhonigrezeptur oder andere Anwendungen, die innerlich oder auch äußerlich – etwa bei Halsschmerzen oder Ohrenschmerzen seit langer Zeit angewandt werden.
Oftmals übersehen wereden dabei die vielen Grenzflächen, die die Knolle hat – verbunden mit der Beobachtung, dass sich bei Erhitzen ein Gel bildet, das auch auf den hohen Siliziumgehalt zurückführen lässt.
Hier wird besonders deutlich, dass gerade die Zwiebel ein hochinteressanter Kandidat für die Sättigung einer Pflanze (oder dem, was daraus wird) ist. In der Praxis ist das besonders deutlich zu sehen im Unterschied zwischen Bio-Ware und aus konventioneller Produktion stammender Zwiebeln.

10. Kresse
Dazu zählen sowohl die Gartenkresse als auch die bekannte Kapuzierkresse.
Interessant dabei sind einige einfache bekannte Erfahrungswerte:
Gartenkresse lässt sich mit einfachen Mitteln auf Watte züchten; die Namensgebung der Kapuzinerkresse und ihre Wirkungen lassen sich historisch zurückverfolgen auf Klosterbegebenheiten – wie sie im Mittelalter praktiziert wurden. Damit ist nicht nur die Kräutermedizin der Hildegard von Bingen gemeint.

11. Rote Bete, Topinambur und Co.

Rote Be(e)te (beide Schreibweisen gebräuchlich) ist bekanntlich wie Topinambur Wurzelgemüse und dementsprechend ist deren Qualität von der Bodenqualität abhängig.
So ist Rote Bete in der Lage, Kadmium zu akkumulieren und das erklärt möglicherweise den außergewöhnlich guten Mis aus sekundären Pflanzenstoffen, des Betains, Betanins (bitte nicht verwechseln!), des Vitamin Cs und weiterer Inhaltsstoffe, die sich positiv auf den Sauerstoffgehalt und die Sauerstoffverwertung des Körpers auswirken können.
Einschlägig bekannte Kombinationen – etwa mit schwarzer Johannisbeere, Holunder etc. – sowie Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin C, aber auch Kaskadenfermentation oder einfache Fermentation mit geeigneten Mischungen ergeben nicht nur ein schmackhaftes, sondern auch wirksames erfrischendes Getränk.
Zudem scheint es Weiterzüchtungen zu geben, die nicht unbedingt botanisch oder anderweitig den Energieabdruck der ursprünglichen Pfanze wiedergeben, und es erscheint fraglich, ob die ursprüngliche Rote Rübe – wie sie auch genannt wird – nicht die beste Alternative war und das in ihrer ursüprünglich länglichen und nicht knollenförmigen Art.

12. Lungenkraut, Vogelknöterich (s. 8), Wiesenbärenklau und weitere Wildkräuter (in unterschiedlicher Menge!) enthalten ebenfalls relevante Mengen an Kieselsäure oder sind Kieselsäureakkumulatoren.

P.S.: das ist nur eine Auswahl. Pflanzen lassen sich entsprechend der Bodenqualität mit Silizium anrechern. Dann werden sie größer, allgemein vitalstoffreicher, aber auch reicher an Silizium.
Eine Liste mit (nicht erschöpfend!) beschriebenen Siliziumgehalten findet sich im Buch von M. G. Voronkov (Silizium und Leben).