Die äußerst komplexe Natur des Calciums bewegt mich dazu, eine kurze Übersicht der Fakten zu schreiben. Als Update sozusagen.
Stand: 11/2025.

Das ist auch dringend erforderlich, denn: es wird hier zu viel Irreführendes verbreitet.

Einige bekannte Dinge vorab:
Ca ist mit 1000 g+ im Körper das häufigste Mineral
Ca kommt vor allem in den Knochen vor, ist aber in jeder Zelle des Körpers vorhanden und erfüllt dort seine Funktion – etwa in der Muskelkontraktion
Ca ist sehr feinreguliert und direkt mit Hormonen wie Parathormon, Calcitonin und Calcitriol verbunden
Ca ist oftmals fehlverteilt und gerade im Alter zunehmend in Gefäßen und weniger in Knochen zu finden
Ca benötigt Transporteure bzw. ist von diesen abhängig, wenn es im Körper so verteilt werden soll wie geplant
Ca spielt wichtige Rollen im Säure-Basen-Haushalt, weil es sehr basisch reagiert (Salze bestehen oft aus schwachen/schwächeren Säuren und dem sehr stark basisch reagierenden Ca2+ wie Ca-carbonat, Ca-ascorbat usw.); dabei sind viele Verbindungen schwer löslich
Der Ca-Stoffwechsel ist eng mit dem des Phosphats un dem der Hydrogenphosphate verbunden
Viele Metalle sind Ca-Antagonisten
Ca spielt eine sehr wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung gesunder Zellpotentiale – dabei ist eine ‚richtige‘ Verteilung unerlässlich

Diese wenigen Punkte lassen erahnen, wie wichtig Calcium tatsächlich ist.
Dazu kommen noch mehrere Details:

1. seit der Publikation von Veugelers et al. 2014/2015 ist bekannt, dass wir ca. 10x mehr Vitamin D brauchen als bisher beknant. Ein simpler Rechenfehler.
Das bedeutet: die Regulation des Calciums ist bei 10facher Dosierung (7000-8000 IE täglich statt 800 IE täglich wie bisher = bis 2014 bekannt) von 25-OH-D3 völlig anders, und zwar
a) biochemisch und
b) genetisch
c) regulatorisch rückwirkend auf Ca, Parathormon und Calcitonin (hormonelle Regelkreise)

Diese Punkte werden zu wenig beachtet und sind eigentlich nur Insidern bekannt. Denn: es gibt aktuell 7 verschiedene Vitamin-D-Formen. auch die Regulation und Regelkreise funktionieren anders, wenn die Dosis erhöht wird.
Wie wirkt sich das genau auf den Calciumhaushalt aus?
Das ist gar nicht wirklich bekannt und erforscht worden.
Man weiß eben nur, dass die groß angelegten Kohortenstudien zum Vitamin D keine toxischen Auswirkungen haben bei Spiegeln bis 250 ng/ml (Literatur und Grafiken s. zb. bei grassrootshealth.net oder ). Dafür waren in manchen Fällen bis zu 50000 IE täglich erforderlich.

Silizium als Kieselsäure ist ein Calcium-Schlepper und hat auch in Verbindung zum Phosphat interessante Eigenschaften (s. meine anderen Beiträge).

Vitamin K2 hat durch Osteocalcin- und Matrix GLA-(Matrix γ-Carboxyglutaminsäure) induzierende Faktoren (–> Grad der Carboxylierung) ebenfalls Ca-Transporteigenschaften.
Im Standardwerk des bekannten Mediziners Siegfried Rilling (Kompendium der Mineralstoffe und Spurenelemente, 1993) ist darüber mehr nachzulesen, insbesondere die Wahrnehmung, dass dieses Thema bei weitem nicht ausdiskutiert und ausgereizt scheint.
Die Bedeutung der drei genannten Punkte war damals auch noch nicht so populär bekannt wie heute und ist vermutlich auch forschungsgetrieben aus den Befunden entstanden, dass Calcium in seiner Bedeutung unterschätzt und fehlinterpretiert worden ist bzw. nur von ‚Gewebsverkalkungen‘ gesprochen wird und per se als ’schlecht‘ bezeichnet wurde.
Diese voreilige schlussfolgerung erscheint mir falsch zu sein und in bezug auf die neueren Forschungen zum Vitamin D relativierungswürdig.

Es sind vielmehr die Tranporter un der gesamte Stoffwechsel, die hier unter Beachtung individueller Lebensbedingungen neu bewertet werden  müssten.

Insbesondere die Beobachtung der ‚klassischen‘ Tetanie zeigt, dass ein Calciummangel eigentlich weit verbreitet ist, aber praktisch selten bis nie berücksichtigt wird, wenn es um Muskelkrämpfe, Herzstolpern und den Säure-Basen-Haushalt geht.
Das bedarf einer dringenden Überprüfung unter Einbeziehung einer rekursiv integrativen Medizin, die diesen Namen auch verdient.

Allerdings gibt es hier Einschränkungen, die nie außer Acht gelassen werden dürfen.
Ca ist nicht selten in der Erdkruste (ein Mangel sollte daher selten sein, könnte man annehmen)
Ca-phosphate sind unlöslich (vor allem in nicht-kolloidaler bzw. nicht chelatisierter Form!)
Auch Ca-oxalate können Steinbildung im Körper mitverursachen (s. dazu meinen Beitrag zu Steinbildung).
Die Fehlverteilung zwischen Gefäßen und Knochen ist nicht instantan zu ändern
Hormonhaushalt und Grundumsatz bestimmen die Verteilung im Körper mit
Die Eigenschaften von Ca können zur Alterung beitragen – dann, wenn eine lokale Ansammlung unlöslicher Calciumverbindungen aus verschiedenen Gründen geschehen ist oder aufgrund von Minderversorgung mit Vitamin D und Silizium sowie Vitamin K2 entwickelt worden ist

Hier gibt es noch sehr viel Klärungsbedarf, der zeigen sollte, ob eine Calciumzufuhr unter Beachtung der vielen ‚Cofaktoren‘ wirklich eine Verkalkung verursacht oder nicht.
Die daraus entstehenden Überlegungen einer optimalen Calciumzufuhr mit geeigneten Präparaten in der biochemisch individuell ‚richtigen‘ Dosis ist eine Aufgabe der Orthomolekularmedizin, die Insidern vielleicht bekannt ist – der Allgemeinheit aber nicht.
Eine Zufuhr kann sich zwischen etwa 800 mg und 2500 mg bewegen – in Einzelfällen auch mehr. ABER: Monopräparate werden in größerer Menge nicht gut verstoffwechselt (meine persönliche Erfahrung).

Eine besondere Rolle spielt hier der Calciumstoffwechsel unter dem Einfluss von elektromagnetischen Feldern oder ‚Elektrosmog‘ (Öffnen von Calciumkanälen, s. M. Pall), mangelnder Bewegung und etwa einem Mangel an Vitamin C.

Fazit
Eine Bekämpfung einer Osteoporose mittels Calciumbrausetabletten ist genau so kurz gegriffen wie das Verbot einer Calcium-Zufuhr bei bekannter Arteriosklerose und gleichzeitig vorliegender verminderter Knochendichte (wobei diese nur oberflächlich gemessen wird und die Spongiosa gar nicht korrekt zu erfassen vermag).
Ein großes und weiter ungelöstes Problem ist der ungehemmte Konsum digitaler Medien und die damit verbundene Elektrosmogbelastung.
Es gibt KEINE eindeutige Pauschal – Empfehlung aufgrund der großen biochemischen Individualitätsunterschiede; gleichwohl macht in vielen Fällen eine Calciumzufuhr – etwa als Chelat und in kombination mit Vitamin D3, K2 und Silizium – Sinn, denn das hat gleichzeitig Einfluss auf das Stresslevel und damit auch den Calciumstoffwechsel.

Literatur (Auswahl):

1. S. Rilling, Kompendium der Mineralstoffe und Spurneelemente, Haug 1993.
2. Pall ML. Central Causation of Autism/ASDs via Excessive [Ca2+]i Impacting Six Mechanisms Controlling Synaptogenesis during the Perinatal Period: The Role of Electromagnetic Fields and Chemicals and the NO/ONOO(-) Cycle, as Well as Specific Mutations. Brain Sci. 2024 Apr 30;14(5):454. doi: 10.3390/brainsci14050454. PMID: 38790433; PMCID: PMC11119459. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38790433/
3. Pall ML. Low Intensity Electromagnetic Fields Act via Voltage-Gated Calcium Channel (VGCC) Activation to Cause Very Early Onset Alzheimer’s Disease: 18 Distinct Types of Evidence. Curr Alzheimer Res. 2022;19(2):119-132. doi: 10.2174/1567205019666220202114510. PMID: 35114921; PMCID: PMC9189734. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35114921/
4. https://bruno-kugel.de/vitamin-d3-k2-und-silizium-studienlage-und-zusammenhaenge/ und dort zitierte Literatur
5. Explizit: Patrick J. McCullough, Douglas S. Lehrer, Jeffrey Amend,
Daily oral dosing of vitamin D3 using 5000 TO 50,000 international units a day in long-term hospitalized patients: Insights from a seven year experience,
The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, Volume 189, 2019, Pages 228-239, ISSN 0960-0760, https://doi.org/10.1016/j.jsbmb.2018.12.010.
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0960076018306228
5. https://bruno-kugel.de/silizium-und-knochenstoffwechsel/ und dort zitierte Literatur

Aus Anlass vieler Nachfragen doch mal.
Der Vergleich zwischen Silizium und Lithium.
Silizium ist ein Halbleitermaterial, das auf vielerelei Arten auf uns einwirkt – und dem wir uns auch nicht komplett entziehen können.
Ein komplett fehlendes Silizium ist nicht mit dem Leben vereinbar – aus ganz verschiedenen Gründen.
Das definiert Silizium als ein essenzielles Material und einen Vitalstoff, der biochemischer Katalysator und Taktgeber in unserem Körper ist.
Bei Lithium scheint es so zu sein, dass wir es in Mikromengen brauchen; die Frage, die ich mir hier stelle: wie viel?

Um das vollständig zu verstehen, müsste man disziplinübergreifend die Arbeiten von verschiedenen Autoren und Experten (Michael Nehls, Andreas Noack, Prof. Hecht, H. Bergna, E.M. Carlisle, R. Jugdaohsingh, L. Canham uvm,  nebeneinander legen und offen diskutieren; Chemiekenntnisse und physiologische sowie toxikologische Aspekte mit eingeschlossen.

Auch Forscher der Lithiumeisenphosphatforschung müssten einbezogen werden (Achtung, in vitro ist nicht in vivo!, Lösungsmittel verändern die elektrischen und magnestischen Eigenschaften!. Das ist für beide elemente nur allzu bekannt!).
Nur: macht das jemand? die Wirkungen im Körper gegenüberzustellen unter physiologischen Gesichtspunkten und Bedingungen?

Die Literatur ist sehr heterogen und Studien ebenfalls (Li wird schon lange bei bipolaren Störungen eingesetzt und hat sich bei Demenz als hilfreich erwiesen; bei Silizium sind die Wirkungen ähnlich unübersichtlich; deshalb nur eine kurze Übersicht ohne Literatur, dafür aber hoffentlich mit Verstand).
Beim Silizium werden unterschiedlichste Präpraate schon seit langer Zeit eingesetzt; bei fettlöslichen Verbindungen siehrt es nach wie vor mau aus.
Beim Lithium gibt es neben Lithiumchlorid auch Orotat, so dass im Laufe der nächsten Jahre Ergebnisse zu erwarten sind, die das alles auf eine solidere Basis stellen werden.

Eine zugegeben sehr diskutable These: die des Lithium-Ionen-Akkus möchte ich noch in den Raum stellen (Ohne These, Antithese und Synthese ist in meinen Augen keine echte Wissenschaft möglich und es entstehen keine neuen Praxiskonzepte oder es ist keine korrekte Einordnung einzelner Elemente eines bestehenden und vielleicht funktionierenden Therapiekonzepts möglich!) .
Ein Li-Ionen-Akku besteht bekanntlich aus LiFe-Phosphat. Lösungsmittel ist meist Diethylcarbonat oder ähnlich.
Nafion-Membran: vorhanden.

Natürlich haben wir KEINE Nafion-Membran und auch kein Diethylcarbonat. ABER: Dielektrika aus biologischen Membranen à la Lipiddoppelschicht.
Und weitere Entsprechungen, die gar nicht soo abwegig sind bzw. ein Gefühl dafür vermitteln, wie ein Akku aufgeladen werden kann, wenn er leer ist.
Wir haben Lithium, wie haben Eisen und wir haben Phosphat ‚an Bord‘.
Man könnte sich etzt Modelle ausdenken, wie das ganze theoretisch funktioniert und Praxiskonzepte entwerfen. was ja auch gemacht wird – zb. die aktuell mehrfach sehr aktiv diskutierten  Salzbatterien oder auch Feststoff-Luft-Batterien.
Ich finde das deswegen hochinteressant, weil Wasser die mit Abstand höchste Dielektrizitätskonstante aufweist.

Nachfolgend eine Auflistung, die man auch in Tabellenform bringen könnte.
Mir fehlt die Zeit, das ausführlich zu besprechen; das könnte zum Beispiel ein gutes Seminarthema sein.

Silizium Si (als ortho-Kieselsäure; SiO2 müsste man gesondert betrachten!) Lithium
Wasserlöslich, massiv wasseranziehend Wasserlöslich, massiv wasseranziehend
Beeinflusst K, Na, Mg, Ca, Fe, P, As… Beeinflusst K und damit das Na/K-Verhältnis, Na-Antagonist!; Synergie mit Fe und Phosphat (in Akkus)
Größer, aber: Biophotonenträger Klein, schnell
Halbleiter (Leiter UND Isolator gleichzeitig) Elektrolyt, Leiter
Negativ geladen (liegt teils als HydroSilikat vor) Positiv geladen (als hydratisiertes Kation)
WW mit Licht: Nah-UV, aber auch andere Wellenlängen/Frequenzen) WW Licht: rote Flammenfärbung
BHS-gängig (wenn ausreichend kolloidal) BHS-gängig
HSAB (Hard-soft-acid-base): weich HSAB: hart (klein, hohe Ladung pro Volumen)
Schwach pH-sauer/ nicht immer komplett löslich (Silikat- und SiO2-Bildung), amphoter (säuren- und basenbildend (chemisch gesehen) Basisch-löslich (chemisch gesehen)
Schrägbeziehung zum Arsen, aber auch zum Bor Schrägbeziehung zum Magnesium (!)
Therapeutische Breite groß bis sehr groß (im zweistelligen bis vierstelligen mg-Bereich, je nach Form bzw. Träger; erklärungsbedürftig!!!) Therapeutische Breite klein (im niedrig einstelligen mg-Bereich)
Pulst (bildet Spiralstrukturen!) Pulst?
Bildet kovalente Verbindungen, aber auch ionische Bildet salzartige ionische Verbindungen
Drei stabile Isotope (–> magnetische Eigenschaften) Zwei stabile Isotope (–> magnetische Eigenschaften)
Grenzflächenaktiv Plasma-aktiv?
Redox: Übertragung mehrerer Elektronen UND Protonen Redox: Übertragung EINES Elektrons (plakatives Beispiel: Li-Ionen-Akku)

 

Ich werde zunehmend oft gefragt: wie hängt das alles zusammen? Wie kann man sinnvoll Siliciumpräparate und Schüssler- bzw. Hahnemann-Homöopathie miteinander verbinden?
Was sind die Unterschiede?
Deshalb ein kurzer Beitrag.

Präparate im Milligramm-Bereich (Mono- oder Kombipräparate) haben eine andere Wirkung als eine Versorgung im ppm-Bereich, was die physischen makroskopischen Bausteine angeht.
Je kleiner die Bausteine, umso größer die Oberfläche.
Sinkt die Teilchengröße weiter, werden die Eigenschaften dieser immer kleiner werdenden Teilchen sehr relevant. Das ist erst einmal eine allgemeine Feststellung – und nicht spezifisch für Silizium.

Ein weiterer großer Unterschied ist die Verschüttelung oder auch Verwirbelung, die zusätzlich für elektrostatische Aufladung sorgt – das lässt sich zb. beim Zeolith sehr schön zeigen: ein ‚Minigewitter‘ aus aufgeladenen Teilchen kann hier die Folge sein.
Auch andere Stoffe zeigen in löslicher molekularer Form Magnetismus, der von elektrostatischer Energie bis hin zu magnetischer polarisierbarer Energie unterschiedlicher Trägheit reichen kann.
Auch Wechselwirkungen in Form von ‚single molecule magnets‘ sind beschrieben worden.

 

Aber was zeichnet jetzt Kieselsäure besonders aus – und welche Rolle spielt hier Silizium als Halbleitermetall?
Silizium hat in jeder Hinsicht hier eine Sonderrolle: einmal steht es im Periodensystem der Elemente etwa in der Mitte, ist also polarisierbar und kann Elektronen sowohl aufnehmen als auch abgeben (das Gleiche gilt für Protonen/Säurefunktionen. Hier muss dringend weiter unterschieden werden zwischen verschiedenen Formen – leider sind die Details hier wichtig).

Wird diese Eigenschaft ausgenutzt, um Strukturen im Körper zu ‚imprägnieren‘ – etwa die Glykokalyx – führt das zu einer Funktionalisierung und Aufladung, die Redoxprozesse im Körper aktivieren kann. Das geht bis hin zur Aktivierung von Vitalstoffen (Austauschbarkeit von P und Si), zur Verbesserung des Wasserhaushaltes (Eigenschaft als ‚Feuerwehr‘ im Körper, nicht nur auf Wasser bezogen usw.).

Die Funktionalisierung in Globuli zielt auch darauf ab: Lactosekügelchen können in feinstverteilter Form mit Kieselsäure ‚imprägniert‘ werden. Sind die Teilchen dabei klein genug, könnte das ganze also als Nanomedizin bezeichnet werden. Hahnemann hat das vor über 200 Jahren schon geahnt, Schüssler hat die Grundlagen verwendet um eine Schnittstelle zwischen makroskopischer physischer Versorgung und Informationsmedizin zu schaffen. Anders gesagt ist eine Schüsslermedizin eine Art Informationsmedizin mit einem ‚Anzünder‘ für eine makroskopische physische Versorgung – ersetzt sie aber andererseits auch nicht!

Wer das als unwissenschaftlich abtun möchte: nun, hier sei gesagt, dass es in der modernen Krebstherapie photonen(licht)gesteuerte Krebstherapieansätze mit Silizium gibt – natürlich in Nanoform.
Eine rudimentäre Erklärung dafür: siehe oben.

Dabei spielt nicht nur die Verdünnung eine Rolle, sondern auch der Grad der Verwirbelung bzw. Verschüttelung – in jeweils dosierbarer Menge.
Das erklärt dann wiederum die unterschiedliche Wirkung als nicht wissenschaftlich fassbare Erfahrungsmedizin (Hinweis auf ‚Homöopathisches Arzneimittel ohne Angabe einer therapeutischen Indikation‘. warum eigentlich?).

Weiter gehend lässt sich argumentieren, dass bei/ab einer Verdünnung von ca. D23 keine physischen Mengen mehr nachweisbar sind (was auch einen naturwissenschaftlichen Hintergrund hat – s. Avogadro-Konstante*…). Das bedeutet aber nicht, dass die ursprünglich vorhandenen strukturdirigierenden Teilchen keinen Einfluss mehr haben.
Um das näher zu verstehen, müsste man sich vergegenwärtigen – und das sind ebenfalls keine neuen Forschungen, sondern altes Wissen – dass es einen Welle-Teilchen-Dualismus gibt: bezogen auf Elektronen, aber auch auf alle darauf aufbauende Materie.
Das bedeutet: alle Materie – auch insbesondere lebende – besteht aus Frequenzen, strahlt diese ab und wird von ihnen auch biochemisch gesteuert. Deshalb sind wir auch auf Licht angewiesen.

 

Siliziumdioxid ist ein Halbmetall und Halbleiter, der sehr empfänglich für Frequenzen ist. Bestes Beispiel hierfür sind Quarzuhren und Computerchips in der Nanoelektronik.
Eine Dotierung – entweder gezielt auf Platinen- oder Trägermaterial (wobei zwar nicht ganz egal ist ob das auf Kupfer oder Lactose oder in alkoholischer Flüssigkeit aufgebracht ist) oder ungezielt als Imprägnierung – verändert die Oberflächeneigenschaften und die Eigenschaften des Trägermaterials insgesamt.
Prof. Hartmut Heine beschrieb den menschlichen Körper als System aus einer Vielzahl von Kondensatoren bzw. Transistoren – und elektrochemisch ist das recht gut beschreibbar, wenngleich sehr komplex – und damit als Speichersystem von Informationen.

Die Speicherung dieser Informationen kann auch bei größerer Verdünnung aufrechterhalten werden, selbst wenn physisch keine DIREKTEN Methoden mehr angewendet werden können, um die Teilchengrößen zu messen (bei Teilchen, die im sub-Nano-Bereich existieren) oder auch bei entsprechender Verdünnung im Grundrauschen des ohnehin vorhandenen ‚Frequenzgewitters‘, dem wir täglich ausgesetzt sind, einfach untergehen.
Könnte man verstehen als eine durch Verschüttelung und damit forcierten vielfachen Kollision ausgelösten Energieübertragung und -Speicherung (!), die längere Zeit aufrechterhalten bleibt und auf einen Träger übertragbar ist. Ähnlich wie bei den Prinzipien eines Jablonski-Diagramms* mit verzögerter Freisetzung und ‚Zurückfallen‘ auf den ursprünglichen Grundzustand (evtl. unter Nutzung von Zwischenzuständen wie einem Triplettzustand). Auch wenn dieser Vergleich möglicherweise etwas hinkt: das ist nicht ganz von der Hand zu weisen und ein mögliches Erklärungsmodell.

 

Die Erfahrungsmedizin zeigt, dass die Phänomene existieren, auch wenn sie nicht exakt gemessen werden können. Oder – viel einsichtiger: weil uns die empfindlichen Mess-Sonden bisher fehlen.
Hierzu müsste man sehr empfindliche Messungen starten, um die Lactose und die alkoholischen Lösungen zu untersuchen, die eingesetzt werden und deren Einsatz in vivo verfolgen. Dies ist mit ungeheurem Aufwand verbunden und wegen biochemischer Individualität nicht gut reproduzierbar; weiterhin bräuchte es sehr große Kollektive, um eine Statistik zu haben.
Als Voraussetzung bräuchte es eine umfassende korrekte Beschreibung der Frequenzeigenschaften in longitudinaler und transversaler Form, wie sie von Prof. Meyl federführend und in Pioniermanier angestoßen worden ist.
Für Wasser etwa sind viele Phasen beschrieben worden, die mit Frequenzen wechselwirken; als Wasserabkömmling mit OH-Gruppen ist das ebenso für Lactose und Alkohole, hier etwa Ethanol besonders, anzunehmen. Nah- und Fernwirkungen inbegriffen.

Russische Forschungen zeigen hier übrigens besondere Eigenschaften in Verbindung mit Silizium (zum Beispiel als Tetraethylorthosilikat). Warum etwa ist eine Si-O-Bindung ca. 0,2 Angström oder mehr als 10% kürzer als theoretisch vorhergesagt? Wie genau reagiert Tetraethylorthosilikat als Modellverbindung mit Wasser? Was bedeutet das für weit komplexere Systeme wie das von Ortho-Kieselsäure und Lactose oder die Monosaccharide, hier speziell Galactose? Was bedeutet das im Fall von Ethanol?
Was ebenfalls offen bleibt, ob in Schüssler-Medizin chemische Reaktionen stattfinden, oder ob ‚nur‘ physisorbierte oder chemisorbierte Teilchen an der Oberfläche oder homogen über das ganze Material verteilt (in alle drei Raumrichtungen isotrop?).

Diese sehr umfangreichen Betrachtungen weiter zu systematisieren, bleibt eine Aufgabe von Spezialisten, die gegenüber den immer wieder aufpoppenden Themen offen sind und eine Weiterentwicklung anstreben WOLLEN.

Alleine die Erfahrung zeigt, dass die Systematik stichhaltig ist und experimentell-naturwissenschaftlich haltbar, auch wenn sie nicht vollumfänglich exakt wissenschaftlich-theoretisch erklärbar ist. Weil die Grundlagen dafür fehlen oder bisher falsch gelehrt worden sind.

Ein Pionier, der das Informationsgeschehen von Wasser als OH-‚Modellverbindung‘ geprägt hat, ist Wilfried Hacheney gewesen. Durch entsprechende Verwirbelungstechniken kann Wasser damit ‚levitiert‘ werden. Allerdings ist das ein Thema für sich – wenngleich das Phänomen der Verschüttelung und das der Verwirbelung ein grobes – wirklich ganz grobes – gemeinsames Prinzip hat: forcierte Kollision von Teilchen.
Das geht weiter in Richtung Gerald Pollack (die vierte Phase des Wassers). Wobei die Zusammenhänge bisher sehr mangelhaft verstanden sind und deshalb als unwissenschaftlich abgetan werden – was sie nicht sind.

Weitere Ansätze finden sich etwa im Themenkomplex Biophotonen und den Arbeiten von Progoschin, Popp, Szent-Györgyi und weiteren, die lediglich versucht haben, exakt messbare physikalische Effekte zu erklären. Homöopathie als System einer nicht-linearen Therapiemöglichkeit gehört auch dazu.

Lit.
1. H. Heine: Lehrbuch der biologischen Medizin, Haug Verlag 2014.
2. L. Canham, Handbook of Porous Silicon, Springer 2013.
3. https://www.k-meyl.de/go/Primaerliteratur/Skalarwellen-in-der-Medizin.pdf
4. https://hacheney.com/
5. Gerald Pollack, the 4th phase of water, VAK, 2013.
6. Marco Bischof: Biophotonen – das Licht in unseren Zellen (Zweitausendeins, 1995)
7. Urs Weilenmann: Medizin neu gedacht: Argumente für eine zukunftsorientierte Therapiekultur, rüffer & rub, 2024.

*s. Lehrbücher der Physik

7. Aus aktuellem Anlass eine Studienübersicht – Homöopathie vs. Antoibiotika (das ist KEINE erschöpfende Auflistung!):
https://www.hri-research.org/wp-content/uploads/2025/04/HRI_EvidenceSummary_2024.pdf

 

Omega3-Fettsäuren sind essenziell. Darüber besteht kein Zweifel.
Aber was macht sie noch so besonders – außer dem Fakt, dass wie zu wenig EPA und noch weniger DHA haben?
Anmerkung: wenn Sie das nicht verstehen, brauchen Sie vielleicht eine Extraportion gutes Omega3…
In diesem Beitrag soll es nur um die Zusammenhänge mit Phosphocholinen gehen – natürlich gibt es weitere Verflechtungen, zb. zum Cholin und weiter zum Silizium…
Diese Brücken zu beleuchten und die Synergien zu erkennen, rechtfertigt den einsatz entsprchender Kombinationen, die Grundlagen dazu und entsprechend die Informations- und Studiengrundlagen für die Praxis.
Also keine theoretische Abhandlung, sondern eine sehr praxisnahe Betrachtung der biochemischen Zusammenhänge.

Es ist meist so, dass Omega3-Fettsäuren nicht ’solo‘ forkommen, sondern in mit Glacerin veresterter Form. D.h. keine freien Fettsäuren, sondern gebundene Omega3-Fettsäuren.
die Anzahl der beteiligten Esterbindungen ist hier entscheidend: sie beegt sich im spektrum von 1 bis 3 (Glacerin ist ein dreiwertiger Alkohol, kann also mit den Carboxylatfunktionen der Fettsäuren verbunden sein bis zu drei mal. Rein theoretisch.
In der Praxis sieht das jedoch anders aus. Hier ist es vielmehr so, dass maximal 2 Omega3-Fettsäuren an Glycerin gebunden sind.
Das hat architektonische Gründe, denn die mehrfach ungesättigten Omega3-Fettsäuren sind cis-Fettsäuren, die einfach mehr Platz wegnehmen – oder fachlich ausgedrückt: sterisch anspruchsvoll sind.

Wenn wir also zb. in der durcnumerierten Position 1 und 3 je eine EPA oder DHA haben: was ist dann an Position 2?
Denn die Natur verschwendet nichts.

Die Antwort: Phosphocholine bzw. Phospholipide mit kurz- und mittelkettigen Fettsäuren. Phosphocholine sind über Phosphatester gebundene Choline, die als Nervenbaustein die Glyceride als Vehikel nutzen.
Damit sind sie gleichzeitig Phosphatfänger bzw. Transporter für Phosphat (zur cAMP-Bildung, ADP- und ATP-Stoffwechsel usw.).
UND: ein wichtiges Detail an dieser Stelle: das ist der Grund, warum in Lehrbüchern die Doppellipidschicht nur mit zwei statt drei Ärmchen (müssten ja eigentlich drei sein!) abgebildet ist.

Durch die Austauschbarkeit und ionische bzw. zwitterionische Struktur lässt sich die Polarität dieses Triglycerids steuern sowie durch den Austausch von Phosphat und Silikat ist die Beteiligung von Silizium an diesen Stoffwechselprozessen direkt gegeben.

Wer hier in Richtung Molekülchemie, Veresterung und biochemischer Aktivierung weiterdenkt – eben eine Systembiologie, deren betrachtung wir so dringend bräuchten, aber nicht haben – wird schnell feststellen, dass Triglyceride eine zentrale Drehscheibe unseres Stoffwechsels sind.
Für das Hormonsystem, für unser Nervensystem und für das Immunsystem bwz. auch die Psyche. Also nicht nur mechanisch für die Stabilität und ‚Tensegrität‘ (Zugfestigkeit, mechanische Stabilität und gleichzeitig Flexibilität) der Membranen.
Außerdem haben Fette und Triglyceride einen sehr hohen Energieinhalt bzw. Brennwert.
Es wäre also ein Problem, wenn wir minderwertige OImega3-Fettsäuren, die keine Phospholipide beinhalten, zu uns nehmen würden. dann würde uns ein wesentlicher bis essenzieller Teil fehlen.
Cholin = Vitamin B4 ist kein essenzieller Baustein, aber trotzdem lebensnotwendig für den Erhalt von Nervenzellen, die vergleichsweise lange Reparaturzeiten brauchen.
Als statoinäre Phase an Membranoberflächen brauchen wir auch eine gewisse Körperelektrik, die über die Gehalte an Phospholipiden gesteuert werden.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir natürliche unbehandelte Omega3-Öle konsumieren.
Denn hier ist ein erheblicher Anteil auch an Phospholipiden mit an Bord.

Synthetische Ethylester-Öle haben diese Phospholipide nicht mehr, weshalb auch deswegen eine minderwertige Qualität resultiert.
Die Ethylester-Öle haben auch noch ein weiteres Problem: die Alkoholbelastung, die aus der Esterspaltung resultiert, den geringeren Energieinhalt, aber auch das simple Verdrängen natürlicher bestandteile eines Öls, das nicht nur nähren,. sondern auch regulieren hilft. Mechanisch UND biochemisch.
Im weiteren ist hier auch der recht komplexe Cholinstoffwechsel zu beachten, der mit Betain, Glycin und methylierten kleinmolekularen Aminosäuren (Phosphatidylcholin, Phoshatidylserin, Phoisphatidylinositol, s. Centrosanverlinkung).  in Verbindung steht. diese Veresterungsprozesse sind dann schlecht, wenn sie wenig sorgfältig vorgenommen werden. Denn: das hat IMMER Auswirkungen auf die enthaltenden fettsäuren. Werden Reaktionsbedingungen hier nicht sorgfältigst eingehalten, kann das erhebliche qualitätseinbußen für die Produkte bedeuten. Was u.a. auch die Preise für gute Kombinationen wie im PC diktiert.
Das ist auch ein Grund, warum ich oft Glycin empfehle (auch Glycin ist keine essenzielle Aminosäure, hat aber einzigartige Eigenschaften in mehrerlei Hinsicht).
Cholin ist übrigens auch nicht in JEDER Dosis empfehlnswert – es hat einen Gegenspieler: Dimethylbutanol.
Natürlich ist das nicht so einfach.
Aber Cholin in Triglyceriden wird besser und schonender verstoffwechselt, so dass sich keine schädlichen Metaboliten bilden können bzw. deren Bildung verzögert ist.

Auch eine direkte Bildung von Omega3-Fettsäuren mit Phospholipiden ist denkbar (dann ohne Glycerin). Das wäre eine Möglichkeit, eine mobile Phase innerhalb der Zelle zu haben, die sowohl freie Fettsäuren als auch Cholin transportiert – wahlweise mit oder ohne Phosphat oder eben auch mit monomeren oder oligomeren Kieselsäuren – quasi als ‚Feuerwehr‘, denn: Silikate sind leichter und damit schneller unterwegs als Phosphate und Pyrophosphate. Beise haben übrigens auch einen direkten Einfluss auf den Calcium-stoffwechsel, was bei Gefäßproblemen eine Erklärung für eine ‚entkalkende‘ Wirkung der Phospholipide oder der omega3-enthaltenden Triglyceride ist.

In der Praxis erlebe ich immer häufiger, dass die Kombination guter Omega3-Fettsäuren und fettlöslicher Siliziumpräparate bzw. -kombinationen eine sehr interessante und vor allem Effektive Kombination ergibt.Wenn also nach Erklärungen dafür gesucht wird ‚warum sollte ich das einsetzen‘: hier ist man gut beraten.
Allerdings sollten es beides fettlösliche Kombinationen sein, die sich gegenseitig in der Wirkung verstärken – um gewünschte Effekte zu maximieren.
Dabei ist es nicht immer ein ‚viel hilft viel‘ – denn das kann auch initiial zu Erstverschlimmerungen führen, die eine Reduzierung der Dosis rechtfertigt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Immunschwächen, Darmstörungen… Leaky Gut, Muskelprobleme und mangeldne Zellintegrität sowie Hormonstörungen sind nur einige der Anwendungsfelder, die für die Praxis wichtig sind.
An dieser Stelle darf ich auf meinen Artikel ‚Empfehlungen und sinnvolle Grundversorgungen – ein Wort in eigener Sache‘ hinweisen. Denn das geschieht nicht ohne Grund.

Literatur:
R.K. Iler, The Chemistry of Silica (Wiley, 1979)
W.E.G. Müller, Silicon Biomineralization (PMSB) (Springer, 2003)
https://www.facebook.com/photo/?fbid=1070097285271892&set=a.595368719411420  (einfache Version)
https://www.centrosan.com/Wissen/Naehrstoff-Lexikon/Weitere_Naehrstoffe/Phospholipide.php (komplexe Version)

Warum bin ich seit langer Zeit großer Aronia-Fan?
Es gibt hier viel zu sagen.
Vorab: es gibt KEIN ALLheilmittel, bzw. etwas, das alles heilt.
Ich tätige hier nur Aussagen zu Wirkungen, die auf entsprechenden Studien und Literatur basieren.
Bitte selbst informieren und eigenverantwortlich einsetzen!

Aronia melanocarpa – so der medizinische bzw. botanische (INCI-) Name – wächst als Rosengewächs wild in Amerika und war Indianermedizin, bis Ivan Mitschurin sie nach Russland gebracht hat, wo sie durch Zucht weiter verbessert und ertragsoptimiert wurde, so dass heute im wesentlichen zwei Sorten den Markt dominieren:
Nero und Viking.
Wobei die Sorte Nero sich immer weiter durchsetzt, da die Zucht natürlich ertragsoptimiert und für die Verarbeitung entsprechend gezüchtet worden ist.
Das ist übrigens NICHT gleichzusetzen mit einer genetischen Manipulation (auch da sind wirre Theorien unterwegs…).

Leider gibt es hier Dinge, die uns vorenthalten werden – warum, ist mir eigentlich unbegreiflich.
Alleine die Literaturlage ist eindeutig (a. wikipedia, was nicht wirklich ein alternativmedizinisch posotiv eingefärbtes Portal ist): Aronia hat eine sehr deutlich positive Wirkung auf unser Herz-Kreislaufsystem.

Gefäßaktive Wirkungen mit Langzeitfaktor

1. Antidiabetische Wirkungen im Rahmen eines metabolischen Syndroms, damit auch blutdrucksenkende Wirkungen (Verbesserung der Fließeigenschaften durch enthaltene Polyphenole und OPC)
Kann damit auch bei Gewichtsreduktion eingesetzt werden!
2. starke antioxidative Wirkungen (Antistressmittel. Das gilt vor allem für Muttersaft und dessen Kombinationen)
3. leistungssteigende und sauerstoffspendende Funktionen (durch enthaltene Catechine, aber auch Modulatoren wie Reveratrol, Quercetin, Chlorogensäure, Rutin, Lutein (je nach Produktkombi), Luteolin, Pektin und so weiter. Eben Anthocyane, Proanthocyanidine, Flavanole und verwandte Verbindungen, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann). Zugrunde liegend ist auch der Gehalt an Verbindungen, die man erst einmal gar nicht erwartet; Pycnogenol zum Beispiel.
4. Wirkungen gegen Strahlen, was sie auch zum Mittel der Wahl bei begleitender Chemo macht (!). damit sind chelatisierende und damit mineralausgleichende Wirkungen verbunden (Ausleitung radioaktiver Isotope), die bis heute nicht vollständig verstanden sind. (Bekannt zum Beispiel nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl)
5. ingesamt ein echtes Adaptogen, d.h. ausgleichend in die Yin- aber auch Yang-Richtung (TCM)
6. Wirkungen anhaltend für ca. 72 Stunden (erfahrungsmedizinisch; weiß man zum Beispiel von russischen Untersuchungen, Langzeitmärschen von Soldaten)
Auflistung unvollständig!

Mit all diesen Verbindungen schützt die Pflanze sich vor Umwelteinflüssen; dazu sind insbesondere in der Sowjetunion botanisch umfangreiche Untersuchungen und Anwenderstudien etwa in der russischen Armee gemacht worden – mit ‚interessantem‘ Ausgang für die Leistungsfähigkeit der Soldaten.

Aber der Reihe nach; ich möchte hier nicht kompliziert ausschweifend auf einzelne Verbindungen eingehen -. was sicherlich für Fans interessant werden würde.
Sondern ich mag die guten Effekte betonen, welche die Matrix mit sich bringt.
Die Effekte beschränklen sich nicht nur auf das Gefäßsystem, sondern wirken auf die Haut, die Augen, den Magen, den Darm, die Leber, die Nieren… und aufgrund der synergetischen Wirkung und dem Beinhalten primärer und sekundärer Pflanzenstoffe (primär wären zb. Vitamin C, E, Beta-Carotin und Folsäure) und Mineral- und Ballaststoffen (Kalium, Calcium, Eisen und Zink; seklundäre sind eben NICHT-Vitamine und keine im eigentlichen Sinn definiert essenzielle Pflanzenstoffe).
Für mich eine wirklich gute Grundversorgung.

Wirkverstärker

Insbesondere dem OPC – was in der Aroniabeere nicht extrahiert (und damit lösungsmittel- bzw. extraktionsmittelfrei ist!) werden wirkverstärkende effekte auf Vitamin A , C und E nachgesagt; das kängt auch mit der strukturellen Verwandtschaft der Inhaltsstoffe zusammen, die Elektronen übertragen können und die Strukturen der essenziellen Vitamine damit stärken bzw. stabilisieren oder auch regenerieren können.
Damit ist ein zusätzlicher Hebel für das so wichtige Vitamin C gegeben (dosisabhängige Wirkung!, nicht nur auf Ascormbinsäure, sondern auch auf Riboflavin=Vitamin B2).
Aronia ist also wichtig für jeden, der einen Vitamin-C-Bedarf hat.
Verarbeitung im Rahmen von Rohkostbedingungen (leichtes Erhitzen bzw. auch Pasteurisierung) führt zu leichten Veränderungen der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und einer Erhöhung des ORAC (gemessen via TE; dazu habe ich an anderer Stelle schon berichtet).
Dabei ist immens wichtig, in welcher Reihenfolge empfindliche Kräuter/Extrakte/Säfte zugesetzt werden und wie(viel).

Das hat besondere Aussagekraft in bezug auf die Hinweise von Linus Pauling, der vor 50+ Jahren schon der Meinung war, dass wir in einem ’subklinischen Skorbut‘ leben.
Das wird wiederum beliebig interessant wenn man die Wirkungen von Vitamin C denen von OPC gegenüberstellt.
Der Vorteil bei Aronia: hoch nährstoffdicht (zB. deutlich mehr als OPC, mehr sek. Pflanzenstoffe als in Holunderbeeren). Flüssig in Saftform (statt fest wie im OPC-Extrakt=Pulver.
Und: durch den hohen Gerbstoffanteil ist die Pflanze und damit auch die Beere nicht schädlingsanfällig.

Was kann die Aroniabeere noch?
COX-2- Hemmer: eine der Erklärungen, warum Aronia auch gegen Krebs eingesetzt wird.
Relevante Mengen an Cyanoverbindungen; das berührt das überaus spannende Thema Vitamin B17 und ‚Umpolung‘ (chemisch gesehen).
Selbst wikipedia schreibt dazu, dass kleine Mengen unbedenklich sind.
(das hängt übrigens auch mit Vitamin B12 zusammen!)
Aha.

Seltene aber wertvolle Zusatzinformationen

Hier möchte ich aber noch auf einige spezielle Details eingehen, die so weniger bekannt sind:
1. Aronia bildet mit wässrigen Verbindungen Kolloide. Das kann geschickt genutzt werden.
2. Der Zusatz von Kräutern und B-Vitaminen verbessert dir wirkung (nicht nur wegen der Flavonoide).
3. Fermentation verbessert zusätzlich die Wirkung
4. Bezüglich der Pflanze: auch die Blätter können genutzt werden
5. Aroniapräparate lassen sich auch für kosmetische Zwecke einsetzen (auch in der funktionalen Medizin, zb. bei der Wundheilung!).

Das alles setzt voraus, dass ein Grundwissen über den Einsatz vorhanden ist; so zum Beispiel sind Produkte mit Kräuterzusätzen niedriger zu dosieren (teils nur 20-30 ml!) als ein reiner Aroniasaft (bis zu 100 ml).
Auch ist zu beachten, dass aufgrund der immer kränkeren Gesellschaft nicht mehr empfohlen wird, Aronia auf nüchternen Magen zu konsumieren.
Aronia ist mit anderen Säften stufenlos mischbar – und sollte gerade bei Empfindlichen verdünnt werden (was andererseits auch die Wirkung lokal beeinflusst…).
Auch die Beeren enthalten zum Beispiel recht viel Pektin als flüssigen Ballaststoff – was diese besser verträglich macht als der reine Saft oder Extrakte.

Meine Empfehlung

Ich bin erklärter Fan insbesondere von Aronialand Österreich – aus ganz speziellen Gründen:
eine regionale nachhaltige und endverbraucherfreundliche pestizidfreie frische schonende Produktion von Aroniaprodukten mit denkbar breiter Palette mit bezahlbaren Preisen und einem beispiellos guten Service.
Was wünscht man sich noch mehr?
Die lokale Produktion involviert kurze Lieferwege, Frische und ausgeklügelten Mehrwert für alle Beteiligten (uch für Nicht-Aronia-Inhaltsstoffe woir Kräuter oder Kirschsaft.
Kein Import aus ich-weiß-nicht-woher.
Einfach nur Natur pur in Bio-Qualität: einfach anwendbar mit großer Wirkung.

Tipp: 36-Kräuter plus – auf www.aronialand.at
Eine konkurrenzlos gute und günstige Option.
Dazu gibt es noch einen Dauergutschein, der bei jeder Bestellung eingelöst werden kann und der nicht nur für dieses Produkt, sondern für alle Produkte auf aronialand.at gilt!
Fragen dazu beantworte ich gerne in der bekannten Aronia-fb-Gruppe (s. allgemeine Empfehlungen https://bruno-kugel.de/wp-admin/post.php?post=507&action=edit&classic-editor)

Denn das Thema ist viel zu ausufernd, um das in wenigen Sätzen zu beschreiben. Und viel zu wertvoll, denn: man sollte hier genau hinschauen!

Literatur (Auswahl):
1. https://www.aroniabeere.de/gesundheit/inhaltsstoffe/
2. https://www.spandidos-publications.com/10.3892/or.2012.1941 (Einsatz bei Krebs)
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0367326X11002838?via%3Dihub (Krebs)
3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29164127/ (Diabetes)
4. studien und Übersichten:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36431924/ (Übersicht weiterer Wirkungen anhand von Bestandteilen bzw,. konkreten Verbindungen und deren Wirkungen)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39184991/ (eNOS)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39614570/ (Fermentiertes)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39499790/ (Inflammation)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40362797/ (Herz-Kreislauf)
5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31619015/ (Antiox.)
6. https://de.wikipedia.org/wiki/Apfelbeeren
https://en.wikipedia.org/wiki/Aronia

Wie jeder andere Mensch bin auch ich auf Unterstützung angewiesen. Auch bekomme ich immer wieder Anfragen zu Nahrungsergänzungen, Supplements und Adaptogenen, die wirklich funktionieren. Eigentlich 24/7.
D3, Omega3, Silizium, B3, und natürlich Silizium stehen vorne an.
Auch Fragen nach Adaptogenen werden immer lauter, zum Beispiel nach Aronia.

Dieser Beitrag hier hat seinen Hintergrund in folgendem Phänomen, das ich kurz schildern möchte.
Jedes – aber wirklich jedes – Interview und fast jeder Kontakt führt dazu, dass nachgefragt wird: was kann ich noch nehmen.
‚Wie lautet die Empfehlung‘?
Dazu möchte ich sagen: ich bin kein KI-Automat, der robotermäßig Empfehlungen raushaut.
Und ich finde es auch nicht gut, dass pauschal irgendwas empfohlen wird nach Leidlinienvorbild:
Problem –> Pille –> Lösung.

Das ist wider jede menschliche Natur. Und es ist auch aufgrund biochemischer Individualität gegen jede ‚medizinische‘ Erfahrung (Dosis, Kombination usw.).
Weil nicht jeder alles verträgt und gleich darauf reagiert, aber aus noch vielen weiteren Gründen.
Es ersetzt auch keine Beratung; sonst wäre ja alles super und alle wären gesund.
Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: je mehr Nahrungsergänzungen es gibt, umso mehr werden die Menschen krank.
Zufall?

Sicherlich nicht.
Aber ich schweife ab.

Diejenigen, die EIGENVERANTWORTLICH Produkte einsetzen wollen, können das natürlich tun.
Der Gutscheincode (Dauergutschein) für alle Rilling-Produkte (www.rilling-healthcare.de) lautet:
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Der Gutschein ist auch für www.vivobase.de gültig.
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Der Gutscheincode (Dauergutschein) für alle Aroniaprodukte auf www.aronialand.at lautet:
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Versand nach Deutschland zu deutschen Versandkonditionen möglich.
fb-Gruppe zum austausch vorhanden.

Für das Omega3 (und Kollagen sowie Mineralien sowie weiteres auf eqology.com) ist eine Registrierung als Kunde erforderlich.
Meine Nummer ist die 101033730
fb-Gruppe zum Austausch vorhanden (bitte erfragen); die Produkte sind allesamt erklärungsbedürftig.
Registrierte Kunden bekommen von mir Antworten auf möglichst alle Fragen, soweit ich sie beantworten kann.

Ich arbeite auch mit Transferfaktoren. Was das ist, wie man sie einsetzt und warum: bitte anschreiben. Das kann ich nicht hier zwischen Tür und Angel sagen.
Auch dafür ist eine Registrierung bei germany4life.com erforderlich (!); Nummer: 11262941.
Auch hier bin ich mit diversen Therapeuten in Kontakt, da die Produkte erklärungsbedürftig sind.
Antworten an registrierte Kunden: jederzeit und gerne.

Das alles sind nur Beispiele.
Wer mich also unterstützen möchte, kann das gerne in dieser Weise tun und sich selbst – aber auch mich – unterstützen.
Ich bin NICHT so unterwegs, dass ich Dauerempfehler werden möchte und irgendwann nur noch ‚Streit‘ habe mit Herstellern, Kunden usw.
WEIL: ich habe einen anderen Fokus.
Genau das wird anderswo ausgenutzt, gerade wenn ich darüber schreibe, heißt es: bestell doch bei XY.
Irgendwo halt. Weil Produkte ja eh gleich sind?

NEIN. Sind sie leider nicht.
Und meine kostenlose Beratung einzufordern, um dann anderswo zu bestellen und mich vielleicht nochmal zu konsultieren (und sich vielleicht noch hier zu beschweren) ist so, wie sich von Herrn Meier beraten zu lassen mit viel Zeit- und vielleicht Kostenaufwand und dann bei Herrn Schulze zu bestellen und ausschließlich dessen Material zu nutzen. Um sich dann bei Herrn Meier zu beschweren über den Service und die Waren von Herrn Schulze.
–> Ernsthaft: würde das jemand tun?

Oder sich im lokalen Bioladen ausführlich beraten zu lassen, um dann bei ama… zu bestellen. Oder noch besser: zum Schneiderladen um die Ecke gehen, um sich beraten zu lassen, um dann bei temu oder shein zu kaufen. Um dann festzustellen, dass die Qualität, der Service und die Nachhaltigkeit – also echte Werte – nicht nur fehlen, sondern mit Füßen getreten werden. Garantie und Sicherheitsstandards gerade bei Elektronikgeräten sind oftmals problematisch; gleiches gilt für die Entsorgung…

Auch kann man hier die Ware nicht mal eben umtauschen – weil der Preis im Verhältnis zu den Versandkosten und den Einfuhrzöllen ein echtes Hindernis darstellt.
Produkte können beim Versand beschädigt werden etc. pp.

Auch aus diesem Grund empfehle ich Produkte mit etablierten funktionierenden shops und vertrauenswürdigen Werten.
Wenn es irgendwie geht, national und regional.
Wenn das nicht geht – wie beim Omega3: dann wenigstens so, dass die Qualität und der Service stimmen und nofalls auch Kulanz eingeräumt wird.
Denn nur das schafft Vertrauen.

Noch ein Aspekt:
Ich hefle wirklich fast jedem und bin gutmütig, aber nicht dumm. Und blind auch nicht.
Unter anderem beobachte ich sehr genau, wie sich die ‚Suchenden‘ über die Jahre entwickeln. Daher entscheide ich, mit wem ich zusammenarbeiten darf.
Das würde ich übrigens auch jedem Kunden empfehlen, hier ganz genau hinzuschauen.
Das erspart beiden Seiten Probleme und ist Grundlage jeder ‚Bewerbung‘ oder ‚Empfehlung’als Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit.
Davon unabhängig ist die emotionale Komponente.

Wer keine Empathie mag, darf anderswo kaufen. Und sich bitte auch anderswo beraten lassen.
Möge ihm dann diese ‚SEINE‘-Energie helfen.
Denn ich bin – um es zusammenzufassen – nicht der Sklave kostenloser Dauer-Dienstleistungen. Das wäre wirklich verrückt und würde niemandem einfallen.

Ein abschließender Satz:
Ich werde nicht reich durch meine Arbeit. Es erfordert sehr viel Idealismus, überhaupt dabeizubleiben.

Danke.

Aufgrund vieler Rückmeldungen, Erfahrungsberichten und dem Studium entsprechender Literatur ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme, was die Nierengesundheit angeht.
Das ist auch deshalb bedeutsam, weil die gesamte (traditionelle) Chinesische Medizin darauf ausgerichtet ist, die Nierengesundheit (Nieren-Qi) zu stärken und auszugleichen.
Hier hat sich Silizium als echtes Adaptogen erwiesen.
Warum?

Zunächst ist es wichtig zu betonen, dass es ein Gleichgewicht zwischen Kieselsäuren und Siliziumdioxid gibt, das an die Anwesenheit von Wasser und mikrobielle Aktivitäten gebunden ist. Das hat unter anderem auch Guy E. Abraham beschrieben (2, in neuerer Zeit); eigentlich erstaunlich, denn Abraham war eher bekannt für seine Forschungen zum Thema Jod (eine weitere historische Verbindung findet sich in dem Buch von Prof. A. Kühn: die Kieselsäure (1926). Weitere Literatur findet sich unten bzw. in den dort zitierten Studienübersichten).

Dieses Gleichgewicht reguliert den Wasserhaushalt im Körper entscheidend mit und bestimmt die renale Exkretion oder auch die fäkale Exkretion, also ob die Kieselsäure über den Darm oder die Nieren ausgeschieden wird.
Dazu könnte ich Berge an Literatur anführen, was allerdings wenig Sinn macht. Denn jeder wird schon einmal erfahren haben, wie es ist, ganz dringend Pipi zu müssen, wenn er einen Brennnesseltee, einen Bambustee oder Ackerschachtelhalmtee getrunken hat; gleiches gilt für kolloidale Kieselsäureprodukte – hier vor allem in wässriger Form.
Darauf beruhen weitere erfahrungsmedizinische Analysen und Provokationsstudien zum ‚Ausschwemmen‘ von Toxinen, was tatsächlich einen ernsten Hintergrund hat.

Es ist also wichtig festzuhalten, dass diese Provokation den Nieren ‚Arbeit‘ gibt – in Form des ADH und der Aufkonzentrierung des Primärharns.
Dieser Prozess findet in den Nieren statt, hier vor allem den Nierenglomeruli.
ZU wenig trinken ist vor allem für ältere Menschen fatal; allerdings tun sich hier auch subtile Fragen auf: was ist eine gute Dosis? Kann ich meine Nieren damit ‚überladen‘?
Schwemme ich mit Kieselsäure zu viele Mineralien aus?
Wo liegen die Grenzen zwischen Wassertransport und Wasserbindung? Oder – anders gefragt: kann ich mit einer Kieselsäure auch Wasser in den Körper einlagern?
Und: wird auch nicht einiges fäkal ausgeschieden?

Das sind allesamt sehr komplexe Fragen, die nicht nur die Kieselsäurewirkung berühren, sondern auch die Cofaktoren. Und das kann tatsächlich beliebig komplex werden, weil nicht nur die Anzahl der Cofaktoren und ihre Synergie komplex sind, sondern auch deren individuelle Dosierung.
Beispielsweise wurde in den letzten Jahren gezeigt, dass eine Therapie von Silizium, Vitamin D3 und Ca einer Therapie von Vitamin D3 und Ca signifikant überlegen ist (allerdings waren die Studiendesigns und -zeiträume wie so oft viel zu kurz, 3). Dies alleine ist bedeutsam vor dem Hintergrund, dass immer noch nicht in der Praxis angekommen zu sein scheint, dass wir nicht 800 IE D3 täglich brauchen, sondern eher 7000-8000 IE (bezogen auf das, was im Körper ankommen soll, und NICHT was wir substituieren!).

Silizium als echter Regulator

Insgesamt tut sich also hier ein komplexes ‚Waagebalkenbild‘ auf, das der Kieselsäure die Bezeichnung ‚Feuerwehr‘ eingetragen hat.
Kieselsäure ist demnach nicht nur ein Wassertransporter, sondern auch ein Transporter für Calcium, für Mineralien und Spurenelemente, aber auch für Proteine (60%) und Fette (30%). Die frühen Untersuchungen von Hugo Schulz sind im wesentlichen bestätigt worden durch die Arbeiten von Carlisle, Birchall, Iler, Brinker und Scherer, Jugdaohsingh, Exley, Canham und anderen.
Die Grenze zwischen Transport und Bindung liegt bei etwa 120-150 ppm, vielleicht auch noch etwas darüber. Aber warum so unscharf?
Das liegt unter anderem an der biochemischen Individualität – und vor allem an der Nierenleistung, die ja hier vor allem Thema ist.
Das hat zu erheblichen Missverständnissen geführt wie etwa ‚ich habe noch nie Silizium supplementiert, habe aber einen zu hohen Wert. Wie kann das sein?‘

Dazu ist zu sagen: Auch eine Hyperkaliämie ist Zeichen einer schlechten Nierenfunktion, denn: ein ZU viel an Kalium im Blut bedeutet gerade bei schweren und konsumierenden Erkrankungen auch ein ZU wenig in den Zellen und eine Unterversorgung der Extrazellularmatrix, in der Kieselsäure eine buchstäblich grundlegende (Spül)Funktion erfüllt.
An anderer Stelle hatte ich schon auf die Regulation des Blutdrucks hingewiesen und die Rolle von Silizium im Transport von Wasser und Mineralien bzgl. Aquaporine (6), s. auch https://bruno-kugel.de/silizium-und-bluthochdruck-eine-epidemie/.

Ein weiterer Grund ist das komplexe Gleichgewicht oligomerer Kieselsäuren, die sowohl pH-abhängig als auch von der Anwesenheit von Mineralien abhängig ist. Das ist schon recht früh – etwa von Iler – beschrieben worden und später auch anhand von Kristallstrukturanalysen bestätigt worden; damit wurde bewiesen, dass mehrere Kieselsäuren nebeneinander existieren können und so eine regulierende Funktion ausüben. Das betrifft insbesondere die Wasserregulation lokal und demit den kolloidalen Zustand des gewebes in mikroskopischer Umgebung!
Das ist im weiteren dann auch ein Problem der Referenzierung, denn: wie will man das auf eine Gehalt beziehen, wenn man keine einzelne Substanz hat, auf die man sich beziehen kann?
150 ppm Orthokieselsäure ist nicht gleich 150 ppm Dikieselsäure – oder Trikieselsäure.
Das schein ein grundlegendes Thema gerade beim Silizium zu sein.

Ein mögliches Erklärungsmodell

Es scheint aber so zu sein, dass oberhalb von 200 ppm der Körper reguliert und Wasser sowie Kieselsäure vermehrt ausscheidet. Und das ist auch gut so, denn das befeuert den Stoffwechsel, die Mineralienausscheidung (mit der auch Toxine und endogene Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden), den Wasserhaushalt, die Befeuchtung der Nierentubuli, das ‚Training‘ der Enzymkaskaden – hier vor allem des RAAS-Systems und damit der Blutdruckregulation, die ja bekanntlich über die Blutmenge, also die Natrium’retention‘ in den Nieren erfolgt.
Das wiederum hängt mit der Eigenschaft von Natrium zusammen, mehr Wasser anzuziehen als das größere Kalium-Ion. Vielleicht auch deshalb ist die Evolution so gelaufen und Kalium ist das zweithäufigste Mineral in unserem Körper.
Und: die Natrium-Kalium-Pumpen sind Aquaporine, also Ionenpumpen, die unter ATP-Verbrauch die Ionengradienten aufrechterhalten. Wenig Energie à wenig ATP à wenig Kraft. Nicht nur für die Muskulatur, sondern auch wenig ‚Spannung‘ und ‚Potential‘.
Also wesentlich mehr als 200 ppm im Blut wird man unter normalen Umständen nicht finden.
Wenn, ist das als zunehmend pathologisches Zeichen zu sehen, ähnlich wie bei einer Hyperkaliämie.
Der Körper wird versuchen, sich dieses Überschusses zu entledigen: durch forcierte Diurese.
Diese kann passiv erfolgen, aber auch aktiv erfolgen.

Übrigens: kleine Moleküle werden eher renal ausgeschieden, während größere eher über den Darm ausgeschieden werden.
Ein sehr grobes Modell, was aber in der Biochemie und Physiologie, Pharmakologie und Toxikologie ein allgemein akzeprtierter Fakt ist.
Auch hier spielt wieder das Phänomen ‚Alterung‘ mit: bei ‚gealterten‘ Strukturen kann weniger Wasser festgehalten werden und wird schneller ausgeschieden, ohne relevante Organbereiche zu ’sehen‘.

In der Praxis ist deshalb oftmals zu beobachten, dass unter Siliziumsubstitution vermehrter Durst zu beobachten ist; gleichzeitig ist der Bedarf an Mineralien möglicherweise auch erhöht.
Das scheint nicht immer der Fall zu sein und ist ein dosisabhängiger Befund, der sich im Verlauf einer kontinuierlichen Substitution auch einregelt.

Bei verminderter Nierenleistung ist Vorsicht geboten, was die Kapazität und Geschwindigkeit der Ausscheidung angeht: bekanntlich regulieren Schilddrüsenhormone und Wachstumshormon die Aufnahme von Silizium (Holzer & Holzer, 2008 und dort zitierte Literatur); das ist einer der Gründe, warum wir eine derart weit verbreiteten subtilen Siliziummangel haben.

Manche Anwender berichten auch – gerade bei mineralienhaltigen Produkten – von Schwindel bis hin zu Übelkeit. Gerade dann, wenn sie zu wenig getrunken haben und eine größere Dosis auf einmal genommen haben.
Das kann dann auch die Nieren temporär belasten; hier kommt es auf das Produkt und die zeitnahe Flüssigkeitszufuhr an, wie sich das im weiteren Verlauf auswirkt.
Ich beschreibe das auch gerne mit dem Begriff Reizmittel‘, was schon früher von A. Kühn geprägt wurde, allerdings unter anderer Anwendungsform.
Die Reaktion auf diesen Reiz ist entscheidend; allerdings bestimmt auch die Dosis und die Art der Applikation (Si + X) die Wirkung.

Eine mehrfach beschriebene Wirkung (auch in der FB-gruppe zum Erfahrungsaustausch und der Erforschung von Wirkungen von Silizium als ‚Baustein des Lebens‘) ist die einer deutlichen Wirkung anfangs und dann einer Eingewöhnung mit nahezu ausschließlich positiven Wirkungen (nahezu, weil es eben manchmal nix tut. Negativwirkungen sind allerdings bei Einhaltung der empfohlenen Dosierungen nicht beschrieben worden).

Insbesondere auf einen Aspekt möchte ich noch eingehen.
So wurde berichtet, dass bei ‚schaumigem Urin‘ die ‚Schaumbildung‘ unter Si-substitution weniger wurde bis aufhörte.
Ein bemerkenswerter Befund in mehrfacher Hinsicht.
Zum einen ist es so, dass Silizium sich an Proteine und hier besonders Lipoproteine bindet (7) und diese auch zu regulieren vermag. Hier zeigt sich auch der Zusammenhang mit LDL, Cholesterin und einer Hyperlipoproteinämie, also einem zu viel an schlechten Blutfetten und zu viel Protein im Blut (weil dem Körper die Kraft fehlt, das entweder auszuscheiden oder zu verstoffwechseln).
Zum anderen ist es so, dass gerade im Zuge einer Siliziumzufuhr mehr Wasser im Körper zirkuliert und demzufolge der Körper besser Toxine ausschwemmen kann. Dazu können auch physiologisch vorkommende, aber in ihrer Menge überbordende Proteine und Peptide gehören.
dieser Prozess funktioniert langsam, aber kontinuierlich.

Ein weiterer Aspekt, der sehr gut als Erklärungsmodell dienen kann:
Siliziumdioxid und Kieselsäurepräparate werden als ‚anti-foaming agents‘ (in wechselnder Komposition, auch patentiert) eingesetzt. Die Funktion in unserem Körper als ‚Anti-schaum-mittel‘ ist daher mehr als gerechtfertigt.
Der genaue Wirkmechanismus ist nicht ganz genau verstanden, hängt aber gleichwohl von der inneren Oberfläche der Teilchen, ihrer Natur (polar/unpolar, ionisch oder nicht-ionisch) in passgenauer Wechselwirkung mit entsprechenden Lipoproteinen im Körper zusammen.
Hier kommt es tatsächlich auf molekulare Details UND auf Teilchengrößen an.

Wie viel Kieselsäure ist für die Nieren wirklich ‚gut‘?

Eine sehr wichtige Frage, die einer biochemischen Individualität unterliegt. Kieselsäurehaltige Mineralwässer alleine reichen hier nicht aus; diese haben übrigens ca. 120-150 ppm Kieselsäure mit einer sich schnell abspielenden ‚Kinetik‘: nach geschätzt 4-5 Stunden ist das meiste bereits wieder ausgeschieden; das zeigen Provokationsstudien (zb. 2a-c).
Im Zuge einer Substitution ist zwingend auf ausreichend Bewegung zu achten, damit das piezoelektrische und  System und das elektrophysiologische System Mensch die Verteilung gewährleisten kann.
Hier ist die Empfehlung der EFSA ausnahmsweise tatsächlich sinnvoll: Mengen bis 350 mg Kieselsäure täglich in kolloidaler Form sollten nicht überschritten werden (eigene Beobachtung, aber: KEIN IMPERATIV!!!).
Gemäß dem individuellen Bedarf kann die jeweils benötigte Kombination unterschiedlich ausfallen.

Es kann aber als gesichert gelten, dass eine Überladung des nichtlinear-selbstregulierenden Systems Mensch mit Kieselsäure aus natürlichen Quellen nahezu ausgeschlossen ist.
WENN eine Überladung stattfindet, ist diese fokal bedingt und an Stellen, wo eine kolloidale Alterung stattgefunden hat. Dies ist im allgemeinen für das System Nieren nach derzeitigem Stand ausgeschlossen, es sei denn, es wird VIEL zu wenig getrunken ODER es liegen schwerwiegende Erkrankungen der Nieren vor, die eine Aufkonzentration des Primärurins vermindern bis verhindern – in die ein oder andere Richtung (Anurie oder Polyurie bzw. Diabetes insipidus, um zwei diametrale Gegensätze zu nennen).

Apropos Diabetes: hier könnte Silizium auch dazu beitragen, den Zuckerstoffwechsel bei Diabetes mellitus Typ 2 auszugleichen (8).
Allgemein ist es nach Praxiserfahrung so, dass vor allem die Regulation von Ca:Mg, Na:K und damit auch von Phosphat im Blut über Kieselsäure gesteuert wird. Was kein wirklich überraschender Effekt ist, wenn man sich die Literatur genauer anschaut.
Zusätzlich scheint es so zu sein, dass hier – bei ausreichender Trinkmenge – auch pathogenreduzierende Eigenschaften der Kieselsäure wichtiger werden; entweder sie werden einfach ausgeschwemmt oder sie können nicht mehr an das Nierenepithel binden und Schäden verursachen (weil ganz einfach gesagt die Schleimhaut gestärkt wird). Das kann mechanisch, abe5r auch biochemisch geschehen (über Fibroblastenaktivierung, verbesserte Wasserspeicherung des Gewebes, endokrine Steuerungsmechanismen und neurologische Prozesse).
Bei verminderter Nierenleistung – hier vor allem weniger als 50-60 ml/min – muss die Substitution ggf. angepasst werden.

Allerdings wirft das alles viele weitere Fragen auf, die den Kieselsäurestoffwechsel in den Nieren  erforschen lassen wollen.
Das sind übrigens nur exemplarische Erklärungsmodelle; den kompletten Stoffwechsel hier erfassen zu wollen – inklusive zb. Kalium oder Vitamin C – ist illusorisch und wurde meines Wissens so noch nie unter dem Aspekt von Kieselsäure betrachtet.

Gleichwohl erscheint es höchst notwendig – angesichts der vielen biochemischen Wirkungen von kolloidaler Kieselsäure – das zu ändern und zumindest Thesen aufzustellen und diese durch entsprechende Studien zu verifizieren oder zu falsifizieren.

Das ist echte Wissenschaft und wird das Verständnis der so wichtigen, aber in Vergessenheit geratenen und für die biochemische Kommunikation so wichtigen Kieselsäure voranbringen.
EIN immer häufiger kursierendes Bild ist das folgende.
Es zeigt, dass Kieselsäure direkt mit Phosphat wechselwirkt und dass die Variation der Ca/Mg- Verhältnisse hier eine wesentliche Rolle spielen.
Dasselbe gilt für die Variation der Na/K-Verhältnisse.
Grüne Pfeile: beeinflusst sioch positiv/wirkt synergetisch
Rote Pfeile: beeinflusst sich negativ/wirkt antagonistisch
Diese Grafik ist keinesfalls komplett!
P.S.: Verwendung unter Nennung des Autors wäre nett.
Das ist ein Experiment. Mal ehen wo das landet.

 

Literatur

  1. Guy Abraham, The Importance of bioactive silicates in human health https://www.optimox.com/content/Iodine%20Research%20Resources/bioactive-silicates.pdf
    Neuer Link: https://web.archive.org/web/20230218054141/https://www.optimox.com/content/Iodine%20Research%20Resources/bioactive-silicates.pdf
  2. a) J.W. Dobbie, M.J.B. Smith; Urinary and serum silicon in normal and uraemic individuals; Ciba Foundation, Symposium 121: Silicon biochemistry (1986), 194ff.
    b) Magnusson C, Jugdaohsingh R, Hulthen L, Westerlund A, Powell JJ, Ransjö M. Urinary Excretion of Silicon in Men, Non-pregnant Women, and Pregnant Women: a Cross-sectional Study. Biol Trace Elem Res. 2020 Apr;194(2):321-327. doi: 10.1007/s12011-019-01785-5. Epub 2019 Jun 29. PMID: 31254248; PMCID: PMC7015958.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7015958/
    c)  Diss. Marian Waterstradt (2019; Resorption von Equisestum arvense-Zubereitungen – eine randomisierte aktiv kontrollierte Pilotstudie
  1. Rondanelli M, Faliva MA, Peroni G, Gasparri C, Perna S, Riva A, Petrangolini G, Tartara A. Silicon: A neglected micronutrient essential for bone health. Exp Biol Med (Maywood). 2021 Jul;246(13):1500-1511. doi: 10.1177/1535370221997072. Epub 2021 Mar 9. PMID: 33715532; PMCID: PMC8283247.
  2. Veugelers PJ, Ekwaru JP. A statistical error in the estimation of the recommended dietary allowance for vitamin D. Nutrients. 2014 Oct 20;6(10):4472-5. doi: 10.3390/nu6104472. PMID: 25333201; PMCID: PMC4210929.
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=silicic+acid+renal+failure&filter=pubt.clinicaltrial (abgerufen am 8. August 2024)
  4. a) Azad AK, Raihan T, Ahmed J, Hakim A, Emon TH and Chowdhury PA (2021). Human Aquaporins: Functional Diversity and Potential Roles in Infectious and Non-infectious Diseases. Front. Genet. 12:654865. doi: 10.3389/fgene.2021.654865.https://www.frontiersin.org/journals/genetics/articles/10.3389/fgene.2021.654865/full
    b) Garneau AP, Carpentier GA, Marcoux AA, Frenette-Cotton R, Simard CF, Rémus-Borel W, Caron L, Jacob-Wagner M, Noël M, Powell JJ, Bélanger R, Côté F, Isenring P. Aquaporins Mediate Silicon Transport in Humans. PLoS One. 2015 Aug 27;10(8):e0136149. doi: 10.1371/journal.pone.0136149. PMID: 26313002; PMCID: PMC4551902.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4551902/
  1. A.A. Chuiko, A.A. Pentyuk, and V.K. Pogorelyi, Enterosorbent Silics: Properties and Clinical Application in: H. Bergna, Colloidal Silica: Fundamentals and Applications, 177-186; hier besonders Tabellenübersichten.
  2. Hernández-Martín M, Bocanegra A, Redondo-Castillejo R, Macho-González A, Sánchez-Muniz FJ, Benedí J, Bastida S, García-Fernández RA, Garcimartín A, López-Oliva ME. Could Duodenal Molecular Mechanisms be Involved in the Hypocholesterolemic Effect of Silicon Used as Functional Ingredient in Late-Stage Type 2 Diabetes Mellitus? Mol Nutr Food Res. 2022 Dec;66(24):e2200104. doi: 10.1002/mnfr.202200104. Epub 2022 Oct 27. PMID: 36213967; PMCID: PMC10078384. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36213967/

 

Silizium und Cholesterin vs. Unverträglichkeit von Fetten im Zusammenhang mit Histaminose. Hier: besonders Silizium als Silicium Subtilis oder Pure oder Liquid.

Meine Beobachtungen dazu sind folgende.

Endprodukt des Aminosäurenstoffwechsels ist: Ammoniak NH3.
Ein kleines, stockbasisches und damit starkes Nucleophil, das allzu gerne Säuren neutralisiert.
Das bedeutet für die Leber: mehr Arbeit.
Bedeutet aber auch, dass Ammoniak als kleines sehr reaktives Molekül mit sehr vielem reagieren kann. Und wird. Deshalb bildet die Leber ja auch Harnstoff H2N(CO)NH2, der dann über Blut und Nieren ausgeschieden wird.
Geschieht das unvollständig, kann das bei Übersäuerung zu Gicht führen (Harnsäurekristallbildung, vorwiegend in Zehen- oder fingergrundgelenen wie Daumen und Zeigefinger/Großzeh. S. Podagra.). Physiologisch übrigens bei Vögeln (Harnausscheidung vie Harnsäure).
Durch Amin-Oxidation kann sich NO bilden, aber bei oxidativem Stress mittels OH-Radikale auchNO2 bzw. NOX, also N2O3, N2O4, N2O5 usw..
Da das auch bei bzw. in uns geschieht, kann das im wesentlichen nur die Leber regulieren.Kann sie das NICHT, wird vermehrt Cholesterin produziert – als Zellmembranmaterial und Hormongrundstoff sowie Ausgangsstoff für Gallensäuren, die Fette emulgieren können.
Ist aber die Kapazität der Leber sehr beschränkt UND die Geschwindigkeit der Gallenflüssigkeit reduziert, kann es zum Gallenstau kommen.
Bedeutet: die Geschwindigkeit des Gallenflusses wird reduziert und damit konzentriert sich der Gallensaft so sehr, dass manchmal das Lösllichkeitsprodukt überschritten wird.
Resultat bei zu viel Calcium im System bzw,. zu wenig Kraft um die Ca-Ionen- bzw. Gradienten zu regulieren: Gallensteine.

Bestehend aus Ca-Oxalat, Bilirubin, Cholesterin…

Das bedeutet aber auch für den enterohepatischen Kreislauf: zu viel Histamin im Darm – vor allem im Dünndarm.
Das wiederum hängt mit GABA (gamma-Aminobuttersäure), überhöhtem Stress (Histamin ist eigentlich ein Hormon!), einem schlechten Glutaminstoffwechsel (!), zu wenig Elektronen und einer schlechten Darmperistaltik zusammen. Oder einer schlecht regulierten (Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall, nervös bedingt. ‚Reizdarm‘.) Verdauung durch permanente nervöse ‚Vagusreizung‘.
Bei extremen Histaminosen bzw. dem von der Schulmedizin als MCAS bezeichteten Mastozytose/Mastzellaktivierungssyndrom sind die Mastzellen randvoll mit Histamin und jeder Impuls von außen kann die Mastzellen überfordern bzw. massiv Mengen an Histamin freisetzen.
Außerdem liegen die Nerven meist sehr blank. Weil B-Vitamine und deren Stoffwechsel desolat schlecht sind.
Oft sind auf Nachfrage bei den Betroffenen auch die Transaminasen oder Leberwerte allgemein erhöht.

Vor allem GOT Glutamat Oxalacetat Transaminase (ASAT Aspartat Aminotransferase) und GPT Glutamat-Pyruvat- Aminotransferase (ALAT, Alanin-Aminotransferase) und das Verhältnis zueinander sind hier diskutiert als Außmaß einer Leberschädigung oder einen regelrechten Funktion (de Ritis-Quotient ASAT/ALAT, hier nat sich wieder jemand verewigt. s. https://de.wikipedia.org/wiki/De-Ritis-Quotient .

Eng verbunden damit sind kurzkettige Fettsäuren, zb. vermindertes GABA= Gamma-Aminobuttersäure (Gegenspieler zu Glutamat!), Pantothensäure, aber auch B3, Omega3 und – zentral – Silizium als Kieselsäure.
Denn auch Kieselsäure kann zu einer Cholesterinsenkung beitragen, genau wie MCT (durch Anschieben des Fettsäurestoffwechsels/des ketogenen Stoffwechsels/Bildung kurzkettiger Fettsäuren zb. im Rahmen eines Fastens) oder auch einer Regulation der Omega3-Pfade (zb. Arachidonsäure/EPA bzw. im Rahmen des HS-Index nach Harris und Schacky).
Das berührt dann auch schon Wege dessen, wie man eine HIT – Histaminintoleranz – wieder regulieren bzw. reduzieren kann: natürliche Cholesterinsenker sind im Allgemeinen auch Histaminsenker.
Das berührt dann auch weitere – klinische – Parameter wie Homocystein (C4-Köper, ebenso wie GABA und , Lipoprotein (a) und LDL(-CHolesterin).

Das kann ich aber in einem kurzen Blogbeitrag unmöglich ganz abbilden.

Speziell zum Omega3:
Hier ist – neben der Tatsache, dass O(mega)3-Fettsäuren Cholesterin senken können und dass O3 ein Nahrungsmittel und keine NahrungsERGÄNZUNG ist… – die Beobachtung sehr interessant, dass die Qualität des gegebenen Omega3 die Verträglichkeit scheinbar enorm beeinflusst.
Minderwertige O3s und ranzige Öle verstärken Würgereiz und die Bereitschaft überhaupt Omega3 zuzuführen.
Manche merkien schlicht nicht, dass der Fettstoffwechsel am Boden ist UND sie ein schlechtes O3-Produkt haben.

Ein Doppelwumms der schlechten Art.

Diese überaus interessante Beobachtung hat ihre Erklärung in folgender einfacher Überlegung:
ein reines Omega3 hat geringe Totox-Werte und ist demzufolge elektronehnreich als auch ortho-molekular und enthält keine oder vernachlässigbar kleine Mengen Transfettsäuren, macht also in dieser Weise auch keine zusätzliche Arbeit für die Leber.
Auch nicht für die Galle. Auch nicht für den Dünndarm bzw. den enterohepatischen Kreislauf. Noch dazu werden fettlösliche Vitalstoffe besser verstoffwechselt – hier besonders Vitamin ADEK. Auch Q10 gehört dazu.
Man könnte sogar noch weiter gehen und sagen: mehr DHA ist mehr an antioxidativer Kraft – allerdings finde ich das etwas übers Ziel hinausgeschossen, weil das Verhältnis zählt.
Dazu ist auch bekannt, dass zb. Bacillus subtilis Histamin aktiv senken kann – via Aktivierung der Enzymwege, so dass Histamin sich erst gar nicht anreichern kann.
Damit erfolgt auch ein Hormonausgleich und eine Verminderung des Stresslevels.
Die Peristaltikanregung erfolgt also nicht nur durch Kieselsäure allein.
Kieselsäure an sich bindet sehr gerne an Amine bzw. auch Eiweiße.

Das bedeutet, es MUSS Einfluss auf den Aminosäurenstoffwechsel haben (Bindung an Proteine zu etwa 60%, bei Fetten zu ca. 30 %, s. ältere Literatur nach Hugo Schulz, a. Kühn, Butenandt usw.).

Eine komplette Auflistung würde hier den Rahmen sprengen; deshalb habe ich mal einoige Literaturstellen zu Bacillus subtilis und Histamin zusammengesucht und diese in den richtigen Fokus gerückt. Weil das sonst vermutlich in den ganzen Marketingsttrategien untergeht.
Bei alledem: wer sich nicht schont und seinen Stress reduziert, den werden die OH-Radikale früher oder später beschäftigen.

Das hat nicht nur H. Heine erkannt.

Tipp: mir haben Silicium Subtilis und ein wirklich gutes Omega3 mit Olivenöl und Lutein sehr gut weitergeholfen.
Gegebenenfalls macht ein Testen der Produkte mit einscheichend steigender Dosierung viel Sinn, um Unverträglichkeiten und Allergien zu minimieren.
Aber selbst bei heftigen Histaminosen scheint das ein tragfähiges Konzept zu sein, das wahlweise durch MSM in homöopathischer un/oder geringer Dosierung unterstützt werden kann.
Dabei macht es außerdem Sinn, Dosierungen und Kombinationen vorher kinesiologisch auszutesten.

Histamin (Abbauprodukt von Histidin) ist ein biogenes Amin, das ähnlich wie Tyramin (letzteres wird durch Decarboxylierung aus Tyrosin gebildet) hormonartige Funktionen hat.

Welche Rolle hat Silizium hier – und lässt sich das irgendwie belegen?
Welche Produkte wären hier geeignet für eine Histaminsenkung?

Erstmal: Histamin kommt nicht nur in Mastzellen, sondern auch in Epidermiszellen der Magenschleimhaut und in Nervenzellen vor.
Also überall dort, wo Proteinstoffwechsel stattfindet.

Das bedeutet ganz allgemein: wenn der Proteinstoffwechsel nicht komplett durch’organisiert‘ funktioniert, kann sich Histamin bilden. Das ist sicherlich zusätzlich über (Peptid?)hormone gesteuert bzw. diese sind darin involviert.
Fest steht auf jeden Fall: wir brauchen Histamin für die Regulation entzündlicher Prozesse.
Ohne geht’s nicht. Mit zu viel auch nicht…
Aber was ist ein gesunder Rahmen bzw. eine gesunde Bandbreite?
Wenn der Stoffwechsel schlecht funktioniert, kann das zu einer Ansammlung von Histamin – vor allem in den Mastzellen – kommen.

Mastzellen kommen im Bindegewebe vor (s. wikipedia, das man ausnahmsweise hier auch mal als Quelle angeben kann); bei entsprechenden Erkrankungen des Bindegewebes ist also oftmals auch eine Mastzellaktivierung beteiligt, um mit dem entzündlichen Prozess Krankheitserreger auszutreiben.
Das ist erstmal nichts Schlechtes, wenn die Entzündung nur vorübergehen ist und keine Dauerentzündung aufgrund zu hoher Lokalkonzentrationen von Histamin entsteht.
Auch allseits bekannt als das Mastzell-Aktivierungs-Syndrom.
Was aber tun, wenn sich zu viel Histamin angesammelt hat, weil der Körper zu schwach aufgestellt ist, das Histamin zu regulieren?
Was tun, wenn durch dieses ZU viel an Histamin eine chronisch-entzündliche Stoffwechsellage mit Schmerzen resultiert bzw. schon eingetreten ist?
Die schlüssige und naheliegende Antwort wäre: Histamin abbauen.

Marker: DAO (Diaminoxidase) und/oder HNMT (Histamin-N-Methyltransferase) – zwei Enzyme, die in den Nieren gebildet werden.
Also genau da, wo Silizium im Rahmen einer kolloidalen Supplementierung ‚durchspült‘.
Dafür gibt es mehrere Ansätze:
entzündungsarm essen (histaminarm), Vitalstoffe ‚auffüllen‘ (wobei das limitierende Kriterium ja oftmals schon im Magen beginnt – Histamin bildende Zellen sitzen auch in der Magenschleimhaut!

Die Funktionen von Silizium für den Magen sind hinreichend erforscht und unglaublich spannend; gleichzeitig aber auch hoffnungsvoll. Denn: Magensäure lässt sich ‚besser‘ bekommen. Mit: Kieselsäure.
Die weiteren sehr komplexen Zusammenhänge – der Magen ist SAUER und funktioniert anders als alle anderen Stoffwechselorgane des Körpers – sind an anderer Stelle genannt; deshalb kann das hier nicht im Detail ausgeführt werden.

Aber Silizium hat im Darm auch eine Funktion; die der Schleimhautstärkung und der Symbioselenkung.
Das bedeutet: auch histaminbildende Bakterien werden reguliert. Auf biochemischer, aber auch genetischer Ebene.
Die Histamintoleranz und ‚Spitzen‘ einer Überproduktion können reguliert werden auf ein normales Maß, das Symptome einer Dauerentzündung lindert oder manchmal auch ganz beseitigt.
Das heißt nicht unbedingt, dass man völlig gesund ist, aber man ist zumindest symptomfrei und kann sich somit einer deutlich besseren Lebensqualität freuen.

Die Funktion von Bacillus subtilis

Bacillus subtilis funktioniert hier als symbioselenkendes ‚Mittel‘ der enzymatischen Spaltung und des Abbaus von Histamin.
Das bezieht sich auf die Peristaltik der Mastzellen (die periodisch Histamin ausschütten), aber auch des biochemischen Abbaus im Lumen des Darms (Magens weniger, weil ein aktives Bacillus subtilis im Magen so nicht lebensfähig ist! Darin liegt zB. ein entscheidender Vorteil sporenbildender Probiotika).

Bei entsprechenden Kombipräparaten muss diese Synergie zwischen Silizium und den Bakterien unbedingt berücksichtigt werden. Denn: Symptome einer Histaminintoleranz HIT beinhalten nahezu IMMER eine komplexe Darmproblematik mit Multimorbidität, also zB. Bindegewebs- oder Nervenbeteiligung.
Das betrifft zum Beispiel auch das enterische Nervensystem und psychiatrische Symptome.
Insofern sind hier zusätzlich Mittel zu wählen, die Histamin abbauen können und die einen vollständigen zeitnahen Abbau der Proteine und der histaminhaltigen Speisen ermöglichen. Damit fällt man auch nicht gleich auf Null, was Histamin angeht.

Es gibt einige hoffnungsvolle Erfahrungsberichte insbesondere mit dem Silicium Subtilis von Rilling Healthcare.
Allerdings kann auch dieses Mittel nicht zaubern.
Sinnvolle Interventionen habe ich zB. auch mit einem Retard-Niacin (=Inositolhexaniacinat = No-Flush-Niacin. Meint alles dasselbe) gesehen – in geeigneter Kombination mit dem natürlichen ‚Antihistaminikum‘ Vitamin C (Verbindung zu psychiatrischen Therapiekonzepten – s. A. Hoffer); ein weiterer Kandidat sind schwefelhaltige Aminosäuren in entsprechender Form (zB. SAMe, NAC) bzw. eine geeignete Schwefelquelle.
Die kann auch aus MSM bestehen; ggf. sind weitere Konzepte mit einzubeziehen. Schwefel ist halt ein zweischneidiges Thema: einerseits brauchen wir das in Form von Glutathion als essenzielles Tripeptid; andererseits sind Thiole und Mercaptane auch nicht grundsätzlich ‚gesund‘.
Art und Dosis der Mittel in Kombination kann nicht vorhergesagt werden; dafür ist die biochemische Individualität zu unterschiedlich.

Was tun bei Vorliegen von Entgiftungsstörungen

Hier ist ein multimodaler Ansatz nach Symptomlage gefordert. Je nach Zustand des Organismus müssen dieser zuerst aufgebaut oder entsprechende Krankheitserreger aus dem Körper geschafft werden.
Das beinhaltet immer auch eine Verbesserung des Immunsystems, um entsprechende Stoffwechselleistungen erbringen zu können.

Dazu macht es nach meinem Verständnis Sinn, von der Quelle bis zur Mündung vorzugehen. Der Magen spielt hier für mich eine zentrale Rolle. Auch weil hier eine zentrale Station für die Auswirkung von Stress gegeben ist.

Achtung: Silizium kann – und wird irgendwann – den Bedarf anderer Vitalstoffe erhöhen. Demgegenüber steht eine Verbesserung der Integrität der Darmschleimhaut. Hier stellt sich nach den bisherigen Erfahrungen ein Gleichgewicht ein – was auch theoretisch Sinn macht. Langfristig darf eine Verbesserung erwartet werden – ggf. in Verbindung mit entsprechend individuell auszugestaltenden Therapiekonzepten.

Unverträglichkeitsreaktionen sind nicht notwendigerweise Allergien gleichzusetzen.
Eine Übersicht biogener Amine und entsprechender Gehalte findet sich etwa bei eucell.de.
Das Interessante: Fermentierte Lebensmittel wie Käse enthalten ziemlich viel davon.
Darin liegt das Problem – aber auch die Lösung.
Nämlich die Regulation des Mikrobioms.

Fazit
Es gibt viele Wege, einer Histaminose und damit einer HIT und einem Mastzellaktivierungssymndrom zu begegnen.
Wer das schafft, dem geht es nicht nur physisch, sondern auch psychisch besser.

Literatur (Auswahl):

1. https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin

2. Lee YC, Lin CS, Liu FL, Huang TC, Tsai YH. Degradation of histamine by Bacillus polymyxa isolated from salted fish products. J Food Drug Anal. 2015 Dec;23(4):836-844. doi: 10.1016/j.jfda.2015.02.003. Epub 2015 Mar 21. PMID: 28911502; PMCID: PMC9345454.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28911502/

3. Jeong Seon Eom 1, Bo Young Seo 1 and Hye Sun Choi 1*; Biogenic Amine Degradation by Bacillus Species Isolated from Traditional Fermented Soybean Food and Detection of Decarboxylase-Related Genes
https://www.jmb.or.kr/journal/view.html?doi=10.4014/jmb.1506.06006

4. OSEF KIMHI$ AND BORIS MAGASANIK, Genetic Basis of Histidine Degradation in Bacillus subtilis*
THE JOURNAL OF BIOLOGICAL CHEMISTRY, Vol. 245, No. 14, Issue of July 25, pp. 3545-3548, 1970.

5. Li, L., Ruan, L., Ji, A. et al. Biogenic amines analysis and microbial contribution in traditional fermented food of Douchi. Sci Rep 8, 12567 (2018). https://doi.org/10.1038/s41598-018-30456-z
https://www.nature.com/articles/s41598-018-30456-z

6. Pištěková, H., Jančová, P., Buňková, L. et al. Detection and relative quantification of amine oxidase gene (yobN) in Bacillus subtilis: application of real-time quantitative PCR. J Food Sci Technol 59, 909–916 (2022). https://doi.org/10.1007/s13197-021-05090-9

7. Yang, H.-J.; Zhang, T.; Yue, Y.; Jeong, S.-J.; Ryu, M.-S.; Wu, X.; Li, C.; Jeong, D.-Y.; Park, S. Protective Effect of Long-Term Fermented Soybeans with Abundant Bacillus subtilis on Glucose and Bone Metabolism and Memory Function in Ovariectomized Rats: Modulation of the Gut Microbiota. Foods 2023, 12, 2958. https://doi.org/10.3390/foods12152958
https://www.mdpi.com/2304-8158/12/15/2958

8. Butor, I.; Jančová, P.; Purevdorj, K.; Klementová, L.; Kluz, M.; Huňová, I.; Pištěková, H.; Buňka, F.; Buňková, L. Effect of Selected Factors Influencing Biogenic Amines Degradation by Bacillus subtilis Isolated from Food. Microorganisms 2023, 11, 1091. https://doi.org/10.3390/microorganisms11041091

9. K. Kauffmann, Der Histamin-Irrtum, Weg von Radikaldiäten und Verbotslisten – die Formel für ein gesundes Leben MIT Histamin, VAk-Verlag (2021).

10. A. Hoffer, A. W. Saul, W.B. Parsons, Niacin in der Behandlung, Aba Verlag (2018).
https://abaverlag.de/shop/produkt-anzeigen/niacin-in-der-behandlung/1676
https://bruno-kugel.de/vitamin-b3-das-wichtigste-b-vitamin/

11. https://www.eucell.de/ernaehrung/lebensmittellisten/biogene-amine/tyramin

 

Nattokinase, Bacillus subtilis, Silizium und seine Wirkungen auf das Blut.
Wie sind die Zusammenhänge?
Muss ich Nattokinase einsetzen und ein Bacillus subtliis oder ist das zu viel des Guten?
Diese und weitere Fragen sind – inklusive der Produkte – quasi in aller Munde.Das ist ein unglaublich spannendes Feld, das ich erst beginne zu verstehen. Weil es hier sehr viel Hintergrundwissen und Feinfühligkeit braucht.
Das wäre übrigens auch der Schlüssel, um das (kolloidale Silizium) i.v. einzusetzen (was vor bereits 100 Jahren auch gemacht wurde – mit erstaunlichen Ergebnissen!).
Die Lebensdauer eines Erys beträgt bekanntlich ca. 120 Tage.

So lange wäre eigentlich sinnvoll, eine Kur zu machen (von seiten eines Omega3, aber auch von seiten eines fettlöslichen Siliziumkolloids!).

Das ist auch auch Gründen anderer Vitalstoffe und deren Abbauprodukten empfehlenswert: Vitamin C, Zucker (HbA1c!), Omega3 (HS-Index bzw. Omega3-Analytik), Magnesium, Selen (!, wichtiger Synerget von Vitamin E und Omega3. Achtung; es gibt hier Unterschiede in den Halbwertszeiten organischer und anorganischer Formen!) und vermutlich noch einige mehr.
Was macht nun ausgerechnet die Kieselsäure so besonders?
Sie ist schneller unterwegs als alle anderen Mineralien/Spurenelemente, sie bindet an Oberflächen, verbessert dort die Biophotonenaktivität, ermöglicht bessere Grenzflächenaktivitäten – und damit den Blutstoffwechsel, verhindert ein Verklumpen einzelner Zellen, indem gerade Erythrozyten elastisch gehalten werden durch die Wasserregulation der Kieselsäure und das Aufrechterhalten von Protein-, Lipoprotein- und Zuckerstrukturen.
Für den Darm ist das vielfach beschrieben worden; allerdings gelten für das Blut ähnliche Gesetze.

Dabei sind die Gefäßwände strikt von den Blutzellen zu trennen.

Warum das so schwierig ist:
Ein ZU viel kann austrocknen; deswegen favorisiere ich u.a. kolloidale Formulierungen.
Bitte KEINE Selbstversuche mit irgendwelchen Kieselsäurepräparatinfusionen!!!
Kieselsäure wirkt aber noch weiter: es kann die Blutbildung anregen, den Eisenstoffwechsel verbessern, die Immunität fördern (Bildung, ‚Intelligenz‘ und Effektivität weißer Blutkörperchen) und auch die Blutgerinnung positiv beeinflussen (Verhindern des Verklebens einzelner Erythrozyten und damit Verhindern der klassischen Geldrollenbildung im Dunkelfeldmikroskop; dabei Gewährleistung einer gesunden Blutgerinnung innerhalb entsprechender ‚Leitplanken‘. Achtung, INR und ‚Quick‘ sind gegenläufig; auch das verwirrt etwas!).
Deshalb könnte es auch bei Blutkrebs seine Rolle ausüben; hier greift Si regulatorisch ein und verhindert eine Leukozytose und eine gesunde Bildung von Blutzellen ohne ‚Linksverschiebung‘ oder ‚Seneszenz‘.

Ein Bildchen spare ich mir mal; ich denke, da hat jeder die klassischen Dunkelfeldbilder vor Augen.

Teil 2
Thema Natto und Nattokinase.

Wie die allermeisten wissen, ist Natto fermentierte Sojabohne.
Dabei kommt es unter anderem auch auf Qualität der Bohnen an und auf die Genstabilität. Leider wurde Soja ziemlich verzüchtet bis genmanipuliert.
Es geht mir aber hier um etwas anderes: den Fermentationsprozess.
Es sind die Bakterien, die die Fermentation bestimmen.
Genau wie beim Bier – oder Wein – kommt es auf die Hefe an, die ihrerseits Bakterien beinhaltet.
Bei der Sojabohne ist das noch was Anderes.

Hier ist zB. das Heubakterium Bacillus subtilis natto (ein ‚Künstlername‘, genau wie die Nattokinase keine exakte Bezeichnung ist!) entscheidend. Neben den Bedingungen der Fermentierungsprozesse (Salzgehalt, genauer pH-Wert, Substratspezifität usw.), denn: Fermenation ist ein enzymatischer Prozess!

Das bedeutet, dass auch innerhalb des Natto – wenn man das selbst fermentiert – unterschiedliche Mengen der Nattokinase enthalten sind.
Es ist außerdem – logisch daraus abgeleitet – NICHT die Sojabohne, die hier entscheidend ist, sondern: das Bakterienspektrum (das wieder ein bestimmtes Enzymspektrum hat, welches zur Gärung beiträgt).
Das bedeutet auch:
Es gibt viele Dinge, die man fermentieren kann. Wenn Subtilisbakterien zugegen sind, wird mit einiger Sicherheit auch ein bestimmtes Spektrum an Serinproteasen gebildet, darunter auch Nattokinase.
Das bedeutet weiterhin: Auch Bacillus subtilis DSM21097 produziert Serinproteasen, darunter auch Nattokinase.
Der Clou an der Sache: auch Silizium wird im leicht sauren pH-Wert freigesetzt und kann damit als Unterstützer des Energiestoffwechsels der Bakterien die Fermentation günstig beinflussen.
Wie sehr, hängt auch von der Art des Fermentierten ab. Rote Bete oder Sauerkraut fermentiert anders als zB. Kimchi oder anderes Gemüse.
Man kann viel fermentieren und auch der Geschmack bzw. die Sensorik, das Aussehen und der Geruch sind je nach verwendetem Bakterienspektrum ANDERS.

Das sollte eigentlich klar sein.

‚Saures‘ Kraut ist übrigens kein Sauerkraut – meint: ein essigsauer eingelegtes Sauerkraut ist nicht fermentiert und kann weit unbekömmlicher sein als ein fermentiertes Sauerkraut. Das ist schon an der Konsistenz zu erkennen: saures Kraut ist meist noch faserig und außerdem meist deutlich saurer schmeckend als Sauerkraut (stellvertretend für andere Gemüse).

Jetzt noch ein weiterer Punkt als FAQ – aus aktuellem Anlass, weil ich sehr sehr viele Anfragen dazu bekomme:

Muss ich zusätzlich Nattokinase einnehmen, wenn ich einen Bacillus subtilis einnehme?

Antwort:
Nein, das ist nicht zwingend erforderlich.
1. weil das Enzymspektrum eines Subtilis sehr breitgefächert ist und Serinproteasen eine enzymfamilie darstellen, die eigentlich alle eine ziemlich hohe Potenz besitzen. Beispielsweise zählt hier auch Serrapeptase dazu (ebenfalls ein Künstlername!).
2. insbesondere bei Konsumenten von Blutverdünnern empfiehlt es sich, den INR (früher: Quick. Achtung, die sind numerisch gegenläufig…ein hoher Quick-Wert entspricht einem niedrigen INR!) zumindest anfangs engmaschiger kontrollieren zu lassen, BEVOR größere Mengen Nattokinase und Bacillus subtilis konsumiert werden.
Das hängt AUCH mit der Produktion von Vitamin K2 zusammen, die im Zuge der Fermentation ebenfalls in größeren Mengen entsteht.
K2 wirkt potentiell blutverdünnend und hämatokritregulierend.
Wenn jetzt aber obendrauf noch eine Nattokinase gegeben wird, die zusätzlich ‚lysiert‘ und damit Peptide abbaut (–> ‚Proteasen‘ bauen Eiweiße ab zu kleinmolekularen Aminosäuren!), kann das summative Effekte haben, die ZUVIEL verdünnen können und im Einzelfall zu Blutungen führen.

Das ist übrigens auch schon der Fall bei schlecht eingestellten Patienten mit Blutverdünnern. Ein bekanntes Problem zB. bei Diabetikern.

Fazit:
Ein Silicium Subtilis/Rilling (die Frage bezog sich sehr sehr oft darauf) kann hier regulativ wirken, denn: das Silizium darin wirkt nicht per se nur blutverdünnend und erythrozytenelastizitätsfördernd, sondern auch bei zu dünnem Blut eher in die andere Richtung: blutbildend, blutzellenvermehrend und damit sauerstoffverbessernd, aber gleichzeitig blut’verdickend‘, wenn das Blut zu dünn ist.
Das war der zweite Teil zum Thema Blut.

(ich hatte dazu in der Siliziumgruppe schon einmal geschrieben).

Noch was zum Thema Lumbrokinase.
Einigen Aussagen zufolge soll diese noch besser – effektiver, wirksamer, bioverfügbarer, aktiver (bitte hier die entsprechenden Vokabeln einfügen) sein.
Ob das WIRKLICH so ist, sei dahingestellt.
Ich möchte an der Stelle nur sagen: der Mensch und seine Immunität sowie dessen Stoffwechsel hat Grenzen.
Und: Bakterien produzieren Enzyme, sind also in meinen Augen wichtiger. Denn: sie nehmen aufgrund ihrer Symbiose mit uns dem menschlichen Stoffwechsel die Arbeit gewissermaßen ab.
Abgesehen davon ist die Bandbreite der Enzyme, die uns hoffentlich helfen können, von der Bandbreite ‚gesunder, guter‘ Bakterien abhängig. Am Anfang stehen also eher die hoher gestellten Bakterien und nicht die lysierenden Enzyme. Die können uns allerdings andererseits auch initial helfen, sind aber auch überdosierbar (meine persönliche Meinung!), wenn sie isoliert hochdosiert eingesetzt werden. Die Bandbreite an anwesenden guten Bakterien verhindert auch eine Überdosierung und im Fale von zB. Nattokinase eine Überreaktion in Richtung zu dünnes Blut.

Dieser Artikel wird noch erweitert werden.

Literatur (Auswahl):

1. Wirkung und SIcherheit von Lumbrokinase – eine Metaanalyse (2021)

2. Nattokinase als mögliches neues Allergen (Proteinallergiker aufgepasst!)

3. Struktur, Anwendung und Quellen von Nattokinase (2023)

4. Nattokinase und Serrapeptase im Tiermodell: Anwendung bei Alzheimer (2013)

5. Antivirale Wirkung von Si:

bzw.:
Antivirale Wirkung von Si bei 5 verschiedenen pathogenen Virenfamilien (2022)

6. Lysierende Wirkung von Nattokinse auf Sike-Proteine des C.-Virus

Tanikawa T, Kiba Y, Yu J, Hsu K, Chen S, Ishii A, Yokogawa T, Suzuki R, Inoue Y, Kitamura M. Degradative Effect of Nattokinase on Spike Protein of SARS-CoV-2. Molecules. 2022 Aug 24;27(17):5405. doi: 10.3390/molecules27175405. PMID: 36080170; PMCID: PMC9458005.

7. A. Kühn: Die Kieselsäure; ihre perorale, parenterale und perbronchiale Anwendung und Wirkung bei inneren Krankheiten insbesondere bei Tuberkulose, Arteriosklerose, rheumatischen Erkrankungen, Krebs usw. (F. Enke, 1926).