Diese Frage wird sehr oft an mich herangetragen.
Oftmals verbunden mit ‚wieviel soll ich denn nehmen‘? – um nicht den Imperativ zu bemühen ‚wie viel muss ich denn…‘?

Eine klare Antwort kann ich nicht geben, höchstens meine Einschätzung. Die ist subjektiv, aber vielleicht hilfreich.
Je länger ich mich mit der Materie befasse, umso wichtiger wird der Satz: wir ‚müssen‘ uns mit Silizium, d.h. Kieselsäure sättigen, und zwar der Leistung des Immunsystems entsprechend um eine Überladung zu vermeiden.
Das klingt vielleicht auch nicht aufschlussreicher, deshalb einige Literaturhinweise, welche Form gut bioverfügbar ist. Und: welchen Siliziumgehalt und Form bzw. Festkörperzustand (amorph oder kristallin) ein Silizium in einer Süßwasseralge verglichen mit einer Salzwasseralge hat. Schon das Vorliegen der entsprechenden Form bestimmt die Bioverfügbarkeit und damit die Wirkung mit.
Ebenfalls wichtige Kenngrößen dafür, ob sich eher amorphes oder kristallines Material bildet ist der pH-Wert und der Salzgehalt.
Dazu beschreiben Siliziumspezialisten übereinstimmend ein Modell, an dem auch die Alterung von Kolloiden festgemacht werden kann. Das mag trocken klingen, ist aber vor dem Hintergrund der Tatsache, dass wir Menschen kolloidale Systeme sind, durchaus lebendige Wissenschaft und daher sehr grundlegend für alles Leben.

Grob gesagt ist bei pH kleiner 7 und in Gegenwart von Salz eher eine kleinmolekulare ‚elektro-lytische‘ Zusammensetzung zu erwarten, die einen echten kolloidalen Zustand erschwert, vor allem dann, wenn wenig Wasser vorhanden ist.
Sie können sich vielleicht vorstellen, welchem Zustand das in unserem Körper entspricht: den der Übersäuerung und Sättigung mit Schlacken, vor allem im Zellzwischenraum. Oftmals ist hier auch ein Löslichkeitsprodukt überschritten und der Anteil kristalliner Silikate ist höher. Resultat: Steinbildung. Das ist in Literatur (2) sehr schön gezeigt.
Bei pH7-10 und in Abwesenheit von Salzen ist ein anderes Phänomen zu beobachten; eine eher langsamere größere Teilchen beinhaltende lockere Assoziation mit überwiegend amorphen Anteilen (ebenfalls in 2 dokumentiert).
Das bedeutet, dass Süßwasseralgen eher amorphe Kieselerde bilden werden, während bei sehr salzigem Wasser auch kristalline Anteile vorkommen. (Das heißt aber im Übrigen nicht pauschal, dass Salzwasseralgen die schlechtere und Süßwasseralgen die bessere Entgiftungskapazität haben!)
Was das für unseren Körper bedeutet, der sich ja auch in vielen pH-Bereichen bewegt, aber meist im Neutralen bis schwach basischen, hat Auswirkungen von beidem.
Aber hier ganz besonders hat es Einfluss auf den Magen und damit auf die Bioverfügbarkeit verschiedener Siliziumverbindungen aus Pflanzen bzw. frischer und/oder getrockneter Kräuter, die oftmals organisch gebunden und damit wenig verfügbar sind (Bambus: 2-4% wird oft angegeben).
Hier kommen geeignete Extraktionsmethoden ins Spiel, die die Produkte aufwerten (wie in 1 beschrieben).
Auch die herrschenden Potentiale spielen dabei eine Rolle: wir brauchen im Körper eine reduktiv basische Natur, um gut leben zu können und den Stoffwechsel maximal gut ausschöpfen zu können (das ist im Übrigen auch das Credo des Rohköstlers Dr. Karl Probst).

Eine ganz grobe Richtlinie für die Aufnahme: je kleiner die Teilchen, umso weniger Menge brauchen wir und umso besser werden die Teilchen auch aufgenommen im Sinne einer Mineralisierung.. Das geht einher mit einer erheblich größeren inneren Oberfläche.
Was ebenfalls eine Rolle spielt: de Zeit, also der Verlauf der Freisetzung kolloidaler Strukturen.
Ideal wäre ein Transporter, der nach und nach die Kolloide wie gewünscht in idealer Dosierung freisetzt, so dass der Körper sich das in Geschwindigkeit und Kapazität nehmen kann, was er braucht. Damit das alles nich so einfach wird: meistens hängen daran auch Mineralien/Spurenelemente, Aminosäuren und andere kleinmolekulare oder größermolekulare Verbindungen.
Das bedeutet: Dosierungen von zB. 60 Milligram (bei echten Kolloiden, diese haben eine hohe Bioverfügbarkeit und enorme Reichweite innerhalb des Körpers) täglich bis hin zu 2×5 Gramm (als feste Kieselede oder auch Zeolith, diese haben eine schlechte Bioverfügbarkeit und eher bindende ionenaustauschende lokale Wirkungen) sind möglich. Jetzt werden Sie etwas besser verstehen, warum die Antwort schwierig und produktbezogen ausfallen muss.
Und: das gilt im Übrigen auch für andere Kolloide, die nicht notwendigerweise Silizium enthalten.

Weitere Details dazu werde ich in meinem kommenden Buch ausführen.

Literatur (Auswahl):
1. Scholey, D.V., Belton, D.J., Burton, E.J. et al. Bioavailability of a novel form of silicon supplement. Sci Rep 8, 17022 (2018).
Bioverfügbarkeitsvergleich unterschiedlicher Siliziumquellen nach 30 min und 24h
2. Quellen, Bioverfügbarkeit und Sicherheit von verschiedenen Siliziumpräparaten bei Verwendung in Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln

Magnesium ist unbestritten das wichtigste Mineral in der Orthomolekularen Medizin.

Was aber bisher etwas zu kurz kam sind einige aus meiner Sicht sträflich vernachlässigte Punkte, die verantwortlich sind für die heute weit verbreiteten Mangelzustände.

1. Die Aufnahme ist an die Mitochondrienleistung gebunden. Ob die Ausscheidung auch von der Mitochondrienleistung abhängt, ist an den Stoffwechsel u.a. der B-Vitamine, Schwefel(haltiger Aminosäuren, MSM) und Zink sowie Eisen gebunden.
2. Die Ausscheidung von Silizium über die Nieren erfolgt ganz überwiegend als Magnesiumsilikat.
Damit gehen dem Körper bei Zufuhr entsprechender Mengen Silizium potentiell auch relevante Mengen an Magnesium verloren (die natürlich bei entsprechender Ernährung/Zufuhr auch wieder ersetzt werden).
3. Silizium ist ein sehr wichtiger Transporter für Magnesium (und auch Kalium).
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass der Körper offenbar ohne Magnesiumreserven kein Kalium mehr speichern kann.

4. Magnesium ist kleiner als Calcium und kann im Körper daher auch schneller von A nach B transportiert werden.
5. Wie ändert sich das Bedarfsprofil von Mg/Ca bei beginnender Osteoporose bzw. bei beginnender hormoneller Umstellung zB. bei Frauen ab 35?
Welchen Hebel hat hier das in der Pflanzenwelt (reichlich?) vorkommende Mineral Silizium? Ist bei ausreichender Versorgung mit Silizium (in Form kolloidaler Kieselsäure) ein besseres Pfanzenwachstum (mehr Magnesium –> mehr Chlorophyll) zu erwarten und inwieweit ist das auf Wachstums- und energiezehrende Prozesse bei Tieren und Menschen übertragbar? Verbessert Silizium die Kapazität und Haltbarkeitsdauer im menschlichen Körper?
Wie verändert sich der Stoffwechsel, wenn der Vitamin-D-Spiegel etwas höher ist  – zB. bei den immer wieder geforderten minimalen Spiegeln von 40 ng/ml?
6. Wo genau liegt die Ursache des Magnesiummangels und wie genau ist die Korrelation zur humusarmen Erde, auf der wir nach wie vor Energiepflanzen wie Mais, Raps und Getreide sowie schnellwachsende Gräser und Getreide züchten? Welche Auswirkungen hat eine Düngung mittels großer Magnesiummengen bei fehlender Bodenqualität?
Schreitet der Magnesiummangel im Boden weiter fort bei gleicher Intensität der Bodenbewirtschaftung? Ist das noch zu kompensieren und wenn ja, wie?

7. Der Mg-bedarf um 8000 IE D3 zu aktivieren ist ein anderer als der Bedarf um 800 IE zu aktivieren.
Klar ist das nicht 1:1 so wie gedacht. Aber der Rechenfehler im Bedarf an Vitamin D (Veugelers 2014)  wirft Fragen auf.
Wichtige Fragen, die beantwortet werden wollen. Fragen nach nachhaltiger Land- und Bodenwirtschaft, aber auch nach dem Magnesiumgehalt in Trink- und Bodenwässern.
8. Wie muss ein optimales Verhältnis von Silizium/Magnesium
a) im Boden
b) Im menschlichen Körper sein, um eine gesunde Regulation zu ermöglichen?
9. Wie hoch ist der Magnesiumbedarf aufgrund vermehrter Stressbelastung tatsächlich? Haben wir genügend Transporter wie Carbonsäuren, Vitamin K2/Matrix-GLA-Proteine/Enzyme, Silizium etc?
Wie beeinflusst das Zellpotential die Aufnahme?
Was macht Elektrosmog mit körpereigenem Magnesium – und wie wird die Aufnahme von zusätzlichem Magnesium dadurch beeinflusst?
10. Die Vernachlässigung einer transdermalen Aufnahme ist ein bewusstes Ausklammern und Ausgrenzen einer wirksamen Methode einer Symptomverbesserung. Während sich Experten nicht sicher sind, ob Magnesium transdermal aufgenommen wird, gibt es hier Praxiserfahrungen in großen Gruppen, die eine transdermale Anwendung nahelegen.

11. Die Verwendung der ‚richtigen‘ Form ist entscheidend für den gewünschten Erfolg bzw. die Maximierung von Synergien. Dabei ist Oxid nicht immer die richtige Wahl.
12. Einzelne Formen werden von bestimmten Menschen nicht bzw. schlecht vertragen.
Dazu zählen zB. auch Citrate, vor allem Trimagnesiumdicitrat.
Unverträglichkeiten bestehen hier zB. bei Histaminunverträglichkeiten/Mastzellerkrankungen, aber auch Schilddrüsenerkrankungen. Woran genau liegt das? Welchen Einfluss hat Magnesium auf den Schilddrüsen- und den Histaminstoffwechsel und welchen Einfluss haben Citrate auf den Histaminstoffwechsel?
Wie lange kann eine so genannte Erstverschlimmerung dauern – wenn sie denn subjektiv wahrgenommen wird? Kommt diese Erstverschlimmerung durch ein ‚Anschubsen‘ des Energie- und damit Sauerstoffstoffwechsels in Kapazität und Geschwindigkeit (mit nachfolgenden Regulationsmechnismen), mit dem der Körper sich erst ‚anfreunden‘ muss?
13. Welcher Unterschied besteht genau zwischen dem Mineralstoff Magnesium und zB. dem magnesiumhaltigen Chlorophyll, das wir in Form von Obst, Gemüse oder Gräsern zu uns nehmen?
15. Macht eine Kieselsäure Magnesium wirklich besser bioverfügbar und welches Verhältnis von Silizium zu Magnesium wäre hier am besten anzusetzen – und in welcher Form bzw. Darreichungsformenkombination?
16. Welche Rolle spielt Magnesium für den Zellzwischenraum, der jeder Zelle vorgelagert ist (vgl. histologisch-zytologische Mikroskopaufnahmen entsprechender Vergrößerung)?



Wie vielleicht einige wissen, bin ich seit Jahren Mit-Admin einer großen Magnesiumgruppe bei fb mit über 21000 Mitgliedern.
Die Meldungen dort lassen sich nicht in Studien fassen und Studien lassen sich auch nicht in individuelle Erfahrungen pressen, sind aber der tiefere Grund für diesen kurzen Artikel, der sicherlich noch erweitert werden wird.
Das passt übrigens gut zur Erkenntnis von Prof. Williams, dass aufgrund biochemischer Individualität jeder Mensch anders ist bzw. sein eigenes Ökosystem hat.
Damit reagiert auch jeder anders auf Magnesium und Empfehlungen werden manchmal anders ausfallen – je nachdem wen man fragt.
Eine beliebte Aussage ist etwa: ‚wir brauchen kein zusätzliches Calcium; der Körper holt sich das aus der Nahrung‘.
Das stimmt so nicht ganz pauschal, und zwar aus der Mehrzahl der oben genannten Gründe.
Die Balance zwischen Magnesium und Calcium in unserem Körper ist zwar allgemein in etwa bekannt, aber durch die Reserven von Magnesium im Körper ist nicht bekannt, wie ‚schnell‘ sich die Bedarfe im Zuge von Stressbelastung erhöhen und wie dann bei zu wenig Calcium (und auch Vitamin D sowie der Transporter Silizium und Vitamin K2) sich die Vorräte leeren.
Bekannt ist, dass sich Mg und K im Inneren der Zelle befinden und Na und Ca außerhalb.
D.h. eine Aufrechterhaltung der Balance ist lebenswichtig für eine regelrechte neuromuskuläre Funktion. Silizium bildet für alle einen der Transporter – mglw. durch die Eigenschaft, schneller am Wirkort zu sein die entscheidende (negative Ladung, klein…) und könnte Magnesium gegenüber Calcium ‚bevorzugen‘.

D.h. es ist nicht ganz sicher, wie sich das Verhältnis Mg/Ca ändert – etwa im Zuge einer Übersäuerung – und ob die Bedarfe dann noch so sind wie sie zB. in Algenpulver bzw. Diatomeenerde vorkommen.
Wie muss eine Substitution heutzutage aussehen, um eine ausreichende Versorgung mit Magnesium zu gewährleisten?
Es ist zB. bekannt, dass Elektrosmog Ca-Kanäle öffnet.
Aber was geschieht mit Magnesium? Ist der Bedarf an Ca und Mg heute noch so, wie wir denken, dass er es ist – oder macht es nicht Sinn, pauschal mehr Magnesium zu substituieren?
Und welche Verbindung, wie viel?
Transdermal oder oral?

 

Eine Sache scheint mir betonenswert:
Wie auch bei anderen Vitalstoffen ist eine Substitution Startpunkt für eine gesunde Regulation, die ich das ‚Tischtuch-Phänomen‘ nenne. Das bedeutet, je mehr man von einem Stoff in den Körper einbringt, umso mehr wird der Körper versuchen, zu regulieren.
Im Fall von Magnesium, das mehrere hundert Enzyme und unzählige Reaktionen mitsteuert, sind das vor allem B-Vitamine, also zB. B1 und B6 sowie die Muskelfunktion, also das ‚Verbrennen‘ von Aminosäuren und Zucker.
Das bedeutet im weiteren, dass der Bedarf auch dieser Cofaktoren steigt. Ich kann mir also beim Anwenden von Magnesium Symptome eines Mangels anderer Vitalstoffe einhandeln, wenn diese vorher unspezifisch in Erscheinung traten.
Diese Mangelsymptomatik kann dabei der von Magnesium ähneln, so dass fälschlicherweise der Eindruck entsteht, durch Magnesium würde einiges schlimmer.
Das kann tatsächlich der Fall sein und wäre dann in die klassische Kategorie einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion einzuordnen. Es kann aber auch durch Reparaturprozesse vorübergehend zu Symptomen eines B6-Mangels oder B1-Mangels oder B12-Mangels kommen.
In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder berichtet von zu hohen B12-Spiegeln oder B6-Spiegeln.
Deshalb sei auf eine korrekte Analytik dieser Vitalstoffe verwiesen (B12 als Holo-TCII; bei B6 sollte die Analytik individuell erfragt werden, da es hier mehrere unterschiedliche Formen gibt).

 

Für mein Verständnis ist die Nutzung aller Möglichkeiten der Magnesiumzufuhr –transdermal wie oral – sowie begleitend eine Substitution mit B-Vitaminen sinnvoll und richtig. Vor allem im Zuge einer Entsäuerung ist Magnesium eins der Schlüsselmineralien.
Magnesium bietet eine außergewöhnlich breite Palette von Verbindungen, die oral einsetzbar sind und teils erstaunlich unterschiedliche Wirkungen haben: Chlorid, Citrat (Trimagnesiumdicitrat), Glycinat, Malat, Carbonat, Orotat, Threonat sind da nur einige häufig genutzte.
Magnesiumoxid ist aus einigen Gründen nicht immer empfehlenswert; zwar wird es oft beworben als gut verträglich und Produkt mit dem höchsten Magnesiumanteil; jedoch ist die Löslichkeit im Magensaft gering und der pH-Wert recht hoch. Und: Magnesiumoxid ist in hochgeglühter Form unlöslich und kann als festes Nanomaterial im Körper überallhin. Was dort geschieht, wissen wir nicht genau; daher bevorzuge ich lösliche Formen mit besserer Bioverfügbarkeit.

Darauf gehen wir auch in der genannten fb-Gruppe ‚Magnesium – transdermal, oral, Öl, Wickel‘ recht detailliert ein.

Symptome eines Magnesiummangels können neben zu viel Stress auch Medikamentengaben sowie vermehrter Sport/Schwitzen sowie Durchfall und chronische Darmerkrankungen sein.
Daran wird in der Praxis zu wenig gedacht.
Dazu kommen einige Fehler in der Berechnung des tatsächlichen Bedarfs an Vitamin D und Vitamin K2, die im weiteren auch einen deutlich höheren Bedarf an Magnesium erforderlich machen als bisher bekannt.

 

Update 31.08.2021:
mir kommen in letzter Zeit immer mehr Erfahrungsberichte zu Ohren, dass eine kolloidale Kieselsäure+Magnesium auch Einfluss auf Muskeltonus und Kraft hat. Das ist erstaunlich, aber erklärbar damit, dass die Regulation des Na/K-Verhältnisses (extrazellulär/intrazellulär) den neuromuskulären Tonus und das erforderliche Potential aufrechterhält und im Falle von Aktionspozenzialen eine bessere/kürzere  Refraktzärzeit ausmacht. Dieses bemerkenswerte Detail ist recht einfach daran spürbar, dass zB. Herzstolpern weniger wird. Bei längerer Substitution ist  damit auch eine bessere Muskelleistung und damit Muskelaufbau möglich.
Das liegt möglicherweise auch an der Verbesserung der Kaliumreserven und der Kaliumverfügbarkeit im Körper durch Magnesium (?).
Andererseits kann das auch wie beschrieben die Kapazitäten des Stoffwechsels verändern bzw. vergrößern. Daran sollte gedacht werden für diejenigen, die regelmäßig trainieren.

Weitere Erkenntnis (ergänzt in Punkt 3): offenbar ist es so, dass bei erheblichen Magnesiummängeln auch Kaliummängel auftreten können. Da muss individuell unterschieden werden; es ist aber möglich, dass ohne Magnesium dem Körper die Möglichkeiten fehlen, Kalium aufzunehmen und bestmöglich zu verwerten.
Aus diesem Grund könnte eine Magnesiumsubstitution wichtiger sein als eine Kaliumsubstitution. Zweite Möglichkeit: auch eine Kaliumüberdosierung ist bei gleichzeitiger Substitution von Magnesium (und idealerweise Zufuhr von Silizium) weniger wahrscheinlich.

Die letzten beiden Abschnitte und deren Datenlage müssen sich noch durch weitere Erfahrungsberichte verfestigen; momentan spricht aber sehr viel für diese Annahmen.

 

Literatur:

1. https://www.magnesium-health-institute.org/#transdermal

  1. Effects of transdermal magnesium chloride on quality of life for patients with fibromyalgia: a feasibility study, Engen DJ, et al. J Integr Med. 2015
  2. Gröber, U.; Werner, T.; Vormann, J.; Kisters, K. Myth or Reality—Transdermal Magnesium? Nutrients 2017, 9, 813.
  3. https://www.facebook.com/groups/MagnesiumTransdermal
  4. https://www.natuerliche-therapie.de/magnesium
  5. https://www.vitamind.net/magnesium/, Dr. Schweikart
  6. Gröber U, Kisters K, Gremmler B, et al., Ionized Magnesium Deficiency in Elderly Hypertensive Patients – A Pilot Study. Nutrition and Food Science Journal, 2020; 3(2):129.
  7. Gröber U, Magnesium and Drugs. Int J Mol Sci. 2019; 20(9). pii: E2094. doi: 10.3390/ijms20092094.

Dieses überaus interessante Vitamin hat vielfältige Eigenschaften, die bis heute nicht vollständig verstanden sind.
Niacin verursacht einen Flush, transportiert damit Wärmeenergie und wirkt cholesterinsenkend sowie antipsychotisch und antidepressiv; Niacinamid hat ebenfalls antidepressive Eigenschaften, kann gegen Arthritis gute Dienste leisten und NADH wird bei Parkinson und ähnlichen Erkrankungen eingesetzt. Weitere Therapieoptionen sind wenig bekannt.
In Büchern finden sich auch Angaben wie ‚Tryptophan kann bei der Synthese im menschlichen Körper helfen‘.
Ja, das mag sein, Aber Tryptophan wandelt sich nicht von selbst im Körper zu Niacin um, sondern braucht dafür weitere B-Vitamine.
Der Zusammenhang ist beim Blick in die Biochemie etwas klarer: Tryptophan liefert Ausgangsmaterial für Niacin, nachfolgend Niacinamid, NAD+ und dann NADH.
Tryptophan ist aber auch Ausgangsstoff für Serotonin und Melatonin und damit bei Niacinmangel Mangelware, was entzündungsfördernde Prozesse nach sich zieht, wenn Enzyme wie IDO (Indolamin-2,3-dioxygenase) ungenügend arbeiten. Auch genetische Schalterfunktionen wurden in diesem Zusammenhang beschrieben.

Die Berichte von Dr. Hoffer zum Thema ‚orthomolekulare Psychiatrie‘ klingen beinahe unglaublich, sind aber nachvollziehbar für alle diejenigen, die schon einmal Niacin in größeren Mengen eingenommen haben.
Wer die Geschichte der Vitamine allgemein verfolgt, wird feststellen, dass die meisten Vitamine in den 1930er Jahren bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg entdeckt und in größerem Umfang produziert und eingesetzt wurden – ein denkwürdiges Detail.
Das hat wohl auch eine politische Dimension, die nicht zu unterschätzen ist und gerade vor dem Hintergrund synthetischer Arzneimittel und Impfstoffe (die im Gegensatz zu Vitaminen patentierbar sind!) Auswirkungen bis zum heutigen Tag.
Warum sind diese Zusammenhänge so wenig bekannt – und warum ist gerade Niacin so wenig bekannt? Warum gibt es – interessanterweise bis vor einigen Jahren – keine weiteren Publikationen und/oder Studien dazu?

Ein Blick auf die Fakten:
1. B3 ist das Vitamin, von dem wir im Vergleich mit anderen B-Vitaminen am meisten brauchen.
2. B3 als Niacin ist das kleinste Vitamin der B-Vitamine.
3. B3 ist ein sehr stabiles Vitamin, das sogar Kochen übersteht.
4. B3 ist Vorstufe der Nukleobase NADH bzw. des Redoxsystems NADH/NAD+ und damit direkte Vorstufe der Erbsubstanz DNA/RNA.
5. B3 hat direkten Einfluss auf unseren Energiestoffwechsel in der Leber, auf die Darmgesundheit, und auf unser Hormonsystem.
6. B3 interagiert mit Tryptophan und hat damit indirekt Einfluss auf Serotonin und Melatonin.
7. B3 verursacht einen subkutanen Flush, dessen Wirkung bis heute nicht komplett verstanden/beschrieben werden konnte.

Vor allem der letzte Punkt hindert viele daran, Niacin einzunehmen.
Was ist an diesem Flush so besonders – Niacin ist das einzige Vitamin mit dieser Fähigkeit?
Warum ist deswegen – oder trotz dieser Erkenntnis – so wenig dazu geforscht worden?

Niacin ist das Pellagra-verhindernde Vitamin.
Man hat tatsächlich zeigen können, dass Pellagra (Depression-Dementia-Dermatitis-Death oder Diarrhoe, Dermatitis, Depression, Demenz) schwere psychiatrische Probleme mit sich bringt, die symptomatisch einer Schizophrenie ähneln.
Auch depressive Episoden sowie AD(H)S-Symptomenkomplexe sprechen wie gesagt gut auf Niacin und Niacinamid an.
Empirisch gesehen ist Niacin das beste cholesterinsenkende orthomolekulare Teilchen – auch im Vergleich mit Statinen (gleichwohl kann es sogar zusammen mit diesen angewendet werden).
Und es hat bei richtiger Dosierung auch keine Lebertoxizität. Das wäre im Übrigen auch testbar, indem man vor einer Blutuntersuchung einige Tage Niacin absetzt: wenn es lebertoxisch wäre, müssten die Leberwerte erhöht bleiben (was sie statistisch gesehen nicht tun). Niacin steigert die Lebertätigkeit; dies führt zu ‚physiologisch‘ höheren Leberwerten, die aber nicht in allen Fällen und meist nur moderat ansteigen.
Auch weitere diskutierte Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, Erhöhung des Harnsäurespiegels, des Homocysteinspiegels und Risiko für Geschwüre im Verdauungstrakt sind für mein Verständnis nicht eindeutig auf Niacin zurückzuführen bzw. sind möglicherweise auch das Resultat einer Minderversorgung mit anderen B-Vitaminen im Zuge einer Hochdosistherapie.
Hier besteht enormer Forschungs- und Erklärungsbedarf zur Abklärung der Ursachen, was insbesondere eine sogenannte Erstverschlimmerung anbelangt. Es macht keinen Sinn, jemanden mit Megadosierungen zu behandeln, wenn eine Allergie vorliegt bzw. schwarze Autoimmunerkrankungen dem entgegenstehen. In der verlinkten Literatur ist das auch von Roger Williams beschrieben, der eine biochemische Individualität propagiert, die auch von Linus Pauling sehr eindrücklich beschrieben wurde.
Allen diesen kritischen Fragen setze ich eine 50 jährige Expertise mehrerer Experten zum Thema entgegen.
Wer hat wirklich recht?

Viele Vitamine haben dosisabhängige Wirkungen und sichere Dosisbreiten, so auch Niacin.
Dr. Hoffer behandelte schizophrene Patienten über 50 Jahre lang meist erfolgreich und konnte viele von ihnen heilen – mit Megadosierungen von bis zu 3 Gramm Niacin auf viele Einzeldosierungen verteilt. Eine gleichzeitige Einnahme von Ascorbinsäure kann den Flush mildern (es gibt weitere Möglichkeiten, auf die ich vielleicht in einem weiteren Beitrag eingehen werde).
Selbst orthomolekulare Empfehlungen zur Prävention weisen bis zu 750 mg pro Tag aus (zB. Allen); demgegenüber stehen 18 mg nach DGE-Empfehlungen. Diese 750 mg sind bei Pauling allerdings auf Niacinamid bezogen.
Man scheint also den Flush regelrecht zu fürchten; auch deshalb wird in vielen Nahrungsergänzungen meist auf Niacinamid ausgewichen. Dieses scheint eine Sicherheit eingebaut zu haben: übermäßiger Konsum verursacht Übelkeit und bei anhaltender Einnahme Erbrechen.
Der Einsatz von Niacinamid nimmt Patienten aber eine cholesterinsenkende Eigenschaft, so dass der Forschungsfokus darauf liegen sollte, den Flush möglichst zu minimieren, gleichzeitig aber alle Vorteile von Niacin zu nutzen. Ein Drahtseilakt.

Wie setzt man Niacin nun richtig ein?
Lässt sich die Wirkung des Flushs abmildern?
Ja, das geht. Auch ganz ohne zusätzliche Maßnahmen.
Dazu empfiehlt Hoffer eine einschleichende Dosierung idealerweise zu bzw. direkt nach den Mahlzeiten, die nach wiederholter Einnahme kleinerer Portionen den Flush weniger werden bzw. erst gar nicht auftreten lässt.
Das hängt mit der vergleichsweise kurzen Halbwertszeit zusammen.
Therapeutische Dosierungen lagen meist bei 3000 mg verteilt auf drei oder mehr Portionen täglich (bei entsprechend schweren Indikationen). Gleichzeitig wurden ähnliche bis gleiche Mengen Vitamin C verabreicht.
Wer sich mit den Wirkungen von Vitamin C etwas auskennt, wird die wirklich gute Synergie dieser Stoffe zu schätzen wissen.
Die Dauer der Behandlung erstreckte sich oft über Jahre, hatte aber dafür wirklich durchschlagende Effekte bei Schizophrenie, Pellagra und Arthritis. Auch bei AD(H)S konnten unerwartete Erfolge verzeichnet werden.
Wegen der Synergie empfiehlt sich wie immer bei Hochdosen einzelner Vitamine auch ein entsprechend dosierter B-Komplex, vor allem der Vitamine B1, B2 und B6.

Fazit
Literatur und Wissen um Vitamine im allgemeinen und Vitamin B3 im speziellen lohnen sich immer und bringen erstaunliche Details zutage, die immer neue Fragen und Zusammenhänge aufwerfen. Nebenwirkungen und Toxizitäten sind dabei gering bis nicht vorhanden, sofern die Substanzen entsprechend eingesetzt werden.
Eine Dosis von 3 Gramm täglich lässt sich nur allmählich erreichen; dabei sollten Leberwerte kontrolliert werden und ggf. professionelle therapeutische Begleitung selbstverständlich gegeben sein.
Man sollte Niacin kennen, bevor man es einsetzt.

Literatur (Auswahl):

1. offizielle webseite von Dr. A.W. Saul  bzw: Dr. Sauls Eintrag zu Niacin
2. Übersicht über 42 Jahre Publikationen zum Thema Vitamin B3, C und Zusammenhängen
Aktuelle Übersicht der Einträge zu Niacin bei pubmed
3. Linus Pauling, Das Vitamin-Programm, Goldmann 1986.
4. Informationen zu Niacin bei Miracon Science GmbH bzw. Biogena
5. Niacin – The real story (A. Hoffer, A. W. Saul, W.B. Parsons), 2009.
6. U. Burgerstein, Handbuch Nährstoffe, Trias Verlag 2018.
7. Die Bedeutung von Vitaminen und Mineralien in der Psychiatrie
8. Infos zu Aufnahme, Metabolismus und Ausscheidung
9. Biochemie und Pathobiochemie von B3-formen
9. https://www.vitalstoffmedizin.com/nicotinamid-nicotinsaeure/ (Eigenschaften) sowie https://www.vitalstoffmedizin.com/niacin-vitamin-b3/ (Wirkung)
10. Meta-Studie zur gefäßschützenden Wirkung
11. Blogeintrag zum Niacin mit weiteren Quellen

Was noch besser ist: kolloidales Silizium im Körper, also klein- oder niedermolekulare Kieselsäure, ist in den Mitochondrien der Zellen zu finden, die für Wachstum und/oder Reparatur zuständig sind, also den Fibroblasten (der Haut), den Chondroblasten (des Knorpels) und den Osteoblasten (der Knochen) und zwar genau im Prozess des Wachstums bzw. der Reparatur – solange diese dauert.

Das ist im Wesentlichen auf die Forschungen von Prof. Carlisle zurückzuführen, die 1972 erstmals eine essentielle Natur des Spurenelements Silizium nachweisen konnte (6). Dazu gab es Studien, u.a. in Bezug auf Osteoporose-Prävention (7) oder bei Atherosklerose (8).
Versuche mit kolloidalem Silizium konnten zeigen, dass es offenbar möglich ist, die Aluminiumbelastung zu reduzieren, indem Aluminium ausgeschieden werden kann und die Aufnahme von zusätzlichem Aluminium durch eine ausreichende Siliziumversorgung vermindert bis verhindert wird.
Das hat Auswirkungen nicht nur auf die Prävention von Alzheimer (Zusammenhänge zwischen Aluminiumbelastung und Einlagerung von Amyloid-Plaques bei Betroffenen).

Insbesondere ist das auch dann wichtig, wenn z.B. Protonenpumpenhemmer  Magensäureblocker) eingenommen werden müssen. Gerade Silicea Balsam kann hier einiges bewirken. Die zugrunde liegende Eigenschaft des Siliziums, als Transporter für Mineralien wie Calcium und Magnesium, aber auch für andere Metalle zu dienen, scheint hier entscheidend zu sein.

 

Die Größenverhältnisse bei kolloidalen Teilchen sind teilweise sehr unterschiedlich und reichen von ca. 1 μm bis 1 nm, also 0,001 Millimetern (oder 0,000001 Metern) bis zu 0,000001 Millimetern – wobei es da auf jede Null ankommt: je kleiner die Teilchen UND je löslicher UND je sauberer = toxinfreier, desto besser ist es eigentlich.
Denn: diese Stoffe kommen in unserem Körper natürlicherweise genauso vor, sind also gewissermaßen orthomolekular.

Oft hapert es an der Sauberkeit oder an der löslichen Natur gerade bei Siliziumprodukten. Und wenn löslich, dann sind die kolloidalen Teilchen meist ungeschützt der Magensäure und unseren enzymatischen Systemen ausgesetzt. Damit „verpufft“ eine Wirkung relativ schnell.
Auch aus diesem Grund (Sauberkeit? Teilchengröße?) habe ich das komplexe Thema Zeolithe liegenlassen.
Aufgrund der zunehmenden Umweltverschmutzung sind leider auch nicht (mehr) alle Produkte zu empfehlen. Idealerweise bitte auf Analysenzertifikate und/oder Bio-Ware (bei Extrakten oder Pulvern) achten. Aufgrund der enormen Größenunterschiede und der Konzentrationen „altern“ kolloidale Strukturen also recht schnell. Das bedeutet, sie reagieren miteinander – und aus diesem Grund sind deren eingesetzte Konzentrationen nie sehr hoch. Das ist insbesondere auch beim Silizium so und gilt zum Beispiel auch für das recht bekannte, beliebte Silicea Balsam (Hübner) bzw. Sikapur (Gehalt kolloidaler Strukturen ca. 3% dispers-kolloidale Kieselsäure).

 

Dieses Gel ist in unveränderter Rezeptur bzw. Prozedur nach 1945 entwickelt und vielfach getestet worden, auch in Beobachtungsstudien (2, 5), und hat sich als vielseitiges Mittel erwiesen.

Vorteile: es ist leicht äußerlich und innerlich
einsetzbar, kann nach Bedarf verdünnt werden, kann nicht überdosiert werden (laut Prof. Carlisle und einigen weiteren), ist frei von Umwelttoxinen und recht günstig. Es kann auch als „flüssiges Bindemittel“ eingesetzt werden.
Nachteile: es „altert“ und steht nicht überall im Verdauungstrakt in unverändert kolloidaler Form zur Verfügung, es muss zwischen den Mahlzeiten mit ca. 1 Stunde Abstand eingenommen werden (da es potentiell Nahrungsbestandteile bindet und nicht nur Abfallstoffe des Körpers – es sei denn, man möchte abnehmen).

Insgesamt ist es aus meiner Sicht bei Schleimhautproblemen der Mundhöhle und des Magens sehr effektiv einsetzbar. Auch ein Zusatz zu einem entspannenden Bad ist denkbar, genau wie weitere äußerliche Anwendungen.

 

Eine weitere bemerkenswerte Ausnahme möchte ich Ihnen hier vorstellen: Die Firma „Institut Dr. Rilling Healthcare GmbH“ www.rilling-healthcare.de hat eine bemerkenswerte Produktlinie kolloidaler Produkte geschaffen, die gleichzeitig die kolloidalen Teilchen in geschützter und damit lange haltbarer Form beinhalten, als auch im Körper kontinuierlich verzögert freisetzen, und zwar über die gesamte Darmpassage. Dazu werden geeignete Kombinationen für bestimmte Indikationen ausgewählt. Durch feinstes Vermahlen von speziellem hochreinem

Siliziumdioxid in Gegenwart von Wasser und MCT-Öl (Triglycerid aus mittelkettigen Fettsäuren, enthält Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure = Bestandteile von Kokosöl) entstehen kolloidale Teilchen mit Teilfunktionalisierung, die im Folgenden wie ein Retard-Präparat das Silizium und andere Bestandteile wieder freisetzen können. Die weiteren

produktabhängig enthaltenen Inhaltsstoffe wie Magnesium, Calcium, Vitamin D3/K2 oder Vitamin E (als RRR-(alpha) Tocopherol) sind hier ebenfalls in kolloidaler Form enthalten (10).

 

Aus dieser Produktlinie stellvertretend ein Produkt, was für äußerliche Anwendungen konzipiert wurde: Silicium Skincare als Spray oder Body Oil (Zutaten: SiO2, MCT-Öl, RRR-alpha-Tocopherol = natürliches Vitamin E, natürliches Mandelöl, natürliches Orangennöl).

Synergien zwischen Silizium und MCT-Öl – insbesondere bei äußerlicher Anwendung (9):

– micellenbildend

– antibakteriell, antiviral, pilzhemmend

– energiespendend

– ketosefördernde bzw. „zuckersparende“ Effekte (besonders bei zuckerreduzierter Ernährung!)

– Transportereigenschaften

– gefäßschützend

– stoffwechselanregend (und damit regenerativ) auf z.B. Gehirn, Magen, Darm, Kollagen/Bindegewebe,

Mitochondrien…

– verbesserte Insulinempfindlichkeit und zwar bei innerlicher und äußerlicher Anwendung.

Vitamin E ist ebenfalls ein fettlösliches „Hautvitamin“, das in vielen Cremes, Salben und Kosmetikprodukten eingesetzt wird.

 

Vorteile: Die Produkte altern nicht wie beim Gel beschrieben und sind auch in angebrochenem Gebinde längere Zeit haltbar. Die antioxidativen Eigenschaften des kolloidalen Siliziums können hier die Haltbarkeit des Tocopherols verlängern. Es sind ausschließlich reine und lösliche natürliche Bestandteile enthalten – auch eine innerliche Anwendung ist möglich. Das Öl ist sehr sparsam einsetzbar, damit ergiebig und zieht schnell ein, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen. Die verzögerte Freisetzung und die kolloidale Natur der Bestandteile sind eine überaus interessante Kombination, die bei sehr guter Verträglichkeit nachhaltig die Regulation einer gesunden Hautflora ermöglicht. Eine Kombination mit anderen Mitteln äußerlich und/oder innerlich ist selbstverständlich möglich.

Nachteile: Bei Unverträglichkeiten/Allergien gegenüber Orangen- oder Mandelöl bzw. Kokosöl sollte es nicht bzw. sehr vorsichtig eingesetzt werden.

 

Die positiven Eigenschaften des Siliziums in Form von Kieselsäure verdienen ein genaueres Hinsehen und sind bei manchen Erkrankungen als basistherapeutische Anwendung empfohlen.
Gleichwohl sind trotz der sehr breiten Anwendungsmöglichkeiten (die hier bei weitem nicht alle genannt sind) keine Wunder zu erwarten.

 

Literatur (Auswahl, s. auch dazu den ersten Teil der Reihe):

  1. Klaus Kaufmann: Silica – the forgotten Nutrient, 2. Auflage, Alive books, 1993 (ISBN 0-920470-25-4).
  2. Klaus Kaufmann: Silizium – Heilung durch Ursubstanz, Helfer Verlag E. Schwabe GmbH, 1997 (ISBN 3-87323-049-6).
  3. Voronkov M. G. G. I. Zelchan und E. Lukevitz, Silizium und Leben; Biochemie, Toxikologie und Pharmakologie der Verbindungen des Siliziums, Berlin, Akademie Verlag (1975).
  4. a) https://natursubstanzen.com/images/Informationsblatter/Naturprodukte/infoblatt_silizium.pdf
    b) https://natursubstanzen.com/images/Informationsblatter/Kolloide/silizium.pdf
  5. Peter C. Dartsch, Dartsch Scientific GmbH, Evaluation of beneficial health effects of Sikapur® Kieselsäure-Gel on cultured connective tissue fibroblasts. In: Innovations in Food Technology | February 2009, S. 62-64.
  6. Carlisle E. M., Silicon as an essential trace element in animal nutrition., Ciba Found Symp. 1986;121:123-39.
  7. Silizium in der Therapie der Osteoporose; Holzer G, Holzer LA in: Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2008; 15 (2), 74-78. (www.kup.at/mineralstoffwechsel)
  8. Loeper et al: The antiatheromatous action of silicon; Atherosclerosis, 33 (1979), 397-408.
  9. https://www.functional-basics.de/was-ist-mct-oel/ und dort zitierte Literatur.
  10. Produktangebote von Institut Dr. Rilling GmbH und der zugehörige Blog.
  1. Veröffentlichung dieses Artikels erfolgte im Magazin Bundesverband Neurodermitis e.V. Umwelt • Haut • Allergie, Ausgabe 86